Sep 13, 2010

Am 25. August befreiten die rumänische Polizei und Mitglieder der Umweltschutzbehörde in einem Dorf in der Nähe von Fagaras ein Bärenjunges aus Gefangenschaft. Das Tier ist inzwischen wohlbehalten im Bärenreservat Zarnesti angekommen, wo es nun zusammen mit fünf weiteren Jungbären leben wird.
Das Bärenjunge war von örtlichen Forstarbeitern zu einem nahegelegenen Landgasthof gebracht worden, wo es dann in einem vier mal vier Meter messenden Metallkäfig eingesperrt war. Der Bär ist etwa ein Jahr alt und erhielt den Namen Tello.
Ein Bürger entdeckte das Tier und meldete Tellos Gefangenschaft. Daraufhin organisierte ein Team aus Mitgliedern der Polizei und des Bezirksverbandes der Jäger und Fischer von Fagaras und Mitarbeitern des Bärenreservats Zarnesti die Befreiung und Rettung des Bären.
Auf einer Pressekonferenz in Brasov wurde anschließend über den Einsatz berichtet, und auch die nationalen Nachrichtenmedien von Rumänien berichteten Tellos Geschichte. Das Interesse der Medien zeigt, dass der gemeinsame Einsatz von Milioane de Prieteni und der WSPA für die Beendigung der grausamen Gefangenschaften von Bären erfolgreich ist. Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit, die Behörden und die Medien unsere Botschaft aufgreifen und sie dadurch auch Menschen erreicht, die immer noch Interesse daran haben, sich einen Bären zu halten. Das private Halten eines Bären in Gefangenschaft ist heute in Rumänien gesetzlich verboten. Cristina Lapis hat mit ihrem Bärenreservat dazu beigetragen, dass das gesetzliche Verbot verschärft wurde. Tellos Befreiung war die einzige derartige Rettungsaktion im Bezirk Zarnesti in diesem Jahr, was den Erfolg des von Cristina im Jahr 2005 gegründeten Bärenreservats nur unterstreicht.
Den Eigentümer des Landgasthofes erwartet nun eine Gefängnisstrafe zwischen drei und zwölf Monaten oder eine Geldstrafe von 30.000 bis 60.000 Leu (etwa 7.000 bis 14.000 Euro).