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Entscheidung über Stierkampfverbot in Katalonien – internationale Unterstützung wächst

Jul 26, 2010

Die blutige Realität eines Stierkampfes in Katalonien.

Nobelpreisträger John M. Coetzee und Vertreter der amerikanischen Tierschutzorganisation Veterinary MedicalAssociation (HSVMA) sprachen sich in Briefen an das Parlament für ein Stierkampfverbot aus.

In einem gemeinsamen Brief an den katalanischen Parlamentspräsidenten Ernest Benach fordern Nobelpreisträger John M. Coetzee und Priscilla Cohn, Witwe des katalanischen Philosophen Ferrater Mora, die Abgeordneten auf, die von PROU (www.prou.cat) organisierte Volksinitiative zu unterstützen und den Stierkampf zu verbieten.

Grausamkeit ist nicht mit individueller Freiheit zu entschuldigen

Zu dem von Stierkampf-Lobbyisten vorgebrachten Argument, eine Abschaffung des Stierkampfes wäre ein Eingriff in die individuelle Freiheit, erklären Coetzee und Cohn, dass „weder in moralischer noch rechtlicher Hinsicht unsere individuelle Freiheit uns das persönliche Recht gibt, andere Lebewesen – ob nun Menschen oder nicht – zu behandeln, wie es uns gerade passt.“

Stierkampf ist sehr wohl Tierquälerei

Weitere Unterstützung erhielt die Kampagne vonseiten der amerikanischen Tierschutzorganisation Humane Society Veterinary Medical Association (HSVMA). Vertreter der Gesellschaft appellierten in einem Brief an das katalanische Parlament, jenen Stimmen keinen Glauben zu schenken, die bezweifeln, dass die Stiere während der Kämpfe erheblichen Qualen ausgesetzt sind.

Die HSVMA und anerkannte Tiermediziner sowie Tierethiker, die den Brief mit unterzeichnet haben, sind damit die vierte Gruppe von Veterinärexperten, die sich öffentlich für ein Ende des Stierkampfes aussprechen. Genau wie sie haben auch die spanische Vereinigung von Tierärzten für die Abschaffung der Tauromanie (AVAT), die französische Gemeinschaft von Tierärzten gegen den Stierkampf und die Fakultät für Biowissenschaften der Universität Valencia Regierungsvertreter aufgefordert, den Stierkampf aufgrund seiner unvertretbaren Grausamkeit zu verbieten.

Ihre Stimme in Barcelona

Anfang dieser Woche werden Vertreter der WSPA Parlamentspräsident Ernest Benach einen Brief übergeben, der von mehr als 140.000 Unterstützern aus 120 Ländern unterzeichnet wurde. Der Brief wendet sich an die Abgeordneten des katalanischen Parlamentes. Die Unterzeichner bekunden darin ihre Unterstützung für die gesetzgebende Volksinitiative zur Abschaffung des Stierkampfes und fordern ein Ende des Stierkampfes in Katalonien.

Die WSPA wird die Abstimmung im katalanischen Parlament mitverfolgen und aktuell über das Geschehen berichten.

 

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