Oct 10, 2011

Der vietnamesische Superstar Uyen Linh war die 100.000ste Person, die versprach, niemals in ihrem Leben Bärengalleprodukte zu benutzen. Zur gleichen Zeit wurden zwei weitere Bärenjungen gerettet, nachdem diese bei der Wildlife Crime Hotline der ENV gemeldet wurden.
Der vietnamesische Star Uyen Linh trat der WSPA-Partnerorganisation Education for Nature Vietnam (ENV) in Hanoi bei - mit der Zusicherung, niemals Bärengalleprodukte zu verwenden. Sie forderte außerdem auch die Öffentlichkeit auf, ebenfalls zu helfen und der Ausbeutung der Bären ein Ende zu setzen. Die Feierlichkeiten der ENV bezüglich des 100.000sten Zugeständnisses fanden in der Hauptstadt Vietnams, Hanoi, statt. Dabei wurde die Organisation von zahlreichen Stars der vietnamesischen Sport-, Film- und Musikszene unterstützt.
Die Kampagne ist Teil der weitreichenden Bemühungen der ENV und weiteren Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen im Kampf darum, Bärenfarmen und den Handel mit Bären in Vietnam zu stoppen. Das Ziel ist es, den grausamen und inhumanen Praktiken, die mit der Entnahme des Gallensaftes einhergehen, endgültig ein Ende zu setzen. Mit der Stilllegung der Bärenfarmen würde sich die Bärenpopulation wieder stabilisieren - nicht nur in Vietnam, sondern in ganz Südostasien.
Der Kampf der ENV zum Schutz der Bären konnte weitere Erfolge verzeichnen: Kürzlich wurden erneut zwei Jungtiere gerettet, nachdem ihr Besitzer diese freiwillig bei der WSPA-finanzierten Wildlife-Crime-Hotline meldete. Die zwei Bären wurden am 6. Oktober 2011 in Son La konfisziert. Es wird vermutet, dass sie über die Grenzen von Laos nach Vietnam geschmuggelt wurden. Von nun an werden sie, wie die anderen bereits im September geretteten Bären, im Animal Asia Bear Sanctuary in Tam Dao gepflegt.
„Bereits 2005 verpflichtete sich das Ministerium für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums dazu, sämtliche Bärenfarmen in Vietnam aufzulösen“, teilte uns Tran Viet Hung mit, Einsatzleiter der ENV. „Die ENV und auch die Öffentlichkeit unterstützen und befürworten diese Verpflichtung.“
Es wurden nicht nur tausende Stimmen bei öffentlichen Veranstaltungen der ENV gegen die Bärenfarmen gesammelt. Auch in der Gesellschaft verbreitet sich die Einstellung wie ein Lauffeuer. Die Menschen blicken dem Ende der Bärenfarmen erwartungsvoll entgegen, bemerkte Hung. Dieses Interesse kommt aus allen Bereichen der Gesellschaft - unabhängig von Alter oder Berufsgruppe. „Es ist an der Zeit, Bärenfarmen abzuschaffen. Die Öffentlichkeit erwartet das als Teil unseres Wachstums und Entwicklung zu einer modernen Nation.“
Die WSPA arbeitet seit 2005 mit der ENV zusammen. Wir unterstützen ihr öffentliches Engagement um die Nachfrage nach Bärengalle zu beenden, damit diese grausame und unnütze Industrie endgültig stillgelegt wird. Die ENV richtet seine Bemühungen darauf aus, die Durchsetzung von Gesetzen zu stärken und die Nachfrage der Konsumenten nach Bärengalle zu reduzieren. Zum Schutz der Bären, aber auch zum Schutz anderer wildlebender Tiere.
Wie Mitarbeiter der WSPA betonten, sind im Moment mehr als 65 pflanzliche Alternativen für Bärengalle erhältlich. Nichtsdestotrotz wird Bärengalle weiterhin in der Traditionellen Asiatischen Medizin als Mittel gegen Fieber und Entzündungen eingesetzt. Auch soll es die Sehkraft stärken und Nierensteine abbauen.
„Besitzer von Bärenfarmen mögen die Proteste der Tierschutzorganisationen ignorieren, aber wenn sich 100.000 potentielle Konsumenten öffentlich gegen ihr Produkt aussprechen, wird es unmöglich, diese Abweisung zu ignorieren.“, davon ist Ray Mitchell, Internationaler Wahlkampfmanager der WSPA, überzeugt.
„100.000 Versprechen, keine Bärengalle zu benutzen, ist ein Spiegelbild der öffentlichen Meinung.“, sagt Hung. „Was aber wirklich wichtig ist, ist, dass es auch ein Ausdruck öffentlichen Willens ist, für seine Überzeugungen einzustehen und die Bären zu beschützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit wachsender Unterstützung der Öffentlichkeit und anhaltendem Engagement seitens unserer Regierungspartner siegen werden.“