Oct 14, 2009
Während der Welttierschutzwoche veranstaltete die WSPA zusammen mit Regierungsvertretern verschiedener Nationen eine Reihe von Treffen bei den Vereinten Nationen (UN). Ziel war es, die „Weltweite Tierschutzerklärung“ (UDAW) voran zu bringen. Die WSPA betonte den lebenswichtigen Zusammenhang zwischen Tierschutz und nachhaltiger Entwicklung.
Tierschutz ist wichtig: Vertreter der Vereinten Nationen erfuhren bei den Treffen, wie durch Tierschutzmaßnahmen für Nahrungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft gesorgt, Armut bekämpft und die Umwelt geschützt werden kann.
Mike Baker, Generaldirektor der WSPA, erklärte den Abgesandten der UN, dass „Tierschutz kein unbezahlbarer Luxus ist. Er ist ein grundlegender Bestandteil, um einige der dringendsten Probleme der Gegenwart lösen zu können.“
Die WSPA bat die Vereinten Nationen, die positiven Auswirkungen des Tierschutzes in ihrer diesjährigen Resolution der Generalversammlung zur nachhaltigen Entwicklung zu erwähnen. Dadurch sollen alle Staaten ermutigt werden, einen wertvollen Nutzen aus dem Tierschutz zu ziehen.
Die Erwähnung von Tierschutzmaßnahmen innerhalb der Resolution würde einen wichtigen Schritt für die Verabschiedung der „Weltweiten Tierschutzerklärung“ durch die Generalversammlung der UN darstellen.
Durch die Erklärung wird anerkannt, dass auch Tiere Schmerz und Leid empfinden können. Die Regierungen werden dadurch angeregt, nationale Gesetze zum Tierschutz zu erlassen, die auch die Menschen und ihre Umwelt schützen.
Jakob Strom, Berater für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der ständigen Vertretung Schwedens bei den Vereinten Nationen, bezeichnete die Verbindung zwischen Tierschutz und nachhaltiger Entwicklung als „eine Lösung, die sowohl für die Tiere, als auch für die Menschen Vorteile mit sich bringt.“

Um Einfluss auf diesen bedeutenden Schritt hin zu einem umfassenden Tierschutz zu nehmen, führte die WSPA bislang mit über 80 Ländern erfolgreiche Gespräche: Mit allen EU-Mitgliedstaaten, Japan, USA, Kanada, Mexiko, Australien, Neuseeland und der G77, einem Zusammenschluss vieler Entwicklungsländer.
Dr. Augustine P. Mahiga, Botschafterin in der ständigen Vertretung Tansanias bei der UN, setzt sich dafür ein, dass alle Staaten den praktischen Wert der Tierschutzes erkennen. Sie sagt: „Wir müssen die Diskussionen der verschiedenen Interessengruppen zur Tierschutzpraxis fortsetzen, damit diese sich zu einer Art Forum für erfolgreichen Tierschutz auf einer internationalen Ebene weiterentwickeln können.“
Jakob Strom gab sich zuversichtlich und sagte im Rahmen der Treffen, die von der WSPA initiiert wurden: „Die EU sieht im Tierschutz ein gemeinsames, globales Anliegen aller Staaten der Erde. Er soll daher fest in unserer neuen Verfassung, dem Vertrag von Lissabon, verankert werden.“
Mike Baker sprach davon, dass viele nationale Regierungen weiterhin die wichtige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rolle der Tiere in armen Gesellschaften übersehen.
Ein Beispiel aus dem Bereich der Katastrophenhilfe nach den Erdbeben in Pakistan im Jahr 2005: Hilfsorganisationen stellten fest, dass die Menschen die verteilten Zelte eher dazu nutzten, ihre Tiere zu schützen, als sich selbst.
Margareta Wahlström, Leiterin des Programms zur Risikoreduzierung bei Katastrophen der UN, bestätigte, dass Tiere dringend in die Hilfsmaßnahmen nach Unglücken integriert werden müssen. Sie betonte außerdem, dass der Verlust von Tieren unweigerlich dazu führt, „dass die betroffenen Menschen nach den Katastrophen noch ärmer als vorher sind.“
Zum Treffen mit der G77 hatte die WSPA auch Vinod Kapur, den Vorsitzenden von Keggfarms – einer Initiative für Geflügelaufzucht in Indien – eingeladen. Er erklärte ausführlich, wie einige der Millenniumsziele der UN durch Tierschutzmaßnahmen erreicht werden können.
Besuchen Sie die Website der „Weltweiten Tierschutzerklärung“ (UDAW) und lesen Sie, warum Tierschutz für alle Menschen wichtig ist.
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