Jul 2, 2008

Zwei Wochen lang legt die WSPA mit ihrer weltweiten Kampagne gegen Tiertransporte „Handle with Care“ den Focus auf Australien. Ziel ist es, mit internationaler Unterstützung den Export von lebenden Schafen endgültig zu beenden.
Vertreter der Handle with Care-Kampagne versandten gemeinsam mit zahlreichen WSPA-Mitgliedsorganisationen Briefe an 20 australische Botschaften. Auch dem australischen Premierminister teilten sie ihre Missbilligung über die unnötigen Tiertransporte mit.
Mehr als 10.000 Tierschutzanhänger in den USA beschlossen, sich an der Aktionen zu beteiligen. Verhandlungen und Demonstrationen fanden vor den australischen Botschaften in Großbritannien, Nepal und Ungarn statt. Eine abschließende Demonstration ist für den 23. Juli 2008 in Irland geplant.
Durch diese weltweiten Aktionen und die starke Medienpräsenz erlebt die australische Regierung den globalen Charakter der „Handle with Care“-Kampagne und der Druck zum Einlenken wird vergrößert.

Derzeit exportiert Australien lebende Schafe in rund zwölf Länder. Davon werden allein bis zu vier Millionen Schafe jedes Jahr unter unerträglichen Bedingungen bis in den Nahen Osten befördert – nur um die Tiere am Ende der Reise zu schlachten.
Diese Exporte sind jedoch völlig unnötig und könnten leicht vermieden werden. Tiefgekühltes Fleisch ist eine gute Alternative und wäre für Australien wirtschaftlich fördernd. Viele australische Schlachthöfe weisen internationale Gütesiegel, wie die HALAL-Zertifizierung, auf. Im Nahen Osten geltende religiöse Schlachtbedingungen würden somit erfüllt und die Nachfrage nach australischen Schafprodukten wäre gesichert.
Die „Handle with Care“-Kampagne wird durch eine Koalition von weltweit führenden Tierschutzorganisationen einschließlich der WSPA, RSPCA, World Horse Welfare und Compassion in World Farming geführt.