Apr 7, 2009

Die Verhandlungen über ein EU-weites Verbot vom Verkauf und dem Import von Robbenprodukten erreichen einen kritischen Höhepunkt. Das Europäische Parlament wird im Mai abstimmen. Bitte helfen Sie mit, ein vollständiges Verbot durchzusetzen.
Ein Großteil der kommerziellen Robbenjagd findet auf Grönland und in Kanada statt, aber auch auf den entlegenen Stränden Namibias. Robbenhäute und -felle werden zur Herstellung von Mänteln, Taschen und anderen Modeaccessoires genutzt, welche dann nach Europa importiert werden.
Umfangreiches Beweismaterial zeigt deutlich, dass die groß angelegte Robbenjagd von Natur aus grausam ist. Keine der genutzten Methode stellt einen schnellen Tod der intelligenten Säugetiere sicher.
Bitte helfen Sie, die EU-Märkte für Robbenjäger und somit Robbenprodukten zu schließen >>
Während kanadische Jäger Seehundwelpen erlegen, die erst einige Wochen alt sind, werden die verängstigten Seehundwelpen in Namibia von ihren Müttern getrennt und erschlagen.
Die meisten erleiden unnötige Schmerzen, Verzweiflung und Leiden. Für die Seehundjäger ist Zeit Geld; oftmals töten sie Hunderte von Seehundwelpen in nur wenigen Stunden.
Die Geschwindigkeit in Kombination mit den Witterungsverhältnissen führt häufig dazu, dass die Tiere zwar verwundet aber nicht getötet werden. Es kann dauern, bis der Seehundjäger zurückkehrt, um die Qual des Welpen zu beenden.
Es wird vermutet, dass Tausende lebendig gehäutet werden.
Die Grausamkeit der Robbenjagd wird auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich bestätigt.

Seehunde sind sehr soziale Tiere, die eine enge Bindung zu ihren Jungtieren aufbauen.
Im Jahr 2006 haben 425 Mitglieder des Europäischen Parlaments eine Deklaration unterzeichnet, welche ein EU-weites Verbot des Imports von Seehunden und Seehundprodukten fordert.
Zu diesem Zeitpunkt war dies die größte Anzahl von Unterzeichneren, die jemals eine Deklaration des Parlaments unterzeichnet hat.
Kürzlich versuchte Diana Wallis (Mitglied des Europäischen Parlaments) eine Textänderung der Deklaration durchzusetzen. Das vollständige Verbot von Seehundprodukten sollte demnach durch eine Kennzeichnung von „human gejagten“ Seehunden bzw. Seehundprodukten ersetzt werden.
Ein derartiges Vorhaben wird nicht nur schwer durchzusetzen, sondern auch unmöglich zu kontrollieren sein. Tierschutzexperten betonen, dass es keine humane Seehundjagd geben kann.
Zahlreiche Studien sowohl von Veterinären als auch von „Schlacht-Experten“ beweisen, dass zwar Tierschutzbestimmungen existieren, diese aber weder ausreichend sind noch entsprechend kontrolliert werden.
Die einzige Möglichkeit der EU die grausame Robbenjagd zu beenden, besteht in einem Importverbot von Robbenprodukten. Eine Ausnahme stellen dabei die von den Inuit für den eigenen Bedarf erlegten Robben dar.
Dies ist ein historischer Moment und die Möglichkeit für die Minister und Mitglieder des Europäischen Parlaments, Millionen von Robben vor einem grausamen Tod zu bewahren.
Bitte nehmen auch Sie an der Petition der Humane Society International teil, die die Mitglieder des Europäischen Parlaments auffordert, für ein Verbot der Robbenjagd zu stimmen >>