Der Stierkampf ist ein grausamer "Sport": Auf den ersten Blick scheint der Stier seinem Gegner überlegen, doch schließlich unterliegt er dem Arsenal an tödlichen Waffen.
Seit dem Jahr 2000 kämpft die WSPA Welttierschutzgesellschaft gemeinsam mit ihrer spanischen Mitgliedsorganisation ADDA (Asociación Defensa Derechos Animal) für ein Ende der grausamen Spektakel in Spanien.
Was macht den "Sport" so grausam?
Die meisten Stierkämpfe dauern etwa 15 Minuten – zu einer perfekt inszenierten Show gehört eine ganze Serie qualvoller Torturen. Der Stier wird fortwährend provoziert, mit Lanzen und anderen scharfen Gegenständen so stark verletzt, dass er sich schließlich vor Schmerzen kaum noch auf den Beinen halten kann. Starker Blutverlust schwächt das Tier zusätzlich.
Kurz bevor das Tier unter seiner Qual zusammenbricht, versetzt ihm der Matador den Todesstoß. Für viele Stiere ist aber selbst dann der Todeskampf nicht zu Ende: Statt dessen ersticken sie qualvoll am eigenen Blut, wenn der Matador nicht ihr Herz, sondern ihre Lunge getroffen hat.
Bevor das Tier aus der Arena gezogen wird, sticht ihm der Puntillero mit einem breiten Messer ins Rückgrat, trennt Schwanz und Ohren ab und übergibt sie dem Matador als Trophäe.
Erste Erfolge der Anti-Stierkampf-Kampagne
Im April 2004 erklärte sich die katalanische Hauptstadt Barcelona zur stierkampffreien Stadt.
Im April 2005 wurde ein Gesetzesentwurf zum Stierkampf-Verbot ins katalanische Parlament eingebracht.
Im August 2007 erklärte der spanische Fernsehsender TVE, keine Stierkämpfe mehr am Nachmittag oder frühen Abend auszustrahlen, um die Kinder vor den grausamen Bildern zu schützen.
Mehr als 700.000 Menschen unterstützen die Forderung der WSPA nach einem Stierkampf-Verbot in Katalonien bisher mit ihrer Stimme.
Die grausamen Kämpfe locken immer weniger Publikum an und werden für die Veranstalter zum Verlustgeschäft. Nach Presseberichten aus Barcelona soll bald die letzte Stierkampfarena der Stadt schließen.
Die nächsten Schritte
Gemeinsam mit unserem spanischen Partner ADDA kämpfen wir dafür, dass es nicht bei der Gesetzesinitiative bleibt, sondern das Stierkampf-Verbot in Katalonien verabschiedet und eingehalten wird. Denn ein Verbot in Katalonien wird helfen, diesen grausamen „Sport“ auch in anderen Landesteilen und weltweit für immer abzuschaffen.