Jun 14, 2010

Eine gefährliche Doppelbedrohung steht den Walen diesen Monat bevor: Zum einen ist die norwegische Walfangsaison in vollem Gange, zum anderen diskutiert die internationale Walfangkommission (IWC) einen wahrscheinlich katastrophalen Kompromissvorschlag. Die Umsetzung dieses „Kompromisses“ könnte die Rückkehr des kommerziellen Walfangs bedeuten. Auch der Deutsche Bundestag lehnt den Vorschlag ab und will sich für einen konsequenten Walschutz in der EU und der IWC einsetzen.
Ende Juni findet die jährliche Sitzung der internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Beim diesjährigen Treffen soll ein sogenannter „Kompromissvorschlag“ zwischen den Walfangbefürwortern und -gegnern diskutiert werden.
Eine Umsetzung dieses Kompromisses würde den Walfangnationen ihre grausame Jagd gewissermaßen legitimieren und einen enormer Rückschritt für den Tier- und Naturschutz bedeuten. Würden die IWC-Mitglieder zu seinen Gunsten entscheiden, unterschrieben sie praktisch das Todesurteil für fast 13.000 Wale im Laufe der nächsten zehn Jahre.
Obwohl die großen Walfangnationen – Island, Norwegen und Japan – das international vereinbarte Walfangverbot regelmäßig brechen, würde dieser Vorschlag die Zahl der getöteten Wale insgesamt nicht nennenswert verringern. Mit seiner Umsetzung laufen die IWC-Staaten vielmehr Gefahr, weiteren Staaten den Weg zu diesem überholten und unnötigen Gewerbe zu ebnen. Anderen Walfangbefürworter – wie Russland oder China – würde es wieder erlaubt werden, selbst Walfang zu betreiben.
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Dieser Vorschlag der IWC macht deutlich, wie weit sie von modernen Werten entfernt ist – dass es extrem unmenschlich ist, Wale mit explodierenden Harpunen abzuschießen, übersieht sie ganz einfach.
Zusätzlich benachteiligt der Kompromissvorschlag die Walfanggegner: Wird der Vorschlag der IWC angenommen, werden die Steuerzahler von Anti-Walfang-Nationen den kommerziellen Walfang quasi mitfinanzieren. Denn die Kosten für das neue Regelwerk müssen alle Mitgliedstaaten tragen, nicht nur jene Walfangnationen, die davon profitieren.
Norwegen ist einer von nur drei Staaten, die gegen das internationale Walfangverbot verstoßen. Damit verspielt es seinen guten Ruf, eine fortschrittliche Nation zu sein, die sich um den Tierschutz sorgt.
Indem Sie unsere Petition unterschreiben, zeigen Sie den norwegischen Parlamentsmitgliedern, dass Sie den grausamen und unnötigen Walfang ablehnen.
Ohne Ihre Hilfe werden dieses Jahr wieder über 1.200 Minkwale durch explodierende Harpunen und Gewehrschüsse sterben. Wir müssen Norwegen JETZT klar machen, dass das vollkommen unakzeptabel ist.
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