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Katalonien schreibt Geschichte: Der Stierkampf wird abgeschafft

Jul 28, 2010

Die blutige Realität eines Stierkampfes in Katalonien.

Die WSPA feiert heute mit den Katalanen, denn das Parlament hat für ein Stierkampfverbot gestimmt. Das ist ein großartiger Erfolg für tausende Spanier und ein starkes Signal für den Rest der Welt, sich gegen grausame Stierkämpfe auszusprechen.

Das katalonische Parlament entschied heute über ein Stierkampfverbot innerhalb dieser Region. 68 katalonische Abgeordnete stimmten für das Verbot, während sich 55 dagegen aussprachen. Das Verbot tritt zum 1. Januar 2012 in Kraft. Stiere werden nicht länger in den Arenen von Katalonien einen schmerzhaften Kampf durchmachen müssen, der letztendlich zum Tod führt. 

WSPA-Mitarbeiter waren vor Ort und haben heute Morgen die bahnbrechende Stimmung erlebt. Auf Twitter und Facebook können Sie mehr darüber erfahren:

 

Ein Kampf gegen die Grausamkeit

Die heutige Abstimmung ist das Ergebnis des jahrelangen Einsatzes und der unermüdlichen Arbeit von Tierschutzorganisationen der ganzen Welt.  Die Kampagne „PROU“ („Es ist genug!“) vereinte tausende katalanische Bürger, die gemeinsam in ihrer Region ein Ende der blutigen und grausamen Stierkämpfe forderten. Seit Dezember 2009 hatten bereits über 180.000 katalanische Bürger die „PROU“-Kampagne unterstützt.

Auf einer Pressekonferenz nach der Debatte und der Abstimmung im Parlament sagte ein Sprecher von „PROU“: „Heute ist der Tag, auf den wir gewartet haben: Das Leiden der Tiere in katalonischen Arenen ist ein für alle Mal zu Ende.“
„Katalonien geht mit gutem Beispiel voran. Alle Länder, in denen der Stierkampf immer noch erlaubt ist, sollten sich nach diesem ersten Verbot der uralten Tradition richten und in eine neue Ära der Kultur eintreten“, sagte Dirk Jan Verdonk, WSPA-Referent für die Anti-Stierkampfkampagne. „Die Abstimmung ist ein Zeichen dafür, dass Katalonien bereit ist, auf politischer Ebene etwas zu ändern. Mit dieser Abstimmung haben die Politiker Kataloniens gezeigt, dass sie den Wunsch der Menschen, dem Stierkampf ein Ende zu bereiten, respektieren.“

 

Internationale Unterstützung für Katalonien

WSPA Aktivisten mit einem Banner vor dem katalanischen Parlament. Sie zeigen, dass Tausende von Menschen weltweit das Verbot des katalanischen Stierkampfes unterstützen.

Seit der ersten Abstimmung, die diesen Prozess im Dezember 2009 in Gang brachte, hat die WSPA weltweit Unterschriften von ihren Unterstützern gesammelt. Es ist ihr gelungen, 85.000 Unterschriften für die katalonische Kampagne zum Verbot des Stierkampfes zu sammeln. Mit Unterstützung des britischen Schauspielers Ricky Gervais sind noch einmal über 25.000 Unterschriften hinzugekommen.

In den letzten 24 Stunden unserer Kampagne konnten wir mehr als 25.000 Unterschriften sammeln. Am 26. Juli trafen sich Vertreter der WSPA mit Ernest Benach, dem Präsidenten des katalonischen Parlaments, um darzulegen, wie viele Menschen in der ganzen Welt sich für dieses Verbot einsetzen.

 

Immer mehr Länder verbieten den Stierkampf

Ein Verbot des Stierkampfes in Katalonien steht in Übereinstimmung mit einem immer stärker werdenden Trend. Immer mehr Länder verbieten diese Praxis. Innerhalb Spaniens ist der Stierkampf bereits auf den Kanarischen Inseln verboten, ebenso wie in einigen Städten in Frankreich, Ecuador, Venezuela, Portugal und Kolumbien. Ein Verbot in Katalonien wird ein klares Zeichen setzen und anderen spanischen Regionen ein Beispiel sein, um die Grausamkeiten des Stierkampfes zu beenden.

Klicken Sie hier für weitere Informationen über die Arbeit der WSPA gegen den Stierkampf weltweit >>

 

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