WSPA-Bericht macht auf die ökologischen Folgen der Massentierhaltung aufmerksam

Nov 28, 2008

Eating our Future zeigt versteckte Kosten von intensiver Massentierhaltung auf

Die WSPA veröffentlicht in ihrem neuen Bericht Eating our Future (Wir essen unsere Zukunft): Die ökologischen Auswirkungen der industriellen Tierwirtschaft, welchen Einfluss die Massentierhaltung auf die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen hat, sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern.

Der Bericht  stellt dar, wie derzeitige Methoden der industriellen Landwirtschaft den weltweiten Ressourcen schaden. Die Massentierhaltung ist nicht nur eine große Gefährdung für den Tierschutz. Schaut man sich die verhältnismäßig kleine Menge an Getreide, Wasser und Boden an, die den ärmsten Menschen der Welt zur Verfügung steht, werden die Auswirkungen deutlich. 

Eating our Future unterstreicht die Dringlichkeit, eine weitere Ausweitung der Massentierhaltung zu verhindern und ihr entgegenzuwirken. Der Bericht ist ein Appell an die Öffentlichkeit, zu reagieren und aktiv zu werden. Die Verbraucher können ihren Fleischverbrauch verringern und auf  "Qualität statt Quantität" achten.

Laden Sie den gesamten Bericht Eating our Future (Englisch) herunter (1,5 MB).>>

 

Die Kosten der Grausamkeit

Die Wälder werden für Getreidefelder gerodet, die für die Fütterung der Tiere benötigt werden. Der verwendete Dünger, der Stickstoff und Phosphor enthält, führt zu Wasserverschmutzung.

Alle Folgen intensiver Tierhaltung – die an sich die größten Ursachen für das Leiden der Tiere auf unserem Planeten sind  – tragen dazu bei, dass sich die Produktion von Treibhausgasen erhöht, was wiederum zu Klimaveränderungen führt.

"Die derzeitigen Trends in der Tierhaltung sind auf Dauer nicht tragbar. Die (versteckten) Kosten der heutigen Massentierhaltung sind weitaus größer als der Planet es sich je leisten kann", sagt der Autor des Berichts, Dr. Michael Appleby.

Ist unser Konsum außer Kontrolle?

Als Verbraucher nehmen wir eine Schlüsselrolle beim Schutz der weltweiten Ressourcen ein.

Wenn wir bedacht und nachhaltig Tierprodukte zu uns nehmen, ist das eine deutliche Botschaft  an Hersteller und Einzelhändler: Wir sorgen uns um den wahren Wert unserer Lebensmittel, um die Tiere und um die Umwelt.

Würde eine Bevölkerung von der Größe Nordamerikas nur einen Tag lang das Fleisch in ihrer Mahlzeit durch pflanzliche Lebensmittel ersetzen, so würde dies mehr als 200.000 Tonnen essbares Getreide sichern.

Diese Menge an Lebensmitteln würde mindestens sechs Monate lang für die zwei Millionen vertriebenen Menschen ausreichen, die im Kongo leben und diese dringend benötigen. Außerdem würde der vermiedene Ausstoß von Kohlenstoff  größer sein als der Verbrauch, der sich aus dem Lufttransport der Lebensmittel von den USA nach Afrika ergibt.

Finden Sie heraus, wie Sie jeden Tag beim Einkauf und beim Essen die Tiere und unsere Zukunft schützen können  >>

 

Eine Herausforderung für die Zukunft

Eating our Future stellt wissenschaftliche Argumente in den Vordergrund, die aufzeigen, warum die derzeitige Nahrungsmittelproduktion umzustellen ist. Der Bericht zeigt die Notwendigkeit für mehr Forschung auf, um den weltweiten Fleischverbrauch zu verringern, ohne dass arme oder unterernährte Menschen darunter leiden müssten.

Mit diesem Bericht fordert die WSPA Regierungen, übergreifende zwischenstaatliche Organisationen, sowie Lieferanten aus dem Agrar- und Lebensmitteleinzelhandel auf, zu handeln.

Lesen Sie mehr über die Arbeit der WSPA zu landwirtschaftlichen Nutztieren >>

 

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