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Grausame Weihnacht: WSPA-Untersuchung enthüllt Realität der Rentierschlachtung

Dec 6, 2010

Videoaufnahmen, die kürzlich von WSPA-Mitarbeitern in Schweden und Finnland gemacht wurden, zeigen deutlich, welche Torturen die Tiere erleiden, wenn sie in riesigen Herden zusammengetrieben, zum Schlachthaus transportiert und geschlachtet werden.

Bildmaterial aus dem Untersuchungsbericht zeigt in verstörender Genauigkeit, wie sehr die Tiere bei diesem vor allem kommerziellen Vorgehen leiden müssen. (Die WSPA weist ausdrücklich darauf hin, dass das Videomaterial schockierende Szenen enthält, die besonders für Tierfreunde nicht einfach anzuschauen sind.)

 

„Das Bildmaterial ist besonders in dieser festlichen Zeit des Jahres bestürzend, doch es zeigt ganz nüchtern das Leiden der Rentiere“, so Roger Petterson, Leiter des WSPA-Büros in Schweden.

„Das Recht der Rentierhaltung ist in Schweden exklusiv der samischen Bevölkerung vorbehalten. Seit aber einige kommerzielle Akteure mitmischen, hat sich die Art und Weise, mit der diese sanften Tiere behandelt werden, dramatisch verschlechtert.“

 

Unzumutbare Grausamkeit

Die von der WSPA gemachten Aufnahmen zeigen, dass die Rentiere durch das Vorgehen in mehrfacher Weise entgegen ihres natürlichen Verhaltens genötigt werden, und das trotz gegenteiliger gesetzlicher Regelungen. Normalerweise ziehen Rentiere frei in der Wildnis umher, ohne jemals in Kontakt mit  Menschen zu kommen. Indem sie durch eine Gruppe von Männern zu großen Herden von über einhundert Tieren zusammengetrieben werden,, werden sie sichtlich in Panik versetzt und versuchen zu fliehen.

Die Qual der Tiere nimmt weiter zu, als sie in Einzäunungen getrieben und ihnen die Ohren verstümmelt werden. Wie das Filmmaterial mehrfach zeigt, werden sie schwer misshandelt, wenn sie sich verzweifelt dagegen wehren, auf den Transporter zum Schlachthaus verladen zu werden.

 

Transport und Schlachtmethoden verstoßen gegen Gesetze

„Im Transporter können ihre charakteristischen Geweihe den dicht gedrängten Rentieren zum tödlichen Verhängnis werden. Sie können sich in einander verfangen, den Kopf eines Tieres gegen die Innenseite des Transporters pressen oder Tiere tödlich verwunden, und das noch vor der Ankunft am Schlachthaus“, berichtet Petterson.

„Unsere Bildaufnahmen zeigen zwei Schlachtmethoden, zum einen das Durchschneiden der Kehle mit einem Messer, zum anderen ein Bolzenschuss vor die Stirn, wobei die Tiere austreten und verzweifelt versuchen, sich freizukämpfen und zu entfliehen. Ganz egal, welche Methode zum Einsatz kommt, die Schlachter verstoßen damit eindeutig gegen die in Schweden und Finnland geltenden Gesetze, welche ausdrücklich festlegen, dass Tiere in Schlachthäusern keinen unnötigen Qualen, Schmerzen oder Leiden auszusetzen sind. Es muss verhindert werden, dass diese Praxis fortgeführt wird.“

Ob Sie sich entscheiden, die gefilmten Grausamkeiten anzuschauen oder nicht, Sie können etwas unternehmen, um dem Leiden der Rentiere ein Ende zu bereiten. Schreiben Sie einen Online-Brief an den Nordischen Rat, einem interparlamentarischen Forum für Zusammenarbeit der skaninavischen Länder, und bitten Sie die Minister ausdrücklich darum, ihre Tierschutzgesetze, die seit der Växjö-Erklärung von 2008 bestehen, durchzusetzen. Diese Vereinbarung belegt die Zustimmung des Ministerrats, dass Tiere fühlende Lebewesen sind und als solche mit Respekt behandelt werden müssen. Laut dieser Vereinbarung ist die momentane Schlachtung untragbar und muss sofort beendet werden.

Hier geht es zur Online-Petition >>

 

 

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