Neue Einrichtung zur besseren Pflege von Bären aus Gefangenschaft

Dec 10, 2008

Safe haven: Two bears rescued from baiting enjoy the freedom of the Kund Park Sanctuary

Die moderne Klinik, die mit Hilfe einer großzügigen Spende einer Einzelperson entstand, bietet den Mitarbeitern eines vom WSPA finanzierten Bärenschutzgebietes in Pakistan die Möglichkeit, aus der Gefangenschaft befreite Bären optimal zu behandeln und zu versorgen.

Das Bärenreservat Kund Park, das zusammen mit der Mitgliedsorganisation Bioresource Research Centre (BRC) betrieben wird, liegt zwischen Punjab und der Nordwestprovinz, wo sich die Flüsse Indus und Kabul treffen. Derzeit befinden sich 22 Bären, die zuvor für Bärenkämpfe gefangen gehalten wurden, an diesem sicheren Zufluchtsort und werden tierärztlich betreut.

Der Bärenkampf ist eine blutige Sportart, bei der Hunde auf einen angebundenen und wehrlosen Bären losgelassen werden.

 

Das Leiden beenden

„Alle Bären, die in das Schutzgebiet gebracht wurden, haben sowohl große körperliche als auch seelische Traumata erlitten“, erklärt Dr. Jan Schmidt-Burbach, leitender Tierarzt des WSPA-Willdtierprogramms.

„Wir helfen ihnen, indem wir infizierte Wunden, die aus den Kämpfen stammen, ebenso medizinisch versorgen wie viele andere Krankheiten, die sich die Bären aufgrund ihres schwachen Immunsystems zugezogen haben.“

Etwas bewegen

Die verbesserte Beleuchtung und Ausstattung der renovierten Klinik lassen die Tierärzte effektiver arbeiten

Mit der Spende von 5.650 australischen Dollar wurden finanziert: Vorbereitungs- und Operationstische, Fliesen, Klimaanlagen und Heizungen, neue Operationsbeleuchtung, Aufbewahrungssysteme, neue Kühlschränke für Medizin sowie ein Gerät zur Überwachung von Puls und Sauerstoffversorgung betäubter Bären.

„Manche Menschen glauben, dass mehrere Millionen benötigt werden, um Tieren in Not zu helfen. Diese Spende zeigt, dass auch kleinere Beträge etwas bewegen können“, sagt Dr. Schmidt-Burbach.

Einer der ersten Bären, der vom neuen Gehege im Schutzzentrum profitierte, war Mellun, der wegen einer stark von Maden befallenen, alten Wunde einen operativen Eingriff benötigte. Mellun hatte man aus der Gefangenschaft durch einen Großgrundbesitzer befreit, dem er sechs Jahre lang für Bärenkämpfe gedient hatte.

„Die Behandlung war insgesamt einfacher und sicherer, als es zuvor möglich gewesen wäre“, erklärt Dr. Nazir, Tierarzt der BRC im Schutzgebiet. „Wir arbeiten jetzt in einem Raum mit viel mehr Platz und Licht.

Das bedeutet, dass die Behandlungen schneller und erfolgreicher abgeschlossen werden können. Vor dem Umbau hätten wir für die Operation von Mellun doppelt so lange gebraucht. Wir sind dem Spender wirklich sehr dankbar, dass er sich dazu entschieden hat, uns auf diese Weise zu unterstützen“, sagte er weiter.

 

Zusammenarbeit

Das Bärenreservat Kund Park ist Teil des andauernden Engagements der WSPA in Pakistan in Zusammenarbeit mit dem BRC, um Bärenkämpfe in der Region zu unterbinden.

Aufklärungsarbeit mit dem Schwerpunkt auf islamische Lehren, die Kritik an der Gewalt gegenüber Tieren äußern, war teilweise erfolgreich. Mehrere Tausend wichtige religiöse Anführer haben die Bärenkämpfe bereits als unislamisch verurteilt und 235 Großlandbesitzer – Organisatoren der Bärenkämpfe – richten keine Veranstaltungen mehr aus.

Erfahren Sie mehr über jüngst erzielte Erfolge für Bären in Pakistan: 

September:  ehemalige Besitzer lassen Bären frei >>
August: WSPA-Netzwerk rettet Bären >>
Mai: Behörden setzen sich vor Ort aktiv für die Durchsetzung des Verbotes der Bärenkämpfe ein >>

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print