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Die „Erklärung von Caracas“ vereint alle Anstrengungen gegen den Stierkampf

Jun 16, 2009

Ein katalonischer Stierkampf ist in vollem Gange.

Beim dritten internationalen Gipfel gegen den Stierkampf kamen zum ersten Mal Tierschutzorganisationen aus aller Welt zu einem Treffen in Südamerika zusammen. Sie brachten frische Impulse mit für individuelle Kampagnen und ein Bekenntnis zur Zusammenarbeit, um diesen grausamen und blutigen „Sport“ zu beenden.

Das Gipfeltreffen, das von der WSPA und ihrer Mitgliedsorganisation CAS International gesponsert wurde, wurde Anfang Juni in Venezuela abgehalten. Dem Tagungsort kam höchste Bedeutung zu: Präsident Hugo Chávez hat sich gegen die Grausamkeit des Stierkampfes ausgesprochen, und das öffentliche Interesse am Stierkampf war noch nie geringer.

Das Anwachsen der Bewegung gegen den Stierkampf in Lateinamerika zeigt, dass diese „traditionelle“ Grausamkeit in einer modernen Welt keinen Platz mehr findet. Längst ist es dort nicht mehr so populär wie früher, zuzusehen, wie ein Stier drangsaliert, erstochen und aufgespießt wird.

 

Regionale Fortschritte liefer Inspiration

Die teilnehmenden Organisationen aus Kolumbien, Ecuador, Frankreich, Mexiko, Peru, Portugal, Spanien, den Niederlanden und Venezuela tauschten nicht nur Informationen über die Anforderungen aus, die ihre lokalen Kampagnen mit sich bringen. Sie diskutierten auch über die aktuelle Lage der internationalen Stierkampf-Industrie: Schwindende Besucherzahlen, die Zunahme der Bewegung gegen den Stierkampf und Städte, die sich selbst zu Stierkampf-Gegnern erklären.

Allein in Spanien haben sich durch die noch andauernde Kampagne Prou („Es ist genug!) 16 katalanische Städte seit Dezember 2008 gegen den Stierkampf ausgesprochen, wodurch sich deren Zahl auf insgesamt 66 erhöhte. Im Februar 2009 wurde Viana do Castelo die erste Stadt in Portugal, die sich gegen den Stierkampf aussprach.

Diese Errungenschaften geben den vielen örtlichen Aktivisten Aufschwung, die hart dafür arbeiten, dass Caracas die erste größere lateinamerikanische Stadt wird, die sich auf ein Verbot verständigt.

 

Gemeinsam stark durch eine vereinte Bewegung

Mehr als 250.000 Stiere werden jedes Jahr in Arenen auf der ganzen Welt getötet.

Durch die Unterzeichnung der „Erklärung von Caracas“ – eines Dokuments, welches die nächsten Schritte der Anti-Stierkampf-Bewegung zusammenfasst – haben sich die an dem Gipfeltreffen teilnehmenden Gruppen einverstanden erklärt, weiterhin auf einer internationalen Plattform gegen Grausamkeit zusammenzuarbeiten.

Durch die Kombination ihrer Erfahrungen und Mittel wird es den Gruppen möglich sein, noch effektivere Kampagnen zu organisieren und noch mehr lokale und regionale Verbote von Stierkämpfen durchzusetzen. Jede Stadt, die dieser Grausamkeit abschwört, rettet weitere Tiere vor langem Leiden und einem unmenschlichen Tod.
 
Diese regionalen Meilensteine dienen dann zur Unterstützung der Lobbyarbeit für bessere (und besser durchgesetzte) nationalen Gesetzgebungen zur Verhinderung von Grausamkeiten an Tieren.

 

Jeder kann individuell zum Erfolg beitragen

Am Ende des Gipfeltreffens verloren die Gruppen keine Zeit, ihre erste gemeinsame Aktion durchzuführen, indem sie in einem gemeinsam verfassten Schreiben an Präsident Chávez um seine Hilfe baten, den Stierkampf aus seinem Land zu verbannen.

Die Gruppen baten auch den Stadtrat von Caracas und die ortsansässigen Tierschutz-Gruppen um Unterstützung, sodass sich die Stadt offiziell gegen die Grausamkeiten von Stierkämpfen ausspricht. 

Man benötigt keine Regierungsgewalt, um über 200.000 Stiere davor zu bewahren, jedes Jahr in Arenen qualvoll zu sterben.

Lesen Sie mehr über die demnächst stattfindende WSPA-Kampagne zur Beendigung des Stierkampfes in der strategisch wichtigen spanischen Region Katalonien.>>

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