Kampf gegen Stierkampf gewinnt an Boden

Dec 3, 2008

Mehr als 250.000 Stiere werden jedes Jahr in Arenen auf der ganzen Welt getötet.

Große Fortschritte konnte die internationale Kampagne gegen Stierkampf in diesem November in Südamerika erzielen. Das Argument, wonach Stierkampf Teil der „Kultur“ sei, wurde entkräftet.

Dank der Bemühungen der lokalen WSPA Mitgliedsorganisationen FAMPROA und COPETSMIN, erklärte sich die venezualische Stadt Carrizal zur stierkampffreien Gemeinde.

In Kolumbien führte eine bahnbrechende Entscheidung des nationalen Senates dazu, dass den Stierkämpfen des berühmten Feria de Cali  der Status eines „kulturellen Erbes“ abgesprochen wurde.

 

 

Kultur ist keine Legitimation für Grausamkeit

Feria de Cali findet jedes Jahr im Dezember an sieben Tagen statt, und lockt tausende von Menschen an. Obwohl der Karneval selbst als kulturelles Erbe angesehen wird, besitzt der Stierkampf diesen Status nicht mehr.

Dieser Erfolg kann auf einen Änderungsantrag zurückgeführt werden, welcher sowohl von der WSPA als auch von der Senatorin Elsa Gladys Cifuentes unterstützt wurde.

“Dieser Erfolg symbolisiert einen Meilenstein“, betont der WSPA Regionaldirektor für Südamerika, Luis Carlos Sarmiento. „Es ist das erste Mal, dass der kolumbianische Senat einer Änderung zugestimmt hat, wonach Stierkampf kein Teil des kulturellen Erbes Kolumbiens ist.
Es zeigt, dass sich die öffentliche Meinung ändert. Die Entscheidung des Senates repräsentiert einen Nagel am Sarg des Stierkampfes. Ich sehe einer Zeit in der nicht allzu fernen Zukunft entgegen, in der Stierkämpfe nicht länger Teil derartiger Veranstaltungen sein werden.“

 

Für Kinder und Jugendliche nicht geeignet

Mehr als 250.000 Stiere werden jedes Jahr in Stierkampfarenen auf der ganzen Welt getötet

Auch in Ecuador war die Anti-Stierkampf-Kampagne erfolgreich. Dank der Bemühungen der WSPA Mitgliedsorganisation Proteccion Animal Ecuador (PAE), wurden Stierkämpfe zu den Zeiten aus dem Fernsehprogramm verbannt, in welchen Kinder das Programm sehen könnten.

PAE forderte von der Fernsehkommission des Landes eine Verstärkung ihrer Bemühungen zur Durchsetzung eines Verbotes der Ausstrahlung von Bildern voller Grausamkeit und Gewalt zwischen sechs Uhr morgens und neun Uhr abends.

Kindern und Jugendlichen unter 18 ist zudem der Zutritt zu den Stierkampf-Arenen von Guayaquils (Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz Guayas) nicht gestattet. Dank der Bemühungen von PAE wird Quito (Hauptstadt von Ecuador) diese Regelung in der nächsten Saison aller Voraussicht ebenfalls einführen.

„Diese signifikanten Fortschritte in Venezuela, Kolumbien und Ecuador repräsentieren große Schritte im Kampf gegen den Stierkampf und zeigen zudem das Wachsen von Anti-Stierkampf- und Tierschutzbemühungen in der Region“, sagt Luis Carlos Sarmiento.

Wenn Sie an weiterführenden Informationen zum Thema interessiert sind und die Petition des WSPA´s gegen Stierkampf unterzeichnen möchten, klicken Sie hier. (folgt)

Die öffentliche Meinung in Südamerika wandelt sich langsam gegen Stierkampf, was sich u.a. an der aktuellen Gesetzgebung zeigt.

 

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