Jun 21, 2010

In den vergangen Wochen standen die australischen Filialen von The Body Shop ganz im Zeichen der WSPA-Kampagne für die Beendigung von Schaftransporten. Ziel war es, eine riesige Papierkette mit 40.000 Kettengliedern anzufertigen. Genauso viele Schafe sterben jedes Jahr auf ihrem Weg von Australien in den Nahen Osten.
Innerhalb von nur vier Wochen beteiligten sich unglaubliche 63.451 Menschen an der Aktion und fügten ein Papierkettenstück hinzu. Die Kette, die so lang ist, dass sie fünf Mal über die Sydney-Harbour-Brücke gelegt werden kann, wurde inzwischen den australischen Parlamentsmitgliedern vorgelegt.
Das Umdenken zeigt Wirkung: Das australische Amt für Statistik (ABS) gab bekannt, dass die Ausfuhrzahl der Schafe im Februar 2010 die niedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1989 war und auch die Ausfuhrzahl im Januar war die niedrigste seit 18 Jahren.
Emily Reeves, WSPA-Programmkoordinatorin, freut sich über den enormen öffentlichen Anklang und fordert die Regierung auf, endlich zu handeln: “Immer wieder haben wir gesehen, dass die Versprechen der Regierung und der Industrie den australischen Schafen nichts nützen. Mit der Unterstützung der Body-Shop-Mitarbeiter und -Kunden wird der Regierung nun klar und deutlich vermittelt, dass die Australier solche Grausamkeiten nicht wollen. Es ist an der Zeit, dass die Regierung unter Premierminister Rudd der australischen Öffentlichkeit zuhört und unsere Tiere respektvoll behandelt.”
Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass ein Abbau von Lebendexporten möglich und auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Ein in Australien verarbeitetes Schaf könnte ein Einnahmeplus von 20 Prozent bedeuten und Arbeitsplätze in benachteiligten, ländlichen Gegenden Australiens sichern. Gleichzeitig ginge es auch den Tieren besser.
Mark Kindness, Geschäftsführer von The Body Shop in Australien, fügt hinzu: “Es handelt sich um eine wirklich unnötige Grausamkeit, für die es realistische Alternativen gibt.”