Jan 23, 2009

In der vergangenen Woche unterstützte die WSPA die palästinensische Tier- und Naturschutzgesellschaft "Palestine Wildlife Society (PWLS)" mit Geldmitteln, um mit diesen dringend benötigte tierärztliche Versorgungsgüter zu beschaffen und damit die Behandlung verwunderter Arbeitstiere zu ermöglichen. Die Situation der leidenden Tiere, wie sie sich mittlerweile darstellt, ist noch um ein Vielfaches schlimmer, als von uns ursprünglich befürchtet.
Nach dem Waffenstillstand gelang es den vor Ort arbeitenden Tierärzten Dr. Orhan Khateeb und Dr. Reem Khoury, genauere Informationen zu den aktuellen Tierschutzproblemen im Gaza-Streifen an die PWLS – ein Mitglied des WSPA- Partnernetzwerks – zu übermitteln.
Die betroffenen Tiere – zumeist handelt es sich um hart arbeitende Esel und Pferde – sind für den Wiederaufbau von Lebensgrundlagen in der Region, für die Schaffung einer Spur von Normalität für die Einwohner des Gazastreifens überlebenswichtig. Sie sind das Hauptverkehrs- und Haupttransportmittel vor Ort.
Die Untersuchungen der Veterinäre bestätigten den erwarteten Akutbedarf für eine medizinische Erstversorgung der in Not geratenen Tiere, deren schlimmstes Leid von Verletzungen und Wunden als Folge des Konflikts herrührt – verstärkt noch durch einen Mangel an Nahrung und Wasser.
Anfangs hatte die PWLS vorgesehen, dass zunächst die zur Arbeit benötigten Esel und Pferde sowie einige Haustiere behandelt und versorgt werden sollten, doch verwiesen die Veterinäre Khateeb und Khoury ausdrücklich darauf, dass ein unmittelbarer Bedarf an tierärztlicher Betreuung auch für Schafe, Ziegen sowie für die Bewohner des Gaza-Zoos gelten würde.
Bedingt durch die Konflikte der jüngsten Zeit, die es den Besitzern wie auch den Haltern der Tiere unmöglich machten, sich in der Region frei zu bewegen, sind viele Tiere bereits zu Tode gekommen.
An diesem Wochenende beabsichtigt die PWLS, Gerät und Medikamente in den Norden des Gazastreifens zu bringen und eine umfassendere Einschätzung des tiermedizinischen Bedarfs vor Ort – den der Zootiere eingeschlossen – vorzunehmen.
Für diesen Zweck hat die WSPA tierärztliche Versorgungsgüter im Wert von 10.000 US Dollar bereitgestellt, um Wunden und Verletzungen zu behandeln und die Folgen von konfliktbedingter Mangelernährung zu bekämpfen.