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Massenimpfung von Hunden auf Bali unerlässlich

Feb 17, 2010

Obwohl Hunde auch durch die Straßen streunen, sind sie oft Haustiere

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft und ihre Mitgliedsorganisation Bali Animal Welfare Association (BAWA) haben der balinesischen Regierung erneut ihre Unterstützung zugesagt, Hilfe bei der Durchführung einer humanen Impfaktion für Hunde zu leisten, um die Ausbreitung der Tollwut auf der Insel zu verhindern.

 

Massentötungen können nicht akzeptiert werden

Die von der Regierung getroffene Entscheidung, Zeit damit zu verschwenden, Hunde massenhaft zu töten, anstatt sie zu impfen, brachte keinen Erfolg, diese Krankheit unter Kontrolle zu bekommen. Für die Tiere bedeutete diese Maßnahme ein ungeheures Leid.

Bislang wurden etwa 50.000 Hunde durch Strychnin getötet – eine Methode, die von der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der OIE, nicht akzeptiert wird.

 

Alternative Lösungen

Die Impfung der Tiere wird international als die effektivste Form der Prävention und Ausrottung der Tollwut angesehen. Mindestens 70 % der Hunde müssten geimpft werden, um die Krankheit unter Kontrolle zu bekommen.

Die WSPA hat der BAWA Mittel zur Verfügung gestellt, um 70 % der schätzungsweise 65.000 Hunde in 512 Banjars in der Provinz Gianyar zu impfen. Da das Impfen die einzig effektive Alternative ist, trägt diese Maßnahme dazu bei, auch die Menschen vor dieser Krankheit zu schützen.


Dr. Elly Hiby von der WSPA äußerte hierzu: „Die intensiven Impfmaßnahmen in Gianyar sind ein bekräftigendes Beispiel dafür, was auf Bali möglich ist. Um Bali in dieser humanen Vorgehensweise zu unterstützen, stellte die australische Regierung mit ihren Institutionen für Entwicklungshilfe „Aus Aid“ und „ACIAR“ finanzielle Mittel sowie eine Ration des langwirkenden Impfstoffs für Tiere zur Verfügung.

 

Besserer Schutz für streunende Hunde

Balis Bevölkerung kümmert sich um den Großteil der Hunde, auch ohne daß diese durch ein Halsband als offizieller Besitz gekennzeichnet werden.

Die BAWA beklagt die falsche Auffassung, dass streunende Hunde auf der Insel „wild“ seien. In einem typischen Banjar auf Bali haben 95 % der frei herumlaufenden Hunde einen Besitzer, von dem sie versorgt, jedoch nicht eingesperrt werden. Dr. Hiby fügte hinzu: “Die Besitzer können ihre Hunde vielleicht nicht an die Leine nehmen und zur anderen Seite des Dorfes bringen. Aber sie können sie festhalten, während sie geimpft werden. Hunde, die nicht so leicht zu bändigen sind, werden mit Netzen eingefangen und während des Impfens festgehalten. Das haben die Teams von BAWA in Gianyar  schon viele Male unter Beweis gestellt.“

 

Schnelles Handeln

Die WSPA ruft die Regierung von Bali jetzt dazu auf, unverzüglich zu handeln, bevor das Problem eskaliert. Dr. Hiby sagte: „Die Ernennung von Dr. Putu Sumantra, der nun für Tierhaltungsangelegenheiten auf Bali zuständig ist, bietet die Chance für schnelles Handeln durch Impfungen. Dies wird die Gefahr für die Menschen reduzieren und auch das Wohl der Tiere gewährleisten.“

 

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