Folgen Sie uns auf Twitter
WSPA Welttierschutzgesellschaft e.V. auf Facebook

Norwegens Walfang: Mehr als 101.000 Menschen fordern ein Ende dieser Grausamkeiten

Jun 17, 2010

Jagd auf einen Minkwal - norwegisches Walfangschiff

Über 101.000 Menschen aus mehr als 120 Ländern haben den offenen Brief der WSPA Welttierschutzgesellschaft an den norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg unterschrieben. Sie fordern ihn auf, den grausamen kommerziellen Walfang zu beenden. Es war die größte öffentliche Protestwelle gegen den norwegischen Walfang seit 1993.

Menschen aus aller Welt folgten dem WSPA-Aufruf, sich gegen Norwegens grausamen Walfang auszusprechen. Jetzt ist Norwegen an der Reihe und muss seine veralteten Praktiken verteidigen.

Die öffentliche Protestwelle kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Nächste Woche findet die 62. Versammlung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir, Marokko, statt. Dabei werden die IWC-Mitglieder über einen wahrscheinlich verheerenden Vorschlag abstimmen, der das seit 25 Jahren bestehende internationale Walfangverbot praktisch aufheben würde. Die IWC würde Norwegen – einer von nur drei Nationen, die gegen das internationale Verbot verstoßen – erlauben, 6.000 Minkwale innerhalb der nächsten 10 Jahre zu töten.

Anfang der Woche sorgte die Veröffentlichung von neuem erschreckenden Filmmaterial für Aufsehen, das die Grausamkeit des norwegischen Walfangs demonstriert. Die öffentliche Resonanz ist enorm: Die WSPA-Petition – die ein Ende dieser grausamen und unnötigen Praxis fordert – wurde bereits von tausenden Menschen aus aller Welt unterschrieben – unter ihnen auch über 5.000 Norweger.

Ein Ende für Norwegens Walfang

Joanna Toole, WSPA-Programm-Managerin für Meeressäuger, sagt: „Die Zeit von Norwegens Walfang ist abgelaufen. Unsere jüngsten Untersuchungen haben ergeben, dass der Walfang einfach grausam, unzuverlässig und unmenschlich ist. Die globale Stimme gegen den Walfang wird immer größer: Über 101.000 Menschen fordern, das Leid der Wale über politische Interessen zu stellen. Nun ist Norwegen an der Reihe und muss sein Festhalten an dieser veralteten Praxis verteidigen.”

Ende Mai hatten die WSPA und die norwegischen Tierschutzorganisationen Dyrebeskyttelsen Norge und NOAH – for dyrs rettigheter erschreckendes Fillmmaterial erhalten, das die Jagd des norwegischen Walfangschiffes „Rowenta“ auf einen Minkwal zeigt. Nachdem die Walfänger das Tier mit einer explodierenden Harpune beschossen hatten, gelang es ihnen mindestens 22 Minuten nicht, den Wal zu töten. Das Video – und die enorme internationale Resonanz – unterstützt die Haltung der WSPA: Aufgrund der enormen Größe der Wale und des schwierigen Jagdumfeldes gibt es einfach keine humane Methode, die Tiere im Meer zu töten.

Carl-Egil Mastad, Leiter von Dyrebeskyttelsen Norge, sagt: „Wir fühlen uns sehr ermutigt durch diese starke globale Ablehnung des norwegischen Walfangs. Besonders beeindruckt bin ich von den tausenden Norwegern, die ihr Land auffordern, den Walfang zu beenden. Es ist an der Zeit, dass die Regierung das anerkennt und endlich handelt.”

Wann wird Norwegen reagieren?

Die WSPA verbreitete die Online-Petitionen in acht verschiedenen Sprachen. Heute werden Dyrebeskyttelsen Norge und NOAH alle Unterschriften an den norwegischen Ministerpräsidenten überreichen.

Siri Martinsen, Tierärztin bei NOAH meint: „Der grausame Walfang geschieht zwar außer Sichtweite, aber er ist nicht vergessen. Die Menschen werden diese brutale Tiermisshandlung nicht länger dulden. Wir sind gespannt auf die Reaktion des Ministerpräsidenten und hoffen, dass er mit Verstand und Mitgefühl handelt.”

Lesen Sie hier den kompletten Bericht über die Minkwal-Jagd in Norwegen (engl.)>>

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print

Connect with WSPA on:

FacebookTwitterYouTubeFlickr