Jun 26, 2009

Die Internationale Walfang Kommission (IWC) hat Grönlands Anfrage über die Tötung von zehn Buckelwalen eingefroren. Die WSPA begrüßt diese Entscheidung.
Erhebliche Bedenken bezüglich Grönlands tatsächlichem Eigenbedarf an Walfleisch hatten zu Uneinigkeiten geführt. Für eine Entscheidungsfindung setzte der Vorsitzende Bill Hogarth einen vermittelnden Workshops durch. Dabei sollen die Fragen zu Grönlands Fangaktivitäten geklärt und eine fundierte Entscheidung ermöglicht werden. Insbesondere soll es auch um das große Anliegen und um die Sorge der WSPA gehen: die Fleisch- und Walfischspeck-Ausbeute. Im Namen von Grönland akzeptierte Dänemark diese Anregung.
„Es bleibt ein großes Fragezeichen über dem tatsächlichen Eigenbedarf Grönlands. Die Kommission hat also in jeder Hinsicht richtig gehandelt, als sie diese Anfrage zurückwies", erklärte Claire Bass, Managerin des Meeressäugetier-Programms.
2008 deckte eine Untersuchung der WSPA auf, dass etwa ein Viertel der von Grönland gefangenen Zwergwale als Ganzes verkauft und für die kommerzielle Nutzung weiterverarbeitet werden. Das entspricht etwa 40 bis 50 Wale. Für die kommerzielle Nutzung zuständig ist dabei eine Privatfirma: Artic Green Food.
Der „Exploiding Myths“-Report der WSPA hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei der IWC-Kommission: Es wurde der Verdacht aufgeworfen, das der grönländische Walfang die Grenze zwischen einheimischem und kommerziellen Walfang verwischt - obwohl dies zwei sehr unterschiedliche Problemkreise betrifft.
Laut WSPA ist dies ein wichtiger Streitpunkt, der von der IWC aufgegriffen werden muss.
„Es geht darum, diese charismatischen und intelligenten Tiere einem schmerzhaften Tod durch gesprengte Harpunen auszusetzen - das ist keine Entscheidung, die man leicht treffen sollte", erklärte Claire Bass abschließend. „Wir hoffen, dass die Vermittlungen mehr Aufschluss über die Kommerzialisierung des Walfangs geben und dafür sorgen werden, dass Wale nicht länger in den Regalen der Supermärkte enden."