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Katalanisches Parlament plant möglicherweise ein Verbot von Stierkämpfen

Dec 18, 2009

Die blutige Realität eines Stierkampfes in Katalonien.

Das Parlament in Barcelona hat darüber entschieden, dass die Debatte über die Abschaffung des Stierkampfes im Frühjahr 2010 fortgeführt wird.

Es herrscht nun Übereinstimmung über ein mögliches Stierkampf-Verbot. Zukünftige parlamentarische Abstimmungen könnten Tierschutzgesetze verändern und so zu einem Verbot der grausamen Stierkämpfe führen.

Große Unterstützung durch die Öffentlichkeit

Die WSPA unterstützt „PROU” („Genug ist Genug“), mit der für ein Ende des inhumanen Umgangs von Stieren und Pferden bei Stierkämpfen gesorgt werden soll. „PROU“ vereint tausende katalonische Bürger, die gemeinsam ein Ende der blutigen und grausamen Stierkämpfe fordern.    

„PROU” setzt sich für einen Gesetzentwurf ein, mit dem auch Pferde und Stiere geschützt und mit dem Stierkämpfe in Katalonien verboten werden sollen. Über die Aktionen wurden innerhalb der festgelegten Frist 180.000 Unterschriften von katalonischen Bürgern zusammengebracht. Das sind dreimal so viele Unterschriften, die eigentlich erforderlich sind, um eine Abstimmung im Parlament zu erzwingen.

„Über diesen Weg haben die Parlamentarier dem Wunsch von über 180.000 katalonischen Bürgern entsprochen, den Stierkampf endgültig zu verbieten. Die WSPA möchte auch den katalonischen Bürgern danken, die die politischen Volksvertreter dazu veranlasst haben, sich mit einem so wichtigen Thema wie dem Tierschutz und dem Verbot eines so grausamen und unmenschlichen „Blutsports“ zu befassen“, sagte Alyx Dow, WSPA-Referentin für die Anti-Stierkampfkampagnen.

Ein Ende in Sicht…

Ein erfolgreiches Bürgerbegehren in Katalonien würde nicht nur dazu führen, dass jedes Jahr 100 Stiere weniger in der Arena eines grausamen Todes sterben müssen, es könnte auch dem übrigen Spanien und anderen Ländern, in denen Stierkämpfe üblich sind, den Weg zu einer modernen Kultur ohne Grausamkeit eröffnen.

Die Anti-Stierkampf-Bewegung erfährt zunehmende Unterstützung in der ganzen Welt. Viele Städte und Regionen in ganz Europa und Lateinamerika haben sich in den letzten beiden Jahren zu „stierkampffreien Zonen“ erklärt.
 
„Die WSPA hat über 85.000 Unterschriften von engagierten Bürgern aus über 140 Ländern gesammelt. Sie alle unterstützten „PROU“. Mit diesem Einsatz und dank internationalem Rückhalt haben die katalonischen Parlamentarier genügend Unterstützung, um sich bei der nächsten Abstimmung gegen diesen grausamen Sport einzusetzen.“, sagte Dow.

Bettina C. Praetorius, Geschäftsführerin der WSPA Welttierschutzgesellschaft, im Interview mit N24 zum Stierkampf in Spanien >>

interview_n24_pb350

http://mediencenter.n24.de/index.php?deepLink=screen/startScreen/video/733202
http://www.n24.de/news/newsitem_5674069.html?id=732898&autoplay=true

 

Alyx Dow auf Twitter aus Barcelona, der Stadt in der die Abstimmung stattfand >>

Karte der spanischen Städte, die sich gegen den Stierkampf entschieden haben >> 

 

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