Apr 21, 2009

Die Kampagne Prou („Es ist genug!“) vereinte Tausende katalanischer Bürger, die gemeinsam in ihrer Region ein Ende der blutigen und grausamen Stierkämpfe fordern. Ihr Erfolg wäre ein historischer Schritt, um diesen sogenannten "Sport" überall in Spanien zur Geschichte werden zu lassen.
Obwohl Umfragen und schrumpfende Besucherzahlen schon seit langem beweisen, dass es für den Stierkampf keinen Platz im modernen Spanien mehr gibt, wurde die Öffentlichkeit doch bis zu der Kampagne in diesem Jahr noch nicht wirksam genug aufgerüttelt.
Durch Prou und die Unterstützung durch Tierschutzorganisationen und Prominente, haben es sich Tausende von Katalanen zur Aufgabe gemacht, in ihrer einflußreichen spanischen Region ein Verbot des Stierkampfes zu erreichen.
Die Kampagne zielte ursprünglich darauf ab, vor Ort 50.000 Unterschriften innerhalb von 120 Tagen zu sammeln – eine Petition in dieser Größenordnung und innerhalb dieser Frist zwingt das Regionalparlament juristisch dazu, über ein Verbot abzustimmen.
Prou fand riesige Unterstützung. Bis heute haben über 180.000 Katalanen unterschrieben und damit sichergestellt, daß die Abstimmung stattfinden wird.
Der Erfolg der Initiative, durch den eine Abstimmung erzwungen wird, ist ein weiterer Beweis dafür, dass viele Spanier das sinnlose Leid, welches der Stierkampf bei den Tieren verursacht, nicht als Teil ihrer kulturellen Identität betrachten.
„Indem sich die Bürger von Katalonien vereint haben, um gegen Grausamkeit gegenüber Tieren vorzugehen, ist es ihnen endlich gelungen, sich bei ihren politischen Vertretern Gehör zu verschaffen," so Leah Garcés, die internationale Programm-Direktorin der WSPA.
„Wir hoffen, dass dieser wegweisende Erfolg in Katalonien andere Regionen, in denen Stierkämpfe stattfinden, dazu inspirieren wird, mutig gegen diese archaische Praxis ihre Stimmen zu erheben.”

Trotz einer Lobby für den Stierkampf gehen die Besucherzahlen zurück, und Stierkampf-Arenen schließen.
Bis heute haben sich 61 katalanische Orte und Städte zu Gegnern des Stierkampfes erklärt – 10 davon seit Beginn der Kampagne Prou.
Trotzdem ist ein vollständiges Verbot eine absolute Notwendigkeit. Wenn auch bereits weniger Stiere als je zuvor in den katalanischen Arenen sterben müssen, so fühlt doch jeder einzelne von ihnen die furchtbaren und anhaltenden Schmerzen, welche durch die Widerhaken und Spieße entstehen.
Ein Verbot wird 100 Stiere im Jahr davor erretten, einen grausamen Tod zum Vergnügen von Zuschauern zu erleiden. Ein Verbot würde auch der gesamten Welt eine Nachricht übermitteln: Das Töten von Tieren zum Spaß ist inakzeptabel.
Die WSPA unterstützt Prou sehr intentsiv. Sobald der Termin für die Abstimmung bekanntgegeben ist, bitten wir unsere Unterstützer, einen Brief an das katalanische Parlament zur Unterstützung der Kampagne zu unterzeichnen. Achten Sie darauf!
Bis dahin, denken Sie bitte an den Tierschutz, wenn sie Katalonien bereisen – die populärste aller spanischen Tourismus-Regionen – und auch überall sonst!
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