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Pelzfrei: ein Leitfaden für Verbraucher

gesunde Kaninchen leben in geeigneter, offener Umgebung

Jedes Jahr ist die Pelzindustrie für den Tod und das Leiden von mehr als 100 Millionen Tieren verantwortlich. Zu den Tieren, die für unnötige Luxusartikel sterben müssen, zählen Kaninchen, Füchse, Nerze, Waschbären, Robben, Wölfe, Kojoten, Eichhörnchen, Katzen und Hunde.
85 Prozent der Tiere, die zur Herstellung von Pelzwaren dienen, werden kommerziell gehalten. Dank der kleinen, kargen Käfige mit Drahtgitterböden, die häufig Verletzungen verursachen, sind die Produktionskosten gering und die Erträge hoch.

Doch jedes Tier zahlt dafür den Preis: ein stressiges Leben ohne grundlegendes natürliches Verhalten – rennen, spielen, graben oder selbst nur das Aufhalten im Tageslicht.

Die meisten Pelztiere werden für ihr erstes Winterfell getötet, wenn sie ca. acht Monate alt sind. Hochwertige Pelzprodukte zeugen also nicht von einem glücklichen Tierleben sondern vielmehr davon, dass die Tiere ihr erstes dreckiges und verfilztes Fell kurz vor dem Tod abwerfen.

Nicht zuletzt müssen die Tiere grausame Schlachtmethoden erleiden, wie bspw. das Töten durch Stromschlag oder das Enthäuten bei lebendigem Leib. So bleibt zwar das Fell erhalten, aber stattdessen werden Schmerzen erzeugt.
Um diese Grausamkeit einer ganzen Branche zu bekämpfen, unterstützt WSPA den weltweit größten Zusammenschluss gegen Pelz: die Fur Free Alliance. Und das können Sie tun:

 

Pelzbesatz: so bedenklich wie ein ganzer Mantel

In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Mode wieder zunehmend Pelze eingesetzt. Das zeigt, dass die Verbraucher die Herstellung von Pelzen stoppen können – die Branche wächst und schrumpft entsprechend der Nachfrage.
Denken Sie über die folgende Aussage nach und geben sie diese an ihre Freunde und Familie weiter:

  • Es gibt keinen „moralisch vertretbaren“ oder „ökologischen“ Pelz.

Dank des „Origin Assured“ Labels des internationalen Pelzhandelsverbands soll die Pelztierhaltung ein stärkeres Ansehen erhalten. Aber die geringen Import- und Kennzeichnungsvorschriften für dieses internationale Handelsgut bedeuten, dass in Wirklichkeit nicht zu ermitteln ist, wo die Pelzwaren herstammen. Selbst wenn „moralisch vertretbare Pelzfarmen“ existierten, wäre das noch immer keine Garantie dafür, dass die Verbrauchsgüter tatsächlich dort hergestellt wurden.

Dieser Tierschutzmythos wurde 2008 und 2009 bei Nachforschungen in norwegischen Pelzfarmen aufgedeckt, die zeigten, dass selbst ein stark entwickeltes Land, das behauptet „moralisch vertretbaren Pelz“ herzustellen, die Tiere unter schockierenden Bedingungen hält.
Auch der „ökologische“ Pelz ist nichts anderes als ein Marketingtrick: Die Tiere stammen aus der kommerziellen Haltung, die hohe Mengen von Tierabfällen produziert, und die Felle werden unter Einsatz umweltverschmutzender, giftiger Chemikalien verarbeitet. Die moderne Pelzproduktion erfolgt zu Kosten der Umwelt.

  • Pelzbesatz ist genauso bedenklich wie ein ganzer Pelzmantel

Die Mehrzahl aller getöteten Pelztiere wird zu Pelzbesatz verarbeitet. Dabei handelt es sich um einen Bereich der Pelzbranche, der mehrere Milliarden US-Dollar jährlich wert ist. Zum Teil erleiden diese Tiere sogar schlimmere Quälereien als die Tiere, die zur Herstellung von Mänteln dienen. Da nur kleinere Pelzstücke benötigt werden, wird noch weniger darauf geachtet, entstellende Verletzungen oder Krankheiten zu verhindern – Pelze schlechter Qualität werden schlicht entsorgt.

  • Auch „Wilde“ Pelze sind grausam

Die Pelztierhaltung ist absichtlich grausam. Doch auch die Schlingen und Fallen, die Knochen zertrümmern können, bedeuten keinen schnellen und schmerzfreien Tod für die in der Wildnis gefangenen Tiere.

Sie schnappen ohne Rücksicht auf die jeweilige Tierart zu und manche Fallen wurden von tierärztlichen Verbänden bereits als unmenschlich bezeichnet.

 

Fünf Schritte zum Schutz der Tiere vor dem Pelzhandel

  • Meiden Sie alle Pelzprodukte: Labels können irreführend sein! Hunde- oder Katzenpelz wird gemeinhin als „Vintage“ oder „unecht“ gekennzeichnet, um die Kunden zu überzeugen. Tipps, um echtes Fell zu meiden >> (nutzen Sie auf dieser Seite oben links die Übersetzungsmöglichkeit)

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Lieblingsgeschäft keinen Pelz anbietet: Sie gehen mit gutem Beispiel voran, wenn Sie ausschließlich Geschäfte mit dem „Fur Free Fox“-Logo besuchen. Sollte Ihr Lieblingsgeschäft noch nicht auf der Liste der gekennzeichneten Händler stehen, dann schlagen Sie doch vor, sich anzuschließen!

  • Design Against FurStimmen Sie ab oder nehmen Sie teil: Dieser jährliche Wettbewerb ruft die Studenten weltweit dazu auf, Kunst zu schaffen, die auf die Grausamkeit des Pelzhandels aufmerksam macht.

  • Erfahren Sie mehr: Um weitere Informationen über die Pelztierhaltung und eine Anleitung zur Unterscheidung von echtem und unechtem Pelz zu erhalten, besuchen Sie die Website der Fur Free Alliance >>

  • Wohnen Sie in den USA? Unterschreiben Sie den Aufruf zu Pelzfreiheit und senden Sie ihn an die Humane Society of the United States: Ihre Unterstützung hilft beim Kampf gegen die Pelzindustrie.

  • Öffentliche Petition: Tierschutz - Ausweitung des EU-Importverbots auf alle chinesischen Pelztiere. Frist: 26.03.2010. Mehr Informationen unter ePetitionen Deutscher Bundentag >> 

 

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