Erfahren Sie mehr über die Erfolge unserer weltweiten Kampagne gegen Langstreckentransporte Handle With Care
Region: Europa
Datum: Dezember 2008
Ein von Handle with Care produzierter Film kann neben der gewonnenen öffentlichen und politischen Unterstützung nun auch einen europäischen Preis zu seinen Erfolgen zählen.
Der Kampagnenfilm gewann beim International Rights Protection Filmfestival, das jedes Jahr von der ukrainischen Organisation Centre for the Ethical treatment of Animals (CETA) veranstaltet wird, den Preis in der Kategorie bester Dokumentarfilm.
Der zehnminütige Film, der auf YouTube angeschaut werden kann, zeigt, unter welchen unwürdigen Bedingungen die Tiere zum Schlachthof transportiert werden – Bedingungen, die von manchen Exporteuren geleugnet werden.
Außerdem ergründet er die Auswirkungen und Folgen, die diese Art des Tiertransports auf die menschliche Gesundheit und die Lebensmittelsicherheit haben können.
Leiten Sie den Link zum Film an Ihre Freunde weiter (http://uk.youtube.com/watch?v=q8EH11j-Axk) und unterstützen Sie uns auf der Handle with Care-Webseite dabei, Millionen von Tieren dieses Leid zu ersparen.
Region: Europa
Datum: Dezember 2008
Die Europäische Kommission reagierte öffentlich und in aller Form auf die Forderungen von Handle with Care nach einer besseren Umsetzung der EU-Gesetzgebung hinsichtlich Tiertransporten sowie einen umfassenden Stopp von Ferntransporten.
In ihrem Schreiben gab die Kommission an, viele Emails und Briefe von Tierschutzaktivisten erhalten zu haben, und versicherte, dass sie „Ihre Ansicht teilt, die Gesetze zu Tiertransporten besser umzusetzen, und derzeit intensiv an einer Verbesserung der Transport-Bedingungen für die Tiere arbeitet und sich diesem Vorhaben verstärkt widmet.
In dem Brief hieß es weiter: „Die Kommission glaubt, dass die gegenwärtigen Zeitvorgaben nicht gänzlich mit dem Forschungsstand der Wissenschaft im Einklang stehen und zudem nicht mit der geltenden Sozialgesetzgebung für die Fahrer übereinstimmen, was eine generelle Einführung von Transportzeiten entsprechend erschwert.“
Region: Europa
Datum: Oktober 2008
Eine von Animal Friends Croatia organisierte Demonstration fand am 25. Oktober 2008 im Namen von Handle with Care in der kroatischen Hauptstadt Zagreb statt.
Obwohl Kroatien kein Mitglied der Europäischen Union ist, stimmte es seine Gesetzgebung zum Transport lebender Tiere mit den EU-Bestimmungen ab und sieht sich bei deren Umsetzung folglich denselben Problemen gegenüber.
Zu der Demonstration kamen über 120 Teilnehmer und Freiwillige und sowohl kroatische als auch bosnische Medien berichteten über sie.
Nun werden Treffen mit dem Landwirtschaftsministerium stattfinden, bei denen sich Animal Friends Croatia für neue Bestimmungen mit kurzen Reisezeiten einsetzen wird.
Region: Naher Osten
Datum: Oktober 2008
Auf einer Konferenz in Kairo wurde in diesem Monat das Verhältnis vom Islam zum Tierschutz und zu Ferntransporten von Schlachttieren untersucht. Die Gespräche zeigten, dass letzteres grausames und unnötiges Geschäft zunehmend in den Brennpunkt gerückt wird.
Die zweitägige Konferenz zum Thema „islamische Prinzipien bei Tiertransporten und Schlachtung“ wurde von der ägyptischen Society of Animal Friends organisiert und durch die WSPA im Auftrag von Handle with Care unterstützt.
Bei der Konferenz gab es Vorträge und Seminare über Schlachthöfe, die Folgen von Transporten für die Tiere und die internationalen Richtlinien der World Organization for Animal Health (OIE) (deren eigene Konferenz in Ägypten auf diese folgte und dort einige der angesprochenen Themen wieder aufgriff).
Transportierte Tiere im Rampenlicht
Der Auftritt hochrangiger Redner bestätigte wie ernst das Thema in der Region mittlerweile genommen wird.
Zu ihnen zählten drei Scheichs der renommierten Al-Ahzar-Universität, der frühere ägyptische Mufti (der ehemaligen Schulbehörde des Landes) Professor Nasser Wasef, der jordanische Minister für religiöse Angelegenheiten und ihre königliche Hoheit Prinzessin Alia Al Hussein.
Die jordanische Prinzessin sagte: „Ich rufe die arabischen Länder dazu auf, eine Gesetzgebung einzuführen, die im Einklang mit der Barmherzigkeit des Islams steht. Der Islam verfechtet die Barmherzigkeit für Tiere vor und während der Schlachtung und verurteilt jegliche Grausamkeit.“
Ihre Aussagen griffen die Fatwa vom Großscheich der Al-Ahzar-Universität, Dr. Mohammed Sayed Tantawi, auf, aus der hervorging, das die Grausamkeit von Ferntransporten und schlechten Schlachtmethoden den Lehren des Korans widerspricht.
Gute Nachrichten für Tiere
Am Ende der Konferenz stimmten die Teilnehmer darin überein, dass die Lehren des Korans und die international verabschiedeten OIE-Richtlinien für Tiertransport und Schlachtung sich im Wesentlichen mit denselben Problemstellungen befassen. Das stellt für die Handle with Care-Kampagne eine solide Grundlage für ihre zukünftige Arbeit dar.
Die Teilnehmer stimmten zudem darin überein, dass es Alternativen zum Import der vielen Tiere gibt. Verschiedene Optionen werden in der Region bereits umgesetzt: die ägyptische Armee bezieht aus Gründen der Haltbarkeit z.B. vorzugsweise gefrorenes Fleisch.
Sofia Parente von WSPA erklärte: „Viele Länder in der Region importieren bereits gefrorenes und gekühltes Fleisch, z.B. aus Australien, und wir würden uns über einen vollständigen Übergang vom Transport lebender Tiere zu diesem Geschäft freuen.“
Der Importstopp von lebenden Tieren aus Syrien wegen einer Tierkrankheit wurde als ein weiterer Grund dafür angeführt, warum ein Festhalten am Import lebender Tiere wenig sinnvoll ist.
Einsatz für Mitgefühl
Das Ergebnis der Konferenz bestand schließlich in einer Art Empfehlung der Al-Ahzar-Universität – in Anbetracht der weit verbreiteten Tiermisshandlungen in vielen Ländern der islamischen Welt – dafür, dass die Bedingungen während der Tiertransporte, der Schlachtung und der Viehhaltung in Einklang mit den ursprünglichen Lehren des Korans gebracht werden, die sich für Mitgefühl einsetzen.
Zusammenfassend sagte Parente über die Konferenz: „WSPA ist über die Vielzahl der Stimmen erfreut, die sich gegen die Grausamkeit von Ferntransporten und schlechten Schlachtmethoden aussprechen, sowie darüber, dass zunehmend mögliche Alternativen erkannt werden.
Region: weltweit
Datum: Juli 2008
Wie viel öffentliche Unterstützung die Handle with Care-Kampagne mittlerweile erfährt, wurde bei den jüngsten Aktionen der Koalition deutlich, die ihren Schwerpunkt auf die Ferntransporte von Tieren aus Australien in den Nahen Osten und von einem Hafen in Brasilien in den Libanon legten.
Zehntausende setzen sich für einen Exportstopp lebender Tiere am brasilianischen Hafen ein
Im vergangenen Mai riefen wir alle Anhänger von Handle with Care und Tierliebhaber dazu auf, Emails an den Staatsanwalt des Bundesstaates Pará zu senden, damit dieser sich für einen Exportstopp lebender Tiere von einem der geschäftigsten Häfen Brasiliens einsetzt. Mehr als 30.000 Menschen kamen diesem Aufruf nach.
Emails, die das Vorhaben unterstützten, kamen aus Brasilien, Kanada, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Italien, wodurch deutlich wurde, dass es sich bei dem Export lebender Tiere aus dem Bundesstaat Pará um eine internationale Angelegenheit handelt. Unsere italienische Partnerorganisation LAV, konnte erfolgreich die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem lenken, indem es Aufnahmen von den transportierten brasilianischen Tieren ins nationale Fernsehen brachte.
Das brasilianische WSPA-Team wird in Kürze zusammen mit der dortigen Mitgliedsgesellschaft ASSCOMA tausende Briefe und Emails vorlegen und die Berichterstattung örtlicher Medien über das Überreichen der Korrespondenz dazu nutzen, die öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt auf diese Problematik zu lenken.
Die Handle with Care-Koalition und ihre Anhänger stellen den australischen Protest gegen Schaftransporte in den internationalen Fokus
Anschließend an die brasilianischen Protestaktionen stand Australien im internationalen Fokus und die zweiwöchige Aufmerksamkeit zeigte, wie stark das Vorhaben des schrittweisen Abschaffens grausamer Schaftransporte in den Nahen Osten international unterstützt wird.
Die bisherigen Aktionen:
Demonstrationen vor den australischen Botschaften im Vereinigten Königreich, Nepal und Ungarn mit dem Ziel auf das Leiden der transportierten Schafe aufmerksam zu machen; für Irland ist eine abschließende Demonstration geplant.
Bis Ende Juli läuft ein Aufruf, Emails an die australischen Botschaften im Vereinigten Königreich, den Niederlanden, den USA, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Frankreich, Italien und Spanien zu senden, um auf die grausamen und unnötigen Transporte aufmerksam zu machen. Im Ausland lebende Australier werden dazu angehalten, der australischen Botschaft an ihrem Wohnort zu schreiben. Bisher haben allein in den USA 10.000 Menschen eine Email oder einen Brief gesendet. Auch Sie können etwas bewegen, indem Sie mitmachen!
Protestbriefe von Mitgliedern der Koalition und ca. 20 WSPA-Mitgliedsorganisationen wurden an den australischen Premierminister und die Botschaften des Landes im Vereinigten Königreich, Kanada, den USA, den Niederlanden, Kolumbien, Italien, Irland, der tschechischen Republik, Frankreich, Nigeria, Kenia, Südafrika, Nepal, Korea, Indonesien, Mexiko, Venezuela, Peru, Ägypten und Bahrain gesendet.
Die Medienberichterstattung über die Kampagne in Italien, Nepal, Ungarn und Australien bezeugt das internationale Ausmaß dieser Kampagne für die australische Regierung.
Ein 15-minütiges Gespräch von Roberto Bennati von LAV mit dem italienischen Fernsehsender La Repubblica TV können Sie hier ansehen (das Gespräch beginnt in Minute 16).
Region: Europa
Datum: Juni 2008
Das spanische Unternehmen, dem die meisten Verstöße gegen bestehende Transportrichtlinien angelastet werden, stellte den Transport von Pferden ein, nachdem fünf unternehmenseigenen Fahrzeugen die Zulassung entzogen worden war und weitere Fahrzeuge von den Behörden angehalten und mit Bußgeldern belegt worden waren.
Das Unternehmen transportierte zu viele Tiere in einem Fahrzeug, benutzte LKWs ohne Einzelboxen und missachtete die vorgeschriebenen Ruhepausen. Solche Bedingungen bedeuten erheblichen Stress für die transportierten Pferde, die daraufhin am Ende der Reise wohlmöglich geschlachtet werden.
Region: Europa
Datum: Mai 2008
„Long Distance Transport and Welfare of Farm Animals“ – das Buch, das die wissenschaftliche Grundlage der Handle with Care-Kampagne bildet – wurde bei der 17. Generalversammlung der World Organisation for Animal Health (OIE) in Paris vorgestellt.
Der umfassendste und vollständigste wissenschaftliche Text über Ferntransporte und die Schlachtung von Tieren wurde den fast 100 anwesenden hochrangigen Tiermedizinern bei einem Empfang am 26. Mai 2008 vorgestellt.
An dem Empfang nahmen außerdem fast 250 Abgeordnete der Generalversammlung teil, unter ihnen der Generaldirektor des OIE und der stellvertretende Generaldirektor.
In seinem Vortrag am Folgetag des Empfangs stellte Peter Davis in seiner Funktion als Generaldirektor von Koalitionsmitglied WSPA der OIE-Generalversammlung die weltweite Transportkampagne der Handle with Care-Koalition vor.
Angaben zum Buch und das Bestellformular können Sie hier in englisch herunterladen (PDF 207KB) >>
Region: Europa/USA
Datum: Mai 2008
WSPA, Koalitionsmitglied von Handle with Care, zeigt sich enttäuscht darüber, dass versteckt gefilmte Aufnahmen, welche die grausame Wahrheit von Ferntransporten lebender Tiere zeigen, nicht auf der Konferenz der Animal Transportation Association (AATA) gezeigt wurden.
Die Aufnahmen wurden von der Konferenz ausgeschlossen, obwohl die WSPA ein Vollmitglied der AATA ist und die Untersuchung sachlich und fristgerecht vorgelegt wurde.
WSPA reichte die Aufnahmen, welche die Konferenzteilnehmer über die wirklichen Bedingungen für Tiere bei langen Transportwegen zum Schlachten aufklären sollten, als einen Teil ihrer angestrebten Ausstellung drei Monate vor der Konferenz, die vom 18.-21. Mai in Dresden stattfand, bei AATA ein.
Dennoch erhielten die Mitarbeiter von WSPA erst eine Woche vor Konferenzbeginn die Nachricht, dass ihr Material vom Programmkomitee, dem designierten Generaldirektor und dem amtierenden Generaldirektor überprüft und zurückgewiesen worden war, weil es sich ihrer Meinung nach nicht um ein wirklichkeitsgetreues Portrait der Branche handelte.
Nähere Informationen (in englischer Sprache) >>
Region: Naher Osten
Datum: Mai 2008
Dr. Mohammed Sayed Tantawy, der Großscheich einer der höchst angesehenen, islamischen Universitäten weltweit, der Al-Ahzar-Universität in Kairo, hat ein wichtiges Rechtsgutachten (Fatwa) über Ferntransporte und die Schlachtung von Tieren herausgegeben.
Region: Ozeanien
Datum: Mai 2008
Die australische Regierung hat kürzlich angekündigt, den Tierexport nach Ägypten wieder aufzunehmen. Vor zwei Jahren war der Handel eingestellt worden, nachdem die Bedingungen in den ägyptischen Schlachthäusern nach Ankunft der Tiere aufgezeigt worden waren.
Region: USA
Datum: März 2008
Eine hawaiische Supermarktkette überprüft ihren Beschaffungsweg von Schweinefleisch, nachdem sie von der Handle with Care-Kampagne auf die Transportbedingungen für die lebenden Schweine aufmerksam gemacht wurden.
Die Don-Quijote-Supermarktkette erklärte in einem Brief an die Handle with Care-Koalition, dass sie es in Betracht zöge, Schweinefleisch von importierten Tieren zukünftig nicht mehr in ihren Geschäftsstellen anzubieten. Das Unternehmen gab weiterhin an, vor dem Beginn der Kampagne im Februar 2008 nicht gewusst zu haben, dass das von ihnen verkaufte Schweinefleisch von Transporttieren stammte.
Die Koalition übt auch auf nationale Entscheidungsträger Druck aus. Im Juli 2007 starben auf dem Weg von Kanada nach Hawaii 85 Schweine wegen Überhitzung, was auf nahezu 13 Prozent aller auf dieser Reiseroute transportierten Tiere zutrifft. Diese alarmierende Zahl bewegte die Mitglieder und Partner der Handle with Care-Koalition in Nordamerika dazu, einen Beschwerdebrief an das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) und die kanadischen Behörden zu senden.
Region: Europa, Nordamerika und Südamerika
Datum: 13. Februar 2008
Weltweite Medienauftritte zum Kampagnenauftakt von Handle with Care führen zu verstärkter Medienpräsenz.
Dänemark
WSPA Dänemark und Dyrens Beskyttelse (die dänische Tierschutzgesellschaft) sorgen für eine ausgezeichnete Medienberichterstattung.
Die Kampagne veranlasste Kresten Touborg, Abgeordneter des dänischen Parlaments, dazu, den dänischen Justizminister Lene Espersen zu einer Beratung im Europäischen Ausschuss des dänischen Parlaments aufzurufen. Als verantwortliche Ministerin wird Lene Espersen erklären müssen, was die dänische Regierung zu tun beabsichtigt, um Langstreckentransporte abzuschaffen.
Der dänische Europa-Abgeordnete Dan Joergensen reagierte darauf mit einem eigens an Markos Kyprianou adressierten Brief, in dem er ihn dazu auffordert, sofort zu handeln, um die Ferntransporte abzuschaffen.
Italien
Die führende italienische Tierschutzorganisation LAV begann die Kampagne am 12. Februar mit einer nationalen Auftaktveranstaltung in Rom und führte den Auftakt am 13. Februar mit regionalen Veranstaltungen in Verona, Veneto, Puglia und Mailand – den vier Regionen, in denen die meisten Pferde in Italien importiert werden – fort.
Die Aufmerksamkeit in den Medien war erheblich und reichte von Berichten in einigen der wichtigsten Tageszeitungen, im Radio und den nationalen Fernsehnachrichten bis zu einer Unterstützungsbekundung der italienischen Europa-Abgeordneten Cristina Muscardi und anderen italienischen Parlamentsabgeordneten.
In einem Treffen von LAV mit dem stellvertretenden Gesundheitsminister (der für die Umsetzung der Gesetze zum Tiertransport zuständige Minister in Italien) am Tag nach dem Kampagnenstart, sandte der stellvertretende Minister persönlich eine Mitteilung an den Gesundheitsminister und forderte eine striktere Umsetzung, Grenzkontrollen sowie eine intensive, landesweite Kontrollphase im April. Außerdem werden in Folge des Kampagnenstarts nun die Behörden in Puglia und anderen italienischen Regionen, die für die Umsetzung der Gesetze zuständig sind, weiterbildend geschult.
Spanien
Die spanische Tierschutzorganisation ANDA startete die Kampagne in Spanien mit zwei Pressekonferenzen in Madrid und Barcelona.
Infolge der Berichterstattung in den Medien in Galizien lud das galizische Landwirtschaftsministerium ANDA zu einem Treffen ein, um über den Transport von Pferden zu sprechen.
Das Ministerium wird nun selbst untersuchen, ob einige Unternehmen Pferde unter gesetzeswidrigen Bedingungen transportieren, und versprach straffälligen Unternehmen die Lizenz zu entziehen.
Kanada
Eine landesweite Presseerklärung wurde am 11. Februar veröffentlicht, auf die eine Pressekonferenz in Alberta folgte.
Infolge der von WSPA Kanada losgetretenen Medienberichterstattung gab der kanadische Landwirtschaftsminister bekannt, dass die kanadische Regierung Änderungen vorschlagen wird, die zu einem Exportverbot von lebenden Tieren führten, wenn die Transportbedingungen an irgendeiner Stelle der Transportroute nicht dem kanadischen Standard entsprachen.
USA
Die US-amerikanischen Mitglieder der Handle with Care-Koalition verbanden Pressekonferenzen in Boston und Hawaii mit Zeitungsanzeigen in Hawaii und Kansas City, wo ein Branchentreffen der Fleischindustrie mit dem Themenschwerpunkt Transport stattfand.
Die Teilnehmer des Fleischindustrie-Verbandes folgerten, dass neue Transportrichtlinien erlassen werden müssen, was in den USA eine positive Entwicklung darstellt.
Brasilien
Der brasilianische Auftakt der internationalen Handle with Care-Kampagne wurde von der brasilianischen Prominenten Betty Gofman mit einer Nachricht auf YouTube begangen.
Wie bereits im November berichtet (siehe unten) ist der Handel von lebenden Tieren in Belém weiterhin durch den Staatsanwalt des Bundesstaates Pará wegen gesundheitlichen und hygienischen Bedenken aufgehoben, obwohl der Export lebender Tiere von anderen brasilianischen Häfen aus weiterhin läuft.
Einen der brasilianischen Fernsehberichte können Sie hier anschauen:
http://bandnewstv.com.br/
Region: Europa
Datum: 12. Februar 2008
In einem der typischen roten Londoner Busse begann am 12. Februar der Auftakt der Handle with Care-Kampagne auf den Londoner Trafalgar Square.
Im Bus wurden in einem eigens dafür eingerichteten kleinen Kino verdeckt gefilmte Aufnahmen des grausamen Handels gezeigt, während Freiwillige von CIWF, ILPH, RSPCA und WSPA den ganzen Tag über Unterschriften sammelten. Die prominenten Unterstützer der Kampagne Jenny Seagrove und Andrew Sachs kamen zum Bus und gaben Interviews.
Über den weltweiten Kampagnenauftakt in London wurde am darauf folgenden Tag auf den Titelseiten der einflussreichsten britischen Zeitungen geschrieben.
Region: Ozeanien
Datum: Februar 2008
Die Entscheidung des Amtsgerichtes in Perth, dass die Exportindustrie mit lebenden Tieren grausam ist, stellt eine weitere wichtige Etappe im Kampf gegen den Export lebender Tiere in Australien dar.
Wissenschaftliche Untersuchungen, die von der Handle with Care-Koalition vorgelegt wurden, zeigen, dass der Transport lebender Tiere zum Schlachten grausam ist, und wir sind erfreut darüber, dass diese Ansicht nun offiziell durch das Gericht bestätigt wurde.
Die Amtsrichterin von Perth, Catherine Crawford, entschied gegen den Chef von Emmanuel Exports Pty Ltd, dem größten Schafexporteur in West-Australien, gegen den Anklage auf Grausamkeit erhoben worden war. Trotz der ausreichenden Beweislage für Grausamkeit und Leiden musste die Amtsrichterin die Angeklagten wegen formalen Fehlern freisprechen.
Jedes Jahr sendet Australien im Rahmen dieses grausamen und unnötigen Handels mehr als vier Millionen Schafe zum Schlachten in den Nahen Osten. Australien exportiert bereits gefrorenes und gekühltes Fleisch an all die Länder, die auch mit lebenden Tieren beliefert werden. Außerdem exportieren Halal-zertifizierte Schlachthöfe Halal-Fleisch in den Nahen Osten.
Region: weltweit
Datum: Februar 2008
„Der Ferntransport vieler Tiere in einer modernen, global vernetzten Welt stellt eine große Gefahrenquelle für die Verbreitung von Infektionen wie der Vogelgrippe dar.“
Dies ist eines der wichtigsten Fazite eines neuen Berichts, der von der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) vorgelegt wurde.
In dem Bericht, der jüngste Hieb auf den grausamen und unnötigen Handel mit lebenden Tieren, wird folgendermaßen argumentiert: „Aufgrund von Krankheiten wie BSE oder der Vogelgrippe und Gesundheitsrisiken durch Bakterien wie Salmonellen und E. coli befassen sich die Menschen zunehmend mit den Themen Tierschutz und Tiergesundheit sowie den Vorteilen von ökologischer Tierhaltung.“
Region: Europa
Datum: Februar 2008
Auf Beschwerden der Handle with Care-Koalition antwortend, bestätigte die Europäische Kommission, dass die Bedingungen unter denen Pferde von Spanien nach Italien zum Schlachten transportiert werden, illegal sind.
Die Pferde sind in Einzelboxen zu transportieren, doch die Beweise, die durch die Tierschützer der Animal Angels vorgebracht wurden, zeigten, dass dem Gesetz nicht entsprochen wird oder dass ungeeignete Matten und Seile dazu genutzt werden, um die Tiere einer großen Gruppe voneinander abzutrennen. Dies wird in den von Handle with Care vorgelegten Filmaufnahmen über den Pferdehandel zwischen Spanien und Italien ersichtlich.
In einem Schreiben an Handle with Care bestätigte die Europäische Kommission, dass „die Abgrenzung stabil genug sein muss, um die Pferde in ihrer jeweiligen Box zu halten. Die Konstruktionen müssen starr sein, weil sie das Gewicht der Tiere auffangen müssen können... um Verletzungen oder Schmerzen zu verhindern. Folgerichtig... Abgrenzungen mit Gummimatten, Ketten und Seilen scheinen nicht absichern zu können, dass die Zielsetzung der Richtlinien erreicht wird.“
Vertreter der Handle with Care-Koalition kommen nun im Februar mit der Europäischen Kommission zusammen, um über eine striktere Umsetzung der Gesetze zu diskutieren.
Region: Ozeanien
Datum: Januar 2008
Mit dem Ausfuhrverbot 2007 (lebende Tiere und Schlachttiere) verschärfte die neuseeländische Regierung zu Jahresende die Exportsperre lebender, zum Schlachten bestimmter Tiere.
In den vergangenen Jahren exportierte Neuseeland keine Schlachttiere und die Regierung befasste sich mit einem möglichen formalen Verbot (das für März 2008 erwartet wird). Stattdessen trat nun am Ende des vergangenen Jahres das Ausfuhrverbot in Kraft.
Obwohl es sich nicht um ein Pauschalverbot handelt, verbietet der Erlass ausdrücklich alle Exporte von lebenden Schlachttieren, es sei denn der Generaldirektor der Forst- und Landwirtschaftsbehörde erteilt eine Sondergenehmigung, über die fallweise entschieden wird.
Das ausdrückliche Verbot per Gesetz folgt demnach der Ansicht des neuseeländischen Tierarztverbandes, dass es am besten ist, die Tiere so nah wie möglich an ihrem Betrieb zu schlachten.
Region: Nordamerika
Datum: Januar 2007
Forscher, die für die Handle with Care-Koalition in Kanada, Kalifornien und Hawaii arbeiten, haben Beweismaterial für Tiermisshandlungen an die zuständigen Bundesbehörden gesandt, damit dort weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden.
Aufgrund der Filmaufnahmen von Handle with Care wurde die US-Landwirtschaftsbehörde (USDA) dazu angehalten, ein kalifornisches Unternehmen für den Transport lebender Tiere zu überprüfen, um möglicherweise zu bestätigen, dass das 28-Stunden-Gesetz beim Schweinetransport von Kanada nach Hawaii nicht eingehalten wird. Das Gesetz schreibt vor, dass die Tiere alle 28 Stunden für eine Ruhepause abgeladen werden müssen und mit Wasser und Nahrung versorgt werden sollen.
Auch die Bedingungen des größten hawaiischen Schlachthauses wurden dem USDA gemeldet und Einzelheiten über den grausamen Handel wurden der kanadischen Regierung vorgelegt.
Region: Europa
Datum: Januar 2007
Tierärzte von RSPCA und der International League for the Protection of Horses (ILPH), beides Mitgliedsorganisationen der Handle with Care-Koalition, begleiteten die Polizei während einer Razzia in einen britischen Betrieb, wo die Tiere unter entsetzlich grausamen Bedingungen gehalten wurden.
Der Export von lebenden Schlachtpferden ist in Großbritannien verboten, das Pferdefleisch des Betriebes sollte jedoch als Nahrungsmittel auf das europäische Festland verkauft werden. Kontrolleure fanden 32 tote Pferde, Ponys und Esel in dem Horror-Betrieb, der einen der schlimmsten Fälle von Tiermisshandlung in Großbritannien darstellt.
Insgesamt wurden 111 Pferde, Ponys und Esel in Sicherheit gebracht und werden nun vom ILPH, dem Redwings Pferdeheim und der RSPCA versorgt.
Region: Naher Osten
Datum: Dezember 2007
Ein informelles Netzwerk von 25 Wohltätigkeitsorganisationen im Nahen Osten und Nordafrika haben die Regierungen in ihren Regionen dazu aufgerufen, auf Alternativen zum grausamen und unnötigen Ferntransport lebender Schlachttiere hinzuarbeiten.
Bei einer Tierschutzkonferenz im ägyptischen Kairo riefen die Teilnehmer außerdem die islamischen Behörden dazu auf, die islamischen Lehren auch auf den Umgang mit Tieren anzuwenden.
Region: Europa
Datum: Dezember 2007
Im Zuge ihrer Ermittlungen zum Überziehen von Transportzeiten und dem Überladen der LKWs hat die deutsche Polizei einen zweiten, mit Schweinen beladenen LKW aus dem Verkehr gezogen.
Im Sommer war bereits ein anderer LKW angehalten worden, als Autofahrer meldeten, wie Blut aus dem Fahrzeug lief.
Region: Südamerika
Datum: November 2007
Der für die Umwelt zuständige Staatsanwalt im Bundesstaat Pará im Norden Brasiliens setzte den Export von lebenden Tieren aus dem Hafen von Belém wegen eines bestehenden Umweltrisikos und dem üblen Gestank, der über dem Touristenviertel der Stadt hing, gerichtlich aus.
Die Tiere werden unter grausamen Bedingungen mit dem Schiff von Belém in den Libanon und nach Venezuela exportiert. Im November trafen sich Vertreter der Handle with Care-Koalition mit dem Staatsanwalt Benedito Wilson Sá, um ihre Unterstützung während der kommenden Anhörungen zu signalisieren.
Region: Südamerika
Datum: November 2007
Am 5. November 2007 sank die DM Spiridon – ein libanesisches Transportschiff für lebende Tiere – teilweise im Hafen des venezolanischen Cabello, während es darauf wartete, das geladene brasilianische Vieh zu entladen.
1750 Kühe im Wert von über 850.000 Euro ertranken, als Wasser in das Schiff lief. Tagelang verseuchten die Tierkadaver die Strände und Küstengebiete des Golfo Triste.