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Auge in Auge mit den größten Tieren der Welt

Aug 31, 2009

Für die Eröffnung der Ausstellung mit beeindruckenden, lebensgroßen Bildern von Walen in Oslo hat die WSPA mit norwegischen Tierschutzverbänden und dem Fotografen Bryant Austin zusammengearbeitet.

Die Ausstellung Øye til Øye(„Auge in Auge“) wird heute eröffnet und bietet den Besuchern einen einzigartigen Blick auf die für gewöhnlich wenig zutraulichen und geheimnisvollen Tiere. Die Ausstellung wird durch das Einspielen von Walrufen ergänzt.

Die riesigen Fotos – im Vergleich zu ihrer eigentlichen Größe hier nur bruchstückhaft wiedergegeben – legen ihren Fokus auf die Augen von Buckel-, Pott- und Minkwalen, so dass die Besucher sie als Artgenossen unter Säugetieren kennen lernen können.

Dadurch wird grade hier in Norwegen eine spannende und wichtige Sichtweise geboten, wo die Regierung weiterhin jährliche Fangquoten von 885 Minkwalen erteilt, trotz des internationalen Verbots kommerziellen Walfangs.

Tanya Schumacher, die Verantwortliche für Tiermedizin und Meeressäugetiere von Dyrebeskyttelsen Norge, sagte: „Wir hoffen und glauben, dass ein neues Verständnis und Respekt für die Wale entsteht, wenn man mit den Tieren Auge in Auge zusammentrifft.“

 

Das große Bild

Für die Organisation dieser Ausstellung, die einen anschaulichen Rahmen für die neue Kampagne Det store bildet („Das große Bild“) zur Abschaffung des kommerziellen Walfangs in Norwegen bereitet, haben die norwegischen Organisationen Dyrebeskyttelsen Norge und NOAH - for dyrs rettigheter mit der WSPA und Marina Mammal Conservation through the Arts (MMCTA) zusammengearbeitet.

Auf der Webseite der Kampagne können sich die Norweger über Wale und Walfang informieren. Die Initiatoren der Kampagne hoffen, dass die Menschen dazu angehalten werden, darüber nachzudenken, wie der Walfang diese empfindsamen und sozialen Tiere beeinträchtigt.

Siri Martinsen, Tierarzt und Vorsitzender von NOAH – for dyrs rettigheter, sagte: „Mit der Kampagne „Det store bildet“ wollen wir eine echte politische und öffentliche Debatte über das Wohl der Wale in unseren Gewässern anregen. Unserer Meinung nach sind die Norweger bereit für eine neue Sichtweise auf Wale und den Walfang.“

 

Der Grausamkeit ins Auge blicken

Fotograf Bryant Austin vor seinen lebensgroßen Fotos der Ausstellung

Beim Besuch der Webseite der Kampagne kann man ein Puzzleteil aufdecken, wodurch am Ende ein verdeckter Minkwal sichtbar wird. Den Norwegern wird dadurch Gelegenheit gegeben, eine Nachricht zu hinterlassen, die erklärt, warum sie ein Ende des kommerziellen Walfangs befürworten.

Claire Bass, Leiterin der WSPA-Meeressäugetierprogramme, erklärte hierzu: „Jedes Jahr erleiden hunderte Wale schreckliche Wunden durch explodierende Harpunen und sterben häufig erst nach einer Stunde. Laut einer vor kurzem erhobenen Umfrage ist damit nur einer von fünf Norwegern einverstanden. Wir hoffen, dass mitfühlende Norweger diese Gelegenheit nutzen, um sich für ein Ende dieses Leids auszusprechen.“

Ungefähr 500 Minkwale wurden im Jahr 2009 bisher in norwegischen Gewässern getötet, trotz der sonst so beeindruckenden Tierschutzgesetzgebung des Landes.

Die Kampagne „Det store bildet“ läuft in Norwegen noch bis zum Beginn der neuen Walfangsaison im April 2010.

 

Beeindruckende Momente

Bryant Austin, erfahrener Unterwasserfotograf und Gründer von MMCTA sprach zur Ausstellungseröffnung. Er ist monatelang mit spezifischen Walpopulationen unterwegs und nutzt die weltweit modernste Technik für Digitalfotografie, um die lebensgroßen Bilder zu schaffen, wie z.B. das 5,5 Meter lange Porträt eines Pottwalkalbs, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Bryant sagte: „Auge in Auge mit einem neugierigen Wal zu schwimmen, das ist ein seltener und besonderer Moment. Ich freue mich, eine neue Sichtweise auf die Wale bieten zu können, und hoffe, dass dies zu einer Debatte darüber führt, wie diese Tiere von uns behandelt werden sollten.“

 

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung Øye til Øye ist nach ihrer Eröffnung in Oslo noch einmal umgezogen. Sie ist noch bis zum 16. September im Walmuseum in Sandefjord (Norwegen) zu sehen.

 

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