Feb 26, 2010

Die WSPA freut sich, vermelden zu können, dass sich die Regierungen von Bolivien und Nicaragua uneingeschränkt für die „Weltweite Tierschutzerklärung” ausgesprochen haben. Die Annahme einer solchen Erklärung durch die Vereinten Nationen würde für den globalen Tierschutz einen Fortschritt ohnegleichen bedeuten.
Beide Länder erkennen an, dass eine „Weltweite Tierschutzerklärung“ nicht nur den Tieren zugute käme, sondern auch den Menschen – besonders den Ärmsten der Erde – und der Umwelt.
Dem trug das bolivianische Außenministerium mit der Aussage Rechnung, seine Entscheidung stelle einen „strategischen Pfeiler zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und -souveränität“ des Landes dar und man sehe im „Schutz des Tierwohls eine Voraussetzung dafür, den Verbraucher mit gesunden Produkten höchster Qualität zu versorgen“.
Das Außenministerium von Nicaragua betonte seinerseits „die wichtige Rolle, die Tiere für das natürliche Gleichgewicht spielen, sowie ihre Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen in Nicaragua und dem Rest der Welt“.
Damit schließen sich die beiden Länder 35 weiteren an, darunter die gesamte Europäische Union.
Mit ihrem bemerkenswerten Bekenntnis signalisieren diese beiden Länder dem Rest Lateinamerikas, dass Bürger wie Regierungen die Pflicht haben, Tierquälerei zu verhindern.
„Mit der Unterstützung aus Bolivien sind wir der Anerkennung des Tierschutzes als eines Themas von regionalem Interesse einen Schritt näher gekommen. Die Unterstützung durch die Regierung [...] zeugt von der Bereitschaft, die Lebensbedingungen von Tieren zu verbessern und den Artenreichtum zu schützen, den das Land beherbergt. Andere sollten diesem guten Beispiel folgen, denn Tierschutz ist eine globale Angelegenheit“, so Luis Carlos Sarmiento, WSPA-Regionaldirektor für Südamerika.
Diese Erklärung spiegelt Maßnahmen wider, die in jüngster Vergangenheit für den Tierschutz eingeleitet wurden:
2009 wurde in Bolivien ein wegweisendes Gesetz gegen Tiermisshandlung verabschiedet, das die Verwendung von Wild- und Haustieren in Zirkussen verbietet. Derzeit wird im bolivianischen Kongress ein weiterer Gesetzesentwurf erörtert, der unter anderem das Wohl von Tieren im Blick hat, die zur Fleischerzeugung gehalten werden.
Nicaragua, das am Tag der Umwelt (Earth Day) erstmals seine Bereitschaft andeutete, eine Weltweite Tierschutzerklärung zu unterstützen, wird aller Voraussicht nach bald ein neues Tierschutzgesetz verabschieden, das für bessere Lebensbedingungen von Haus- und Wildtieren sorgen wird.

Die WSPA ist zuversichtlich, dass diese höchst erfreuliche Entwicklung in der Region Schule machen wird. So mehren sich in letzter Zeit die Anzeichen dafür, dass die Regierungen von Brasilien, Chile, Kolumbien und Costa Rica eine Weltweite Tierschutzerklärung voll unterstützen werden.
Hochrangige Unterstützung auf breiter Front wird den Vereinten Nationen deutlicher machen, dass das Thema Tierschutz wichtig genug ist, um durch die Aufnahme einer Erklärung ins Bewusstsein der internationalen Gemeinschaft gerückt zu werden.
„Es freut uns außerordentlich, dass sich das [nicaraguanische] Außenministerium [...] eindeutig für eine Weltweite Tierschutzerklärung ausgesprochen hat. Dies könnte in der Region einen Schneeballeffekt auslösen und andere Länder dazu anregen, sich dieser wichtigen Initiative anzuschließen“, so Marcela Vargas, Programm-Managerin des WSPA-Regionalbüros für Mittelamerika, Mexiko und die Karibik.
Veränderungen gehen nicht nur von Regierungen aus. Mehr als zwei Millionen Menschen aus allen Ländern der Welt haben bereits ihrer Überzeugung Ausdruck verliehen, dass Tiere ein Recht auf humane Behandlung und die Achtung ihrer Bedürfnisse haben.
Wollen Sie dazugehören? Treten auch Sie für eine "Weltweite Tierschutzerklärung" ein?