Aug 13, 2008

Schon zum wiederholten Male hat die BRC erfolgreich mit lokalen Netzwerken der WSPA zusammengearbeitet.
Eine entscheidende Rolle spielte hier ein Netzwerk von Großgrundbesitzern, das früher selbst Bärenkämpfe organisiert hat. Die Großgrundbesitzer konnten aber überzeugt werden, ihre grausame Tätigkeit aufzugeben und jetzt unser Projekt zu unterstützen.
Die Rettung
Kurz nachdem BRC und das Wildlife Department von Punjab es geschafft hatten, einen Bärenkampf zu verhindern, erhielten Mitarbeiter des BRC-Teams die Nachricht, dass vier weitere Bären in der Nachbarschaft gefangen gehalten werden. Auch sie wurden auf Bärenkämpfe vorbereitet.
In Pakistan sind diese Kämpfe noch immer ein beliebtes Wettvergnügen. Auf Aggressivität gezüchtete Hunde werden dabei auf Bären ohne Zähne und Krallen gehetzt, die sich nicht wehren können.
Mit Hilfe einflussreicher lokaler Größen – Saad Ahmed Niazi, Jan Ahmed Ali und Mian Ajmal – konnte das BRC-Team die Bärenbesitzer davon überzeugen, ihnen die Tiere zu übergeben. Damit sie sich eine neue Existenz aufbauen können, erhielten sie Unterstützung, wie zum Beispiel eine Motorrad-Rikscha, mit der sie sich ein stabiles Einkommen sichern können.
„Dieser kürzlich erzielte Erfolg des BRC gemeinsam mit dem lokalen Netzwerk und dem Programm zum Aufbau alternativer Existenzen zeigt, dass es nicht nur möglich ist, erfolgreich gegen Bärenkämpfe vorzugehen, sondern auch gleichzeitig Bären zu retten“, sagt Jan Schmidt-Burbach, Tierarzt beim WSPA-Wildtierprogramm.

Zum Zeitpunkt ihrer Befreiung waren die drei asiatischen Schwarzbären und der Braunbär in einem bedauernswerten gesundheitlichen Zustand. Sofort nach ihrer Freilassung wurden sie in das WSPA-Bärenschutzzentrum im Khund Park gebracht, wo sie von Tierarzt Dr. Nasir behandelt wurden. Dort können sich die vier jetzt erholen und die gesunde Ernährung und ihr neues Zuhause genießen.