Folgen Sie uns auf Twitter
WSPA Welttierschutzgesellschaft e.V. auf Facebook

WSPA verurteilt SeaWorld

Mar 1, 2010

Ein Schwertwal wird trainiert: Seaworld Orlando, Florida, USA

Ein Schwertwal tötete letzen Mittwoch seine Trainerin in Seaworld Orlando, Florida. Dieser Unfall ist auf die enormen Sicherheitsrisiken dieser ohnehin fragwürdigen Unterhaltungsindustrie zurückzuführen.

Solche Nachrichten sind nicht neu. Es ist bereits das dritte Mal, dass der Orka Tilikum einen Menschen tötete. Sein aggressives Verhalten ist zweifelsfrei durch die Folgen jahrelanger Gefangenschaft zu erklären. Nicht nur leiden die Meeressäuger enorm unter dem sehr stark beengten Lebensraum, sondern auch die Menschen in ihrer Nähe sind, wie hier wieder einmal deutlich geworden ist, in großer Gefahr.

Aquarien, wie SeaWorld, nennen den „Erhalt bedrohter Tierarten“ oft als eines ihrer Hauptanliegen. Mit dieser Behauptung wird jedoch lediglich versucht, den kommerziellen Anreiz dieser ausbeuterischen Industrie zu verschleiern. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die hochintelligenten Schwertwale sowohl physisch als auch psychisch ganz beträchtlich unter den Lebensbedingungen in Gefangenschaft leiden.

Die WSPA setzt sich für ein Ende der Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszweckene ein. Bitte besuchen Sie solche „Attraktionen“ nicht! Helfen Sie stattdessen, die Meeressäuger in der Wildnis zu schützen >>

Erfahren Sie hier mehr darüber, warum Meeressäugetiere nicht in Gefangenschaft gehalten werden sollten >>

Eine Nachricht, die wachrütteln sollte

„Die schockierende Nachricht vom Tod der Tiertrainerin durch den Angriff eines Killerwals im SeaWorld Freizeitpark erinnert uns auf traurige Weise daran, wie unangemessen es ist, diese Tiere in Gefangenschaft zu halten“, so Suzi Morris, Regionaldirektorin der WSPA in Großbritannien. „Killerwale sind hochintelligente Säugetiere, denen von ihren Trainern beigebracht wird, gegen ihren Willen zu handeln. Meeressäuger erleiden starken Stress, wenn sie zu diesen unnatürlichen Aktionen gezwungen werden. Diese Art des Verhaltens sowie ihre Gefangenhaltung in Beton-Gefängnissen sind auf keine Weise konform mit den Verhältnissen in freier Wildbahn – ganz im Gegenteil. Angesichts des extrem traumatischen Umfelds ist es irrsinnig, anzunehmen, dass die Tiere Spaß am ‚Spielen’ mit ihren Trainern hätten.“

Warum sollten Orkas nicht in Gefangenschaft gehalten werden?

Situationen, in denen Menschen und Tiere auf diese Art interagieren, sollten gar nicht erst zustande kommen dürfen: Allzu häufig führen sie zu Verletzungen oder gar zum Tod von Trainern durch gefangene Wale.

Die oft tragischen Ereignisse, von denen wir in den Nachrichten erfahren, sind dabei nichts anderes als die zu erwartenden Effekte des natürlichen Verhaltens der Tiere. Unter dem beträchtlichen Stress, dem sie in ihrem künstlichen und sehr begrenzten Umfeld permanent ausgesetzt sind, wäre jedes andere Verhalten höchst erstaunlich.

In freier Wildnis sind Schwertwale kontinuierlich in Bewegung: Sie schwimmen bis zu 160 Kilometer am Tag. Sie sind keine Einzelgänger, sondern leben zusammen in Gruppen, die meist aus mehreren Generationen bestehen – weibliche Killerwale werden bis zu neunzig Jahre alt.

In Gefangenschaft haben die Wale weniger als ein Zehntausendstel von 1% der Größe ihres natürlichen Lebensraums zur Verfügung. Ihre Lebenserwartung ist dementsprechend wesentlich niedriger als in freier Wildnis – kein Aquarium kann auch nur ansatzweise den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere oder ihren komplexen Bedürfnissen entsprechen.

Wie Sie helfen können

Aquarien wie SeaWorld wurden gebaut, um Geld an ihren Besuchern zu verdienen. Die Bedürfnisse der Tiere stehen für sie niemals an erster Stelle.

Die WSPA setzt sich für ein Ende der Gefangenschaft von Tieren ein. Wir wollen den Bau weiterer Delphinarien verhindern und den Handel mit Walen und Delphinen innerhalb der Europäischen Union zu verbieten.
Bleiben Sie solchen Aquarien fern und helfen Sie uns, den Schutz der Tiere in den Ozeanen zu gewährleisten! Verhindern auch Sie, dass eine weitere Generation von Delphinen leidet:

Suzi Morris erklärt: “Die WSPA glaubt, dass nur der Tourismus diese grausamen und überflüssigen Attraktionen weiterhin in Betrieb hält. Der einzige Weg, diese Industrie zu stoppen, ist, sie zu meiden, sie nicht durch Besuche zu unterstützen. Die Alternative sind verantwortungsvoll geführte Whale-Watching-Touren, auf denen die faszinierenden Tiere in Freiheit und in ihren beeindruckenden natürlichen Lebensräumen bewundert werden können, ganz ohne ihnen zu schaden.“

Hier erfahren Sie mehr über tierfreundliches Reisen >>

http://wspa.de/projekte_kampagnen/wale/delfine/default.aspx

 

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print