Aug 20, 2008
Unser Einsatz für die Tiere im Katastrophengebiet in Myanmar
Durch Ihre Unterstützung konnten wir im Rahmen unseres Katastrophenhilfeprogramms viel für die Tiere und Menschen in Myanmar erreichen. Vor allem in dem am meisten betroffenen Gebiet am Delta des Irawadi-Flusses gelang es uns, durch medizinische Sofortversorgung und der Bereitstellung von Futter, zahlreiche Tiere zu retten.

Am 2. und 3. Mai 2008 überraschte der Zyklon „Nargis“ das südostasiatische Land Myanmar (Birma). Er hinterließ besonders am Delta des Irawadi-Flusses und in Yangon, der größten Stadt des Landes, Orte der Verwüstung.
Allein durch den Wirbelsturm kamen über 50 Prozent der Tiere Myanmars ums Leben. Viele weitere wurden Opfer der Zerstörung und trugen schwere Verletzungen, Traumata und Stresssymptome davon. Vor Ort gab es nur unzureichende tierärztliche Versorgungseinrichtungen, vor allem in der Küstenregion. Dort waren die Ausmaße der Zerstörung durch die Sturmflut am stärksten. Besonders dramatisch war der Mangel an Trinkwasser.
Durch den einschneidenden Verlust an Arbeits- und Zugtieren, wie Rinder und Büffel, wurde die Gesundheit der überlebenden Tiere besonders wichtig – nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für das wirtschaftliche Überleben der bäuerlichen Gemeinschaften.
Die Herausforderungen:
Die meisten Tiere waren nur unzureichend geimpft. Daher war das Risiko der Verbreitung ansteckender Krankheiten, wie hämorrhagische Septikämie (HS) oder Maul- und Klauenseuche (MKS), besonders hoch.
Aufgrund der zahlreichen nicht geborgenen toten Menschen und Tiere konnten sich Krankheiten und Seuchen leichter ausbreiten. Auch das heiße und feuchte Klima stellte eine besondere Gefahr dar.
Es herrschte ein Mangel an Fachkräften, Maschinen, Unterkünften und Booten. Umfangreiche Schäden an Straßen und Brücken erschwerten die Nothilfe.
Ziel der WSPA war es, breit angelegte Hilfestellungen zu leisten: Viele notleidende Tiere mussten versorgt werden. Dabei konzentrierte sich unser Einsatz auf die am stärksten betroffene Küstenregion. Die WSPA sorgte für das Wohlergehen der Tiere und sicherte damit die Existenzgrundlage vieler Menschen. Die Unterstützung beinhaltete im Einzelnen:
Die Lieferung und Bereitstellung von 120 Tonnen Futter und frischem Trinkwasser, um den überlebenden Tieren gesunde Nahrung und damit Energie für die Bewältigung ihrer Arbeitseinsätze zu geben.
Beratung und aktive Unterstützung bei der medizinischen Versorgung: Die WSPA koordinierte die Einrichtung und Verwaltung von vier Tiergesundheitszentren (in Laputta, Bogale, Pyapon and Mawlawmyaingyun). Zusätzliches Personal und ein spezielles Hilfe-Team wurden eingesetzt. Mit Hilfe mobiler Tierkliniken konnten auch Tiere in abgelegenen Dörfern behandelt werden.
Maßnahmen gegen die Ausbreitungen von Krankheiten mit Hilfe von Antibiotika, Impfungen, Entwurmungen und Medikamenten.
Die Bereitstellung von Büffelpflügen für den Anbau von Reisplantagen.
Die Finanzierung des Transports (einschließlich Dieselkraftstoff) und der Reparaturen von Traktoren, Booten, Motorrädern und Pkws.
Durch die Organisation von Futter, die Gewährleistung tierärztlicher Betreuung und Maßnahmen gegen die Verbreitung von Krankheiten konnten wir die schlimmsten Auswirkungen der Katastrophe verhindern. Wir danken Ihnen, auch im Namen der Menschen und Tiere Myanmars, für Ihre Spenden!