Mar 23, 2010

Die Mongolei leidet gegenwärtig unter einem extrem kalten und schneereichen Winter mit Temperaturen bis zu -46 Grad Celsius, den die Mongolen als „Dzud“ bezeichnen. Diese extremen Wetterbedingungen verursachen großes Leid im Land, besonders bei den Viehzüchtern und ihren Herden.
Bis Mitte Februar waren bereits 2,3 Millionen Tiere gestorben – vor allem Schafe und Ziegen, aber auch Rinder, Pferde und Kamele sind betroffen. Schätzungen zufolge sollen dem diesjährigen „Dzud“ insgesamt bis zu 20 Millionen Tiere zum Opfer fallen. Etwa 40 Prozent der Mongolen leben von der Viehzucht und sind damit von ihren Tieren abhängig, deswegen besteht in der Katastrophenhilfe in der Mongolei auch eine humanitäre Notwendigkeit.
Kalte Winter sind für die Mongolei relativ normal, doch dieser Winter ist der härteste seit 30 Jahren. Für die extremen Auswirkungen des „Dzud“s gibt es mehrere Ursachen.
Ein bedeutender Aspekt war die Dürre des vorhergehenden Sommers. Dadurch hatten die Schäfer nicht genügend Futter, um die Tiere während des Sommers angemessen zu versorgen. Zum anderen war es ihnen nicht möglich, einen hinreichenden Vorrat für den Winter anzulegen. Der Futtermangel schwächte die Tiere sehr, so dass sie dem harten Winter nicht standhalten können.
Außerdem fällt in einem „Dzud“-Winter weit mehr Schnee als üblich. Die dicke Schneedecke verdeckt lebensnotwendiges Futter der Tiere. Sie finden auf den Weiden nichts außer Schnee und müssen mit Vorräten gefüttert werden. Der viele Schnee erschwert es den Schäfern jedoch, die Tiere in die Stallungen zu bringen und sie mit dem wenigen verbleibenden Futter zu versorgen. Die Tiere leiden an Unterernährung und sind extrem anfällig für Unterkühlung (Hypothermie). Die ungewöhnlich niedrigen Temperaturen von bis zu -46 Grad Celsius verschlimmern die Situation zusätzlich.
Die mongolische Regierung hat bereits Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Sie verkaufte den Viehzüchtern insgesamt 4.000 Tonnen Heu und 5.000 Tonnen Futter zum halben Preis und brachte 83.000 US Dollar auf, um Kraftstoff und Transportmittel für die Waren bereitzustellen. Die staatlichen Vorräte scheinen jedoch bereits erschöpft zu sein.
Aufgrund der extremen Wetterbedingungen war es lange Zeit schwer, von außen in die betroffenen Gebiete zu gelangen. Deshalb unterstützte die WSPA ihre mongolische Mitgliedsorganisation Cambridge and MongolianDisaster Appeal (CAMDA) vorerst mit finanziellen Mitteln, bevor sie das WSPA Katastrophenhilfe-Team (DART) in die Mongolei schicken konnte. Mit anfänglich 40.000 US-Dollar machte sich das DART-Team auf den Weg in die Mongolei, um etwas gegen die katastrophale Lage der Tiere zu tun. Weitere 40.000 US-Dollar Unterstützung sollen noch folgen.
Mit dem Geld stellt die WSPA Heu und Futter bereit, weil unterernährte Tiere besonders anfällig für Unterkühlung sind. Außerdem ist die Beschaffung von Brennstoff sehr wichtig, damit die Viehzüchter ihre Herden vor der extremen Kälte schützen können. Und auch die Versorgung mit Medikamenten ist von hoher Priorität, um die geschwächten und unterernährten Tiere mit Energie zu versorgen.
Der harte Winter in der Mongolei ist noch lange nicht vorbei und auf den Frühling müssen die Mongolen noch mehr als drei Monate warten.
Die Tiere im Krisengebiet brauchen jetzt Ihre Unterstützung.
Helfen Sie den Tieren in der Mongolei. Sie brauchen dringend Futter, damit Sie nicht am Erfrierungstod sterben müssen. Helfen Sie uns, damit wir die Tiere füttern und vor dem Erfrierungstod bewahren können.
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