Mar 9, 2009

Über 42.000 verletzte Tiere wurden vom WSPA-Katastrophenteam behandelt und konnten so gerettet werden. Das Team kam nach den vier Wirbelstürmen zum Einsatz, welche Ende letzten Jahres über Kuba hinweggefegt waren.
Knapp 120.000 US Dollar spendete die WSPA für Medikamente, Spritzen, Verbände und Vitamine für Nutz- und Haustiere. Die Arbeit selbst übernahmen lokale Tierärzte im Januar.
Die Operation wurde vom WSPA-Katastrophenteam geplant und von der kubanischen Regierung unterstützt.
Ermöglicht wurde sie dank der großzügigen Spenden an die WSPA.
Um abzuschätzen, wie stark die Tiere von den Wirbelstürmen betroffen waren, reiste die WSPA nach Kuba. Es war das erste Mal, dass eine internationale Tierschutzorganisation auf Kuba arbeiten durfte.
“Wir waren sehr froh, dass man uns um Hilfe bat. Die Situation der von den Wirbelstürmen betroffenen Tiere und Menschen war trostlos“, erklärt Gerardo Huertas, der Direktor der WSPA-Katastrophenhilfe für Amerika.
“Die Menschen in Kuba sind in ihrem Alltag auf ihre Zugtiere angewiesen. Viele Kühe, Ochsen, Pferde und Esel waren bei den Wirbelstürmen getötet oder verletzt worden, sie litten unter Parasiten und an Hunger.“

Etwa die Hälfte der Menschen in den stark betroffenen Gebieten im äußersten Norden und Süden des Landes nutzen Pferde und Ochsen zur Bewältigung ihres Alltags.
Aber auch Tausende von Hunden und Katzen benötigten tierärztliche Hilfe: Ihre Besitzer hatten Mühe, sie zu füttern, und waren verzweifelt über die Not ihrer Tiere.
“Es war sehr ergreifend, zu sehen, wie Leute, die selber wenig zu essen hatten, versuchten, ihre Tiere zu versorgen”, sagt Huertas. Ohne die Hilfe der WSPA wären Tausende geschwächter Tiere gestorben, hält er fest.
Dies hätte auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Menschen gehabt, deren Lebensgrundlage diese Tiere bilden.
„Dass die kubanische Regierung auf die Not der Tiere in dieser verzweifelten Situation einging, war sehr weitsichtig. Die Schwächung oder der Verlust von 20.000 Zugtieren zum Beispiel hätte das Überleben von rund fünf Millionen Menschen auf der Insel gefährden können und die Ernährung von fast einer Million in Frage gestellt.
Die WSPA hofft, die Beziehung zu Kuba weiterzuführen. So sollten bei gutem Wetter sichere Unterkünfte für die Tiere gebaut und ein Plan für tierärztliche Nothilfe ausgearbeitet werden. Dies könnte bei einer nächsten Katastrophe Leben retten.
Und wir freuen uns auf den Tag, an dem wir mit unserer ersten kubanischen Mitgliedsorganisation zusammenarbeiten können.