Dec 5, 2008

Pünktlich zur Weihnachtszeit brachte ein in diesem Monat veröffentlichter Film das erschreckende Ausmaß an Tierleid in norwegischen Pelztierfarmen ans Licht. Die schrecklichen Aufnahmen machen deutlich, dass auch in diesem Jahr kein Pelz unter dem Weihnachtsbaum liegen sollte.
Der Film einer norwegischen Tierschutzorganisation kann auf deren Website angesehen werden. Er ist erschreckend und repräsentativ für die gesamte Pelzindustrie.
Während des Jahres 2008 hatte die Tierschutzgruppe, zur Vervollständigung ihrer Studie, legalen Zutritt zu 120 von Norwegens 500 Pelztierfarmen.
Jede einzelne der begutachteten Pelztierfarmen verletzte geltendes Tierschutzrecht.
In Ländern wie China, wo ein Großteil des weltweit gehandelten Pelzes „hergestellt“ wird, unterliegt die Haltung von Pelztieren keinerlei gesetzlichen Reglementierungen. Es muss folglich davon ausgegangen werden, dass die Zustände dort noch weitaus schlimmer sind, als die in den begutachteten norwegischen Pelztierfarmen.
Der Film zerstört den Mythos, wonach in Norwegen „ethischer Pelz“ produziert wird.
Obwohl sich sowohl norwegische als auch finnische Pelzproduzenten gerne mit Labeln wie „Sage Furs“ oder „Origin Assured“, schmücken, welche ein Mindestmaß an Tierschutz sicherstellen sollen, sind die Lebensbedingungen der Tiere in Wahrheit erschütternd.
So zeigt das Filmmaterial einen jungen Fuchs mit fehlenden Gliedmaßen in einem nur wenig quadratmetergroßen Käfig.
Das Netzwerk für „Animal Freedom“ hat das Filmmaterial der norwegischen Polizei und der Umweltschutzbehörde übergeben.
Wenn Sie also in der Weihnachtszeit oder zu irgendeiner anderen Jahreszeit einkaufen gehen, ist das einzige Label, das nachweislich für den Tierschutz steht, das „Fur Free Fox“ Label. Es wird von der Fur Free Alliance vergeben.
Norwegen verfügt bereits über ein Gesetz zum Schutz von Pelztieren. 1998 hat die Regierung angedroht, Pelztierfarmen schrittweise zu schließen, sollten sich die Bedingungen für die Pelztiere nicht verbessern.
Zehn Jahre später sind die Konditionen schlimmer denn je.
Zwar lag der Fokus der Untersuchung auf Norwegen, jedoch hat diese weitreichende Auswirkung. Sie beweist, dass Gesetze zum Schutz der Tiere in Pelztierfarmen nicht ausreichend sind, um diese umfassend zu schützen.
Im Gegensatz zu anderen Nutztieren erlauben die besonderen Bedürfnisse von Nerzen, Füchsen, Chinchillas, Hunden oder Katzen es nicht, diese artgerecht unter den auf Pelztierfarmen herrschenden Bedingungen zu halten.
Pelzfarmen existieren nur so lange, wie es einen Markt für entsprechende Pelzprodukte gibt. Dieser Markt ist in den letzten Jahren gewachsen.
Man kann sich dem entgegenstellen, indem man keinerlei Pelzprodukte kauft und Freunde über die Art und Weise der Pelzherstellung informieren.
Wer sich darüber hinaus gegen Pelz engagieren möchte, kann auf der Internetseite der „Fur Free Alliance“ weiterführende Informationen erhalten.