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Zwanzig Jahre Bärenschutzzentrum

Dec 11, 2009

Nach fünfmonatiger Betreuung im Idaho Black Bear Rehabilitation Centre (IBBR) konnten drei verwaiste Jungbären in die freie Wildbahn zurückkehren.

Die Utah Division of Wildlife Resources hatte die Winzlinge in das gemeinnützig arbeitende Bärenschutzzentrum IBBR gebracht, das mittlerweile auf zwanzig erfolgreiche Jahre Rehabilitation und Auswilderung von Schwarzbären zurückblicken kann.  

Dank finanzieller Unterstützung durch die WSPA Welttierschutzgesellschaft ist das IBBR in der Lage, für Bären aus sieben anderen US-Staaten – einschließlich Utah – Rehabilitationsarbeit zu leisten. Verwaiste Bärenjunge werden aus anderen Bundesstaaten zum IBBR gebracht, wenn ihnen selbst die Einrichtungen und Fachkräfte für Rehabilitation und Wiedereingliederung fehlen.

„Die kleinen Utah-Bären gehören mit zu den intelligentesten, die ich in all den Jahren erlebt habe. Als sie hier waren, musste ich wirklich auf alles mit Adleraugen achtgeben. Sobald die Kleinen die Möglichkeit sahen, etwas zu öffnen, auseinanderzunehmen, umzubauen, dann konnten wir davon ausgehen, dass sie das auch machten. Und wenn es etwas vor den Bären sicher war, wusste ich, dass auch die anderen Bären nichts damit anstellen können", lacht Sally Maughan, die Gründerin von IBBR.

 

Beste Bärenfreunde

Der ungewöhnlich hellfellige Ikaika lehnt an der unteren  Sitzstange, während Mahalo sich selbstbewusst aufgerichtet hat

Als die drei Bärenjungen eintrafen, wogen sie zwischen 4 bis 5 Kilogramm. Die beiden Weibchen heißen Malihini (hawaiisch für „Gast”) und Pulama (hawaiisch für „lieb haben“), der kleine Junge wurde auf den Namen Ikaika (Hawaiisch für „stark“) getauft.

Als Ikaika in das Schutzzentrum kam, freundete er sich sofort mit dem Bärenmädchen Mahalo aus Oregon an. Die ganze Zeit spielten sie zusammen.

„Obwohl Bären – genau wie die Menschen – Freundschaften entwickeln können, habe ich eine solch starke Verbundenheit nur zweimal in meinen 20 Dienstjahren hier beobachten können. Tatsächlich, wenn ich die beiden beobachtete, sah ich, wie sie zuweilen völlig im Gleichschritt – Schulter an Schulter – nebeneinander herspazierten, so als wären sie an den Rippen zusammengewachsen,“ erzählt Sally.  
  
Für Mahalo war es daher ein ziemlich trauriger Tag, als die drei Bären die Utah-Station wieder verließen. Doch Mahalos Auswilderung ist erst für einen späteren Zeitpunkt geplant. Solange wird er mit anderen Bärenjungen spielen.

Mitarbeiter von der Utah Division of Wildlife Resources holen die drei Bärenjungen ab, kennzeichnen sie und bringen sie nach Utah, in die Wildnis, wo sie freigelassen werden.

 

Pionierarbeit wird anerkannt

Das in 1989 von Sally Maughan gegründete Bärenzentrum IBBR hat sich seither der Sofortversorgung von über 200 verwaisten und verletzten Bärenjungen gewidmet. Davon konnten über 96 Prozent in die freie Wildbahn zurückkehren.

„Ende der achtziger Jahre widmeten sich nur sehr wenige US-Staaten der Rehabilitation von Bärenjungen, und noch weniger entwickelten sie Programme, um die Bären auf ihre Wiedereingliederung in die Wildnis vorzubereiten. In enger Zusammenarbeit mit bundesstaatlichen, nationalen und internationalen Fachkräften ist Sally ein erfolgreiches Rehabilitierungsprogramm gelungen“, sagt Victor Watkins, Wildtier-Experte bei der WSPA.

Eine von der WSPA und dem IBBR über einen Zeitraum von drei Jahren gemeinsam durchgeführte Studie hat den Beweis erbracht, dass in Gefangenschaft aufgezogene Bärenjunge durchaus zu selbständigen Wildtieren heranwachsen können, die dann auch voll überlebensfähig sind. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine erfolgreiche Auswilderung offenbar von folgenden entscheidenden Voraussetzungen abhängt:  

  • sozialer Umgang mit anderen Bärenjungen und dies zu einem möglichst frühen Zeitpunkt,

  • Wahl des Auswilderungsgebietes nach ausreichend hohen Qualitätsmerkmalen,

  • Weitgehende Beschränkung der Kontakte zum Menschen während der ersten 7 bis 10 Tage.

Die Bärenstation IBBR erfüllt all diese Kriterien zum Wohl ihrer Schützlinge. 

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