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WSPA Ehrenamt 2009

Nach der Flut: Katastrophenhilfe für Tiere in Bihar

Sep 8, 2009

Die Gesundheit dieser Büffel, die von der WSPA gerettet wurden, ist lebenswichtig für die örtliche Bevölkerung.

Das WSPA-Team für Katastrophenhilfe in Asien ist derzeit im nordostindischen Bihar im Einsatz, wo es Tiere behandelt, die aufgrund der jüngsten Überschwemmungen in der Region vorübergehend kein zu Hause mehr haben.

Fast 250 Tiere wurden im Dorf Tilaktajpur bereits behandelt. Anschließend begab sich das das Katastrophenhilfe-Team der WSPA nach Rampur, um dort die hilflosen Tiere tiermedizinisch zu versorgen.

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Überschwemmungen zwingen Familien, ihre Häuser zu verlassen

Als der Fluss Baghmati Anfang August seine Deiche durchbrach, flohen hunderte Familien aus den umliegenden Dörfern von Tilakatajpur – zusammen mit ihren Tieren – vor der Flutwelle und suchten Zuflucht auf höher gelegenen Straßen.

Die Flutwelle war durch die heftigen Monsun-Regenfälle und die ungewöhnlich große Menge Schmelzwasser vom Himalaja entstanden und riss ein 200 Meter langes und 60 Meter tiefes Loch in die Uferbefestigung des Flusses.

Auch im Verwaltungsbezirk Sitamarhi im Bundesstaat Bihar waren mehrere Dörfer von den Fluten betroffen – viele Familien waren gezwungen, ihre Häuser zurückzulassen, um auf höher gelegenem Gebiet Zuflucht zu suchen und ihr eigenes Leben sowie das ihrer Tiere zu retten.

 

Das Leid der Tiere lindern

Wegen der hohen Temperaturen und der starken Luftfeuchtigkeit besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich das lebenswichtige Vieh und die Büffel der betroffenen Familien mit Krankheiten wie der Maul- und Klauenseuche oder Rauschbrand infizieren.

Hinzu kommt, dass die Nutztiere bisher nicht gegen die Krankheiten geimpft werden können – im Moment stehen sie unter zu großem Stress, so dass die Behandlung nicht anschlagen würde.

Daher konzentriert sich das Katastrophenhilfe-Team der WSPA darauf, die Wunden zu versorgen, die Tiere zu entwurmen und sie gegen Durchfall und flutbedingte Parasiten zu impfen, die lebenswichtige Organe angreifen und starke Schmerzen verursachen.

 

Mit dem Schlimmsten rechnen, um die Zukunft zu sichern

Die WSPA leistet erste Hilfe für Tiere in Tilaktajpur und sorgt für ihre sichere Unterbringung.

Diese jüngste Flut macht ein weiteres Mal deutlich, wie wichtig die andauernde Arbeit der WSPA in Bihar ist. Im Juli traf der Katastrophenhilfe-Leiter der WSPA den Regierungschef von Bihar, um gemeinsam über das Regierungsprogramm zur Risikoreduzierung zu beraten.

Da jährliche Überschwemmungen in der Region immer wahrscheinlicher werden – bereits 2008 versorgte das Katastrophenhilfe-Team viele Tiere – unterstützt die WSPA Vorbeugungsmaßnahmen, die Vieh und Nutztiere vor solchen Katastrophen schützen sollen.

Das ist umso wichtiger, als 90 Prozent der Einwohner von Bihar (94 Millionen Menschen) sich selbst versorgende Bauern sind und völlig von der Land- und Viehwirtschaft abhängig sind. Knapp die Hälfte dieser Menschen lebt sogar unterhalb des Armutsindexes (bei einem Einkommen von weniger als einem US-Dollar pro Tag).

Vieh und Büffel liefern die notwendige Milch für die Grundversorgung der Familien und den Handel am örtlichen Markt. Außerdem werden die Felder ausschließlich mit ihrer Hilfe gepflügt, weshalb die Nutztiere integraler Bestandteil der Wirtschaft, der Existenzgrundlage von Menschen und von Nahrungssicherheit sind.

 

Risikoreduzierung verringert das Leiden der Tiere

Die WSPA beabsichtigt ein umfassendes Programm zu Risikoreduzierung in Bihar durchzuführen. Dieses wird als Modell zur Flutvorbeugung dienen und kann dann auch in anderen Teilen Indiens oder Südostasiens zum Einsatz kommen.

Das Programm sieht eine Zusammenarbeit mit den Behörden für Katastrophenschutz sowie Land- und Tierwirtschaft vor, um die Tiere in die Maßnahmen zum Katastrophenschutz einzubinden.

Hierzu sind flächendeckende Frühwarnsysteme nötig und Pläne zur Evakuierung und Unterbringung der Tiere an vorübergehenden, sicheren Sammelstellen.

Es soll erreicht werden, dass Tierbesitzer in den betroffenen Regionen in der Lage sind, ihre Haustiere, ihr Vieh und ihre Nutztiere effektiv zu schützen. Tod und Leid, die mit jeder neuen, unerwarteten Katastrophe einhergehen, sollen so letztendlich verhindert werden.

Unterstützen Sie die Arbeit zur Katastrophenhilfe und Risikoreduzierung der WSPA >>

 

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