G8-Gipfel – Welttierschutzgesellschaft WSPA

Jul 6, 2008

In Anbetracht des bevorstehenden G8-Gipfels und der damit einhergehenden Debatte um die Bekämpfung der Armut in den sogenannten Entwicklungsländern macht die World Society for the Protection of Animals (WSPA) auf die Ergebnisse einer Studie aufmerksam:

Die Untersuchung „INDUSTRIAL ANIMAL AGRICULTURE – PART OF THE POVERTY PROBLEM“ kommt zu dem Schluss, dass durch die Förderung der industriellen Massentierhaltung die Verarmung – insbesondere der ländlichen Bevölkerung – zugenommen hat. Dazu der Ernährungs- und Landwirtschaftsexperte Colin Tudge in seinem Kommentar: „Die WSPA hat in moralischer und politischer Hinsicht einen überzeugenden Bericht veröffentlicht, indem die Konsequenzen der industriellen Farmproduktion für die wachsende Nahrungsmittelkrise eingehend beleuchtet werden“.

Industrialisierte Tierproduktion unterstützt globale Verarmung

Einerseits dränge Massentierhaltung Millionen Menschen in unwiderrufliche Arbeitslosigkeit. Diese gilt als Hauptursache für die akute Armut weiter Teile der Weltbevölkerung und wirkt zerstörend für Leben, Gesellschaft und Landschaft. Wirtschaftliche und nationale Interessen förderten das Aufkommen von Massentierhaltung und nützen eher dem Status Quo der Wirtschaftsnationen. Hunger- und Armutsbekämpfung beginnt bei dem Schutz der Tiere. Denn industrielle Massentierhaltung hat verheerende Auswirkungen für Familien, mittelständische Bauern und Landgemeinden und stellt eine Bedrohung der Nachhaltigkeit der Landbevölkerung als auch der traditionellen Nahrungsproduktionssysteme dar. Zudem streben Besitzer industrieller Tierfarmen die Minimierung ihrer Kosten an und stellen weniger Arbeiter ein.

Umdenken notwendig

Aus der Studie geht weiterhin hervor, dass es effektiver wäre, mehr essbares Getreide zu produzieren, um den Hunger der Menschen direkt mildern zu können. Der Welternährungsrat der UN schätzt, dass allein die Verlagerung von 10 bis 15 Prozent von Getreide aus dem Futtermittelbestand ausreichen würde, um den aktuellen Ernährungsbedarf der Weltbevölkerung abzudecken.

 

Hier können Sie den Englischen Bericht als PDF runterladen.

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print

Connect with WSPA on:

FacebookTwitterYouTubeFlickr

Fordern Sie mehr Schutz für Nutztiere

Unterstützen Sie die WSPA bei ihrer Forderung nach einem Ende grausamer Nutztierhaltung.

Hühner in Legebatterien, sie teilen sich eine winzige Fläche