Sep 10, 2008

Das asiatische Katastrophenteam der WSPA leistet Erste Hilfe in der von der Flut heimgesuchten Region Bihar in Indien. Neben Tierärzten sind auch Spezialisten für die medizinische Betreuung vor Ort. Mehr als zwei Millionen Menschen sind von der Flut betroffen. Für die Region ist es die schlimmste Überschwemmung seit Jahrzehnten.
Die Flut erreichte selbst Städte und Dörfer, die als “hochwassersichere Gebiete” eingestuft wurden. Die Bewohner Bihars waren auf die Ausmaße der Flut nicht vorbereitet. Dadurch sind die Folgen für die Region immens.
Trockene Gebiete, auf denen Notunterkünfte für die Bewohner errichtet wurden, sind zeitgleich die einzigen Flächen, die für den notdürftigen Schutz von Haus- und Nutztieren zur Verfügung stehen. Die Menschen leben hier Seite an Seite mit ihren Tieren und sind ständig bemüht, sie am Leben zu erhalten. Ohne ihre Ziegen, Rinder und Büffel würde den Menschen eine wichtige Lebensgrundlage fehlen. Die Tiere sind nicht nur Milch- und Fleischlieferant, sondern haben auch eine wichtige Funktion als Zug- und Lasttiere in der Landwirtschaft.
Um das Leid der Tiere zu minimieren, wichtige Einkommensgrundlagen aufrechtzuerhalten, und um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, finanziert die WSPA medizinische Versorgung, Schutzimpfungen und Nothilfeteams für die Behandlung verletzter Tiere.

Das WSPA-Team, bestehend aus erfahrenen Veterinärmedizinern, koordiniert und unterstützt die regionalen Tierärzte. Die Spezialisten beurteilen den Umfang der erforderlichen Tierschutzmaßnahmen und verteilen die Ressourcen entsprechend. Nach Einschätzungen werden noch Wochen oder Monate vergehen bis die Lage sich normalisiert hat, das Wasser zurück gegangen ist und das Land bewirtschaftet werden kann.
Wie für die Menschen bedeutet die Flutkatastrophe auch für die Tiere Stress und Hunger. Ihre Immunsysteme sind geschwächt und Krankheiten breiten sich schnell aus. Dadurch verschärft sich auch die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung.
Um weitere katastrophale Flutauswirkungen zu verhindern, ergreift die WSPA gezielte Maßnahmen. Die Tiere werden in Sicherheit gebracht und Lungenentzündungen, Hautinfektionen und andere Ansteckungsgefahren werden bekämpft. Dies ist vor allem wichtig, da die Menschen und Tiere gedrängt leben und sich Krankheiten durch die ständige Nässe schnell ausbreiten können.
Wir bitten dringend um Ihre Spende, damit wir weiterhin die Not der Tiere lindern und unsere Katastrophenhilfe fortsetzen können.
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