Jul 11, 2011

Die 63. Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) findet diese Woche auf der britischen Insel Jersey statt. Der britische Minister für Naturraum und Fischerei, Richard Benyon, betont: „Die IWC sollte führend sein, wenn es um die Entwicklung von Initiativen für den Tierschutz geht. Wir stellen ihnen einen Bericht vor, der konkrete Tierschutz-Vorschläge beinhaltet.“
Auf dem „Whale Welfare and Ethics Workshop” wurde eine starke Strategie zum Schutz der Wale entworfen. Über 30 internationale Experten und Wissenschaftler aus den Bereichen des Tierschutz, der Ethik oder der Meeressäugerkunde haben gemeinsam Schutzmaßnahmen erarbeitet. Der Endbericht
klärt den Einfluss von Walfang und Forschung auf das Wohlergehen der Wale,
stellt klar, dass Wale fühlende Wesen sind, Schmerz empfinden und davor geschützt werden müssen,
stellt Maßnahmen vor, die das Einfangen von Walen mit Fanggeschirr und durch Schläge mit dem Schiff verhindern,
macht Vorschläge zur noch unzureichenden Walbeobachtung,
thematisiert, dass Walfang massive Tierquälerei ist und einen Widerspruch zu den Standards bei Schlachtungen darstellt.
Die Vertreter des Workshops waren sich zudem darüber einig, dass die Walforschung einer unabhängigen Ethikkommission unterstehen sollte, die die Kosten und die möglichen Forschungsergebnisse analysiert. Die Tötungszahlen der Tiere müssen objektiv gerechtfertigt und das Leiden minimiert werden.
Lesen Sie hier den vollständigen Bericht de Workshops für Tierschutz und Ethik (Englisch) >>
Die britische Vertretung der IWC wird die Ergebnisse und Forderungen des Workshops während der Plenarsitzung vorstellen und hofft, dass das Gremium zustimmt und sie befolgt. Großbritannien bleibt hartnäckig darin, den Tierschutz mehr zu fördern. Auch die WSPA wird den 89 Ländervertretern während der IWC die Bedeutung des Tierschutzes verdeutlichen.
Dieses Jahr könnte die Konferenz ausschlagegebend sein, da die Internationale Walfangkommission versucht, ihre zukünftige Rolle im Tierschutz zu definieren. Die WSPA hat sich die offizielle Unterstützung der Buenos Aires Group (BAG) für den Bericht gesichert. Die BAG besteht aus einer Gemeinschaft von IWC-Vertretern aus elf lateinamerikanischen Ländern, die die Aufrechterhaltung des internationalen Walfangverbots von 1986 unterstützen.