Tierschutz als wichtiges Thema für Entwicklungsländer

Nov 20, 2008

Der Zusammenhang zwischen dem Tierschutz und der menschlichen Existenzgrundlage ist in den G77 Ländern von entscheidener Bedeutung. Diese Tiere gehören zu einer Familie in Bangladesch.

Letzte Woche kam die G77 zu einer Beratungsrunde zum Thema Tierschutz zusammen, die zum ersten Mal auf Botschafter-Ebene stattfand. Die G77 ist ein loser Zusammenschluss von Staaten der Dritten Welt, die auch bei den Vereinten Nationen vertreten sind. Thema des Treffens war der Tierschutz und wie er sich auf die Lebensgrundlage der Menschen auswirkt. Die WSPA hatte bei der Diskussionsrunde eine beratende Funktion.

„Die Bedeutung des Tierschutzes für die G77 ist eindeutig: von den eine Milliarden ärmsten Menschen in der Welt sind mehr als 750 Millionen gänzlich von ihren Tieren abhängig. Die meisten dieser armen Menschen leben in einem der G77-Länder”, sagte Peter Davies, Generaldirektor der WSPA.

Dies war die bisher höchste Diskussion über das Thema Tierschutz im New Yorker UN-Headquarter. Das zeigt auch, dass der Tierschutz einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt und weltweite Beachtung findet.

Die WSPA arbeitet mit einem Vertreter des brasilianischen Ministeriums für Landwirtschaft zusammen. Damit hebt sie hervor, welch wesentlicher Bestandteil der Tierschutz für die UN-eigenen Entwicklungsziele ist, einschließlich ihrer ökologischen und humanitären Agenda.

 

Tierschutz: kein westlicher Luxus

Der Schutz von Tieren hat viele positive Effekte für Entwicklungsländer.
Seine Exzellenz Mario Castellón, der Repräsentant Nicaraguas, sprach über die große Abhängigkeit der Menschen von ihren Tieren. Besonders stark wären Entwicklungsländer mit großer ländlicher Bevölkerung betroffen, sagte er.

 „Die Menschen brauchen die Tiere für ihre Arbeit in der Landwirtschaft, sie brauchen sie als Transport- oder Nahrungsmittel. Gesunde Tiere werden dazu führen, dass die Entwicklung in den ländlichen Gebieten voranschreitet, was wiederum auch Auswirkungen auf die Städte hat“, so Castellón.

Dies wurde auch von Dr. Andrea Parrilla bestätigt, Leiterin der Tierschutz-Kommission des Ministeriums für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung in Brasilien. Sie hob hervor, dass einfache und günstige Änderungen der landwirtschaftlichen Systeme sowohl zu besseren Bedingungen für die Tiere führen als auch die Produktivität steigern würden, was sich auf die Bevölkerung und die Wirtschaft positiv auswirken würde.

 

Tiere sind wichtig

Die Beratungsrunde war für die WSPA von großer Bedeutung, denn sie unterstützt die Forderung der UN nach einer Allgemeinen Erklärung zum Tierschutz (UDAW). Die UDAW ist eine Abmachung zwischen den Nationen, dass Tiere fühlende und leidende Wesen sind. Sie verlangt, dass der Tierschutz definiert und akzeptiert werden und die Tierquälerei ein Ende haben muss.

"Die UDAW stellt eine einheitliche Grundlage dar, auf deren Basis die Regierungen nachhaltige, tierschutzfreundliche Entwicklungsstrategien einführen können“, sagte Larry Roeder, Leiter der UN-Angelegenheiten bei der WSPA.

Bis heute haben Kambodscha, die Fidschi-Inseln, Neuseeland, die Seychellen und Schweden offiziell den Grundsätzen der Erklärung zugestimmt. Unsere Hoffnung ist es nun, dass die G77-Staaten ihrem Beispiel folgen und ebenfalls beitreten werden.

 

Aufruf für ein Ende der Tierquälerei

Für ein weltweites Problem braucht man eine weltweite Lösung. Bitte beteiligen Sie sich an der Kampagne zur UN-Deklaration zum Tierschutz – die erste internationale Vereinbarung, die die Regierungen darin bestärkt, ihre Tierschutzgesetze zu verbessern und die Tiere vor Grausamkeit zu schützen. 

Werden Sie aktiv und setzen Sie sich für die internationale Anerkennung des Tierschutzes ein >>

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