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„Weltweite Tierschutzerklärung“ erreicht Nikaragua – die WSPA hilft bei der Umsetzung

Dec 21, 2010

Die fehlgeleitete Angst vor Tollwut setzt Hunde unnötiger Grausamkeit aus.

Die WSPA begrüßt die Einführung der Tierschutzgesetze in Nikaragua. Nach 5 Jahren harter Arbeit wird endlich eine weitreichende Gesetzgebung eingeführt. Die WSPA hat zusammen mit der ortsansässigen NGO AMARTE und den Mitgliedsorganisationen CJA und UCC einiges erreicht.

Dem Gesetz zum Schutz und Wohlbefinden von Haustieren und domestizierten Wildtieren wurde ein neuer Paragraph hinzugefügt. Die unberechtigte Tötung von Haustieren und domestizierten Wildtieren durch Biozide ist jetzt nach dem Strafgesetzbuch strafbar und wird mit einer Haftstrafe sanktioniert.

 

Grausamkeiten bei Stierkämpfen verboten

Grausamkeiten gegenüber Tieren allein aus Unterhaltungszwecken sind jetzt verboten. Dazu gehört auch das unnötige Verletzen oder Töten von Stieren während eines Stierkampfes. Diese Art der Unterhaltung ist in Nikaragua zwar nicht so weitverbreitet wie in anderen Teilen der Welt. Dennoch findet sie jährlich bei traditionellen, lokalen Festivitäten statt. Mit dem Verbot ist ein weiterer historisch bedeutsamer Schritt geschafft.

Zukünftig erhalten Zirkusse, die wilde Tiere wie Bären, Elefanten, Löwen und Tiger in ihr Programm einbeziehen, keine Einreiseerlaubnis. Damit wird gleichzeitig sichergestellt, dass Wanderzirkusse Zentralamerika nicht mehr durchqueren können.

 

Kulturelle Zugeständnisse

Einige Zugeständnisse an die nikaraguanische Kultur waren jedoch notwendig, um die neue Gesetzgebung durch das Parlament zu bekommen. Und tatsächlich wurde das Gesetz mit einer überwältigenden Mehrheit von 74 Stimmen angenommen. Nur Fünf stimmten dagegen. Als ein Teil der Zugeständnisse wurden die beliebten Rodeo-Shows nicht verboten. Genau wie die in Nikaragua am meisten akzeptierte und institutionalisierte Tiermisshandlung: der Hahnenkampf. Es wurde allerdings das Versprechen abgegeben, Hahnenkämpfe weniger grausam zu gestalten.

Ein weiterer wichtiger Paragraph verbietet, Gewalt gegen Tiere im Fernsehen oder Kino zu zeigen. Außer es dient der Bewusstmachung für den Tierschutz.

 

Der verantwortliche Umgang wird gefördert

Das Gesetz verbietet nicht nur Tiermisshandlungen, sondern möchte auch umfassend für den Tierschutz sensibilisieren.

Überanstrengte Arbeitspferde, die in diesem weitestgehend landwirtschaftlichen Land häufig vorkommen, werden mit diesem Gesetz ebenfalls geschützt. Auch, wenn nur ein Minimum an Standards für den Umgang mit diesen Tieren eingeführt wurde. Bis jetzt standen in Nikaragua nur Wildtiere unter einem gewissen Schutz. Aber die neue Gesetzgebung umfasst auch Haustiere, Arbeitspferde und in Gefangenschaft lebende Wildtiere.

 

Die „Weltweite Tierschutzerklärung“ erleichtert den Weg

Der Weg zu diesem bedeutsamen Sieg begann vor fünf Jahren. Die WSPA hat zusammen mit den nikaraguanischen Mitgliederorganisationen ein neues gesetzliches Instrument ausgearbeitet. Dieses sollte den vorhandenen Bedürfnissen der Tiere gerecht werden. 2009 erreichte die Kampagne ihren Höhepunkt, als die Regierung der „Weltweite Tierschutzerklärung“ (UDAW) ihre Unterstützung zusicherte.

Das neue Gesetz gilt als die konkreteste Unterstützung der Regierung für die Kampagne.
„Dieses Gesetz ist ein Meilenstein auf dem langen Weg zur Anerkennung von Tierschutz. Besonders in einem Land, in dem das Wohlergehen von Tieren lange keine Beachtung fand”, so Marcela Vargas, Leiterin des WSPA-Büros in Zentralamerika.

„Die Bestätigung dieses Tierschutzgesetztes ist für die Nikaraguaner und ihre Tiere ein Grund zum Feiern. Wir möchten den Abgeordneten der Republik Nikaragua gratulieren, dass sie das Gesetz Wirklichkeit haben werden lassen.”

 

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