Beteiligen Sie sich am 3. September am „Japan Dolphin Day“ in Berlin

Sep 1, 2008

Protestieren Sie vor der japanischen Botschaft in Berlin gegen die Schlachtung der Delphine. Nehmen Sie an diesem wichtigen Ereignis teil und bekennen Sie Farbe. Tragen Sie ein rotes T-Shirt.

Am 3. September 2008 wird das Wal-und Delfinschutz-Forum (WDSF) vor der japanischen Botschaft in Berlin (Hiroshimastraße) zwischen 13 und 15 Uhr protestieren. Warum?

 

Japan fängt und schlachtet Tausende Delphine

Diese werden entweder für Delphinshows in Aquarien und Vergnügungsparks eingesetzt oder qualvoll geschlachtet. Sie enden als Düngemittel, Tierfutter oder Dosenfleisch auf dem japanischen Markt.

Im Oktober beginnt die neue Jagdsaison. Wieder drohen Tausende Delphine der Verfolgung zum Opfer zu fallen. Es sei denn, die japanische Regierung lenkt ein.

 

Weltweite Aufmerksamkeit

Mehr als 20.000 Delphine, Wale und Tümmler werden jedes Jahr in japanischen Gewässern getötet. Die WSPA bezieht Stellung und wird entsprechende Protestschreiben unterzeichnen. Diese werden den japanischen Botschaften am 3. September 2008 vorgelegt.

An diesem Protesttag werden WSPA-Mitarbeiter und deren Unterstützer auch in den Niederlanden, Großbritannien und den USA friedliche Proteste vor japanischen Botschaften und Konsulaten veranstalten.

Mit dem „Japan Dolphin Day“ soll auf die undurchsichtigen und gewaltsamen Jagden in japanischen Gewässern aufmerksam gemacht werden. Außerdem geht es um die Überzeugung der Behörden, dass eine Änderung der Politik dringend erforderlich ist.

Allein 3.000 Delfine und Tümmler werden jedes Jahr in „blutigen Fahrten“ gejagt. Dabei werden sie auf offener See eingekreist und mit Motorbooten in kleine Küstenbuchten getrieben. Dort schlachtet man sie wegen ihres Fleisches.

Außerdem werden jährlich ca. 17.000 weitere Meeressäuger, wie Delphine und Wale, auf offener See mit Handharpunen erstochen.

Dies geschieht mit Zustimmung der japanischen Regierung und weitgehend unbemerkt von den Einwohnern des Landes.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Schlachtungsmethoden für die intelligenten und sozialen Tiere großes Leid bedeuten. Die alljährliche Schlachtung der Säuger ist zudem die größte Jagd auf Tiere weltweit.

 

Das zweite Geschäft – als Publikumsmagnet in Gefangenschaft

Nicht nur ihr Fleisch ist kostbar - die große Nachfrage der Delphinarien bringt den Jägern viel Geld. Denn ohne deren Treibjagd auf die Meeressäuger würde es in Aquarien und Vergnügungsparks deutlich weniger Besucher geben.

Deshalb wird ein Teil der Delphine nicht geschlachtet, sondern verkauft. Als Publikumsmagnet füllen sie Delphinarien und Meeresparks in Japan und vielen anderen Ländern. Das Leben in diesen Parks führt bei den Tieren zu Verletzungen und Traumatisierungen.

Die Nachfrage nach jungen Tieren bietet daher den wichtigsten wirtschaftlichen Anreiz für die Jagd. Claire Bass, WSPA Programm-Manager, erklärt: „Bei der japanischen Delfin-Jagd geht es nur um Profit. Der Handel mit Delfinen, die später zur Schau gestellt werden, gilt als wirtschaftliches Rückrat. Vor dem Besuch eines Delphinariums sollten Menschen abwägen, ob sie dies verantworten möchten.“

 

Ein tierunwürdiges Leben

Studien zeigen, dass sich die Sterblichkeit in Gefangenschaft um ein sechsfaches erhöht. Sind die Tiere erst gefangen, werden sie nie wieder frei sein. Sie verlieren ihre Fähigkeit, normale Verhaltensweisen und soziale Interaktion auszuleben und werden krankheitsanfällig. Kein Becken der Delphinarien kann ein Leben im Meer ersetzen.

 

Wie Sie helfen können

Werden Sie aktiv und helfen Sie, die Delfin-Shows zu beenden. Besuchen Sie keine Touristenattraktionen in denen Delfine, Wale und Tümmler in Bassins gehalten werden.

Teilen Sie Ihrer Reiseleitung oder dem örtlichen Tourismusbüro mit, warum Sie diese Einrichtungen nicht unterstützen. Machen Sie auf die Missstände aufmerksam und helfen Sie so, anderen die Augen zu öffnen.


Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) >>

Mehr über die internationalen Aktivitäten gegen die Jagd auf und den Handel mit Delphinen und Walen erfahren Sie hier >>

Informieren Sie sich über tierfreundliches und verantwortungsvolles Reisen >>

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Eine Delphinen Schule in freier Wildbahn