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Kenia: WSPA leistet Nothilfe in Dürreregion

Nov 3, 2011

WSPA leistet Nothilfe in kenianischer Dürreregion

Die WSPA hat einen Katastrophenhilfseinsatz im kenianischen Mwingi-Distrikt veranlasst. Etwa 20.000 Tieren muss in der Dürre akut geholfen werden. Damit sichert die WSPA auch den Lebensunterhalt der örtlichen Bevölkerung.

Bei der, von der WSPA finanzierten Hilfsaktion, konzentrieren sich fünf Teams auf die wenigen vorhandenen Wasserstellen. Denn dort versammeln sich die Tiere und ihre Besitzer. Nur so kann koordinierte und effiziente Hilfe gewährleistet werden.

Die Teams bestehen größtenteils aus Kenianern, viele von ihnen sind Veterinärstudenten der Universität von Nairobi. Regierungsbeamte, Tierärzte und Mitarbeiter vom Donkey Sanctuary und dem Africa Network for Animal Welfare bilden ebenfalls Teams. Vier Tage verbrachten sie nun damit, Tausende Esel, Ziegen, Kamele, Rinder und Schafe zu versorgen.

 

Tiere vom Hungertod bedroht

Viele der örtlichen Hirten sind von ihren Rindern abhängig. Sie müssen in der Trockenzeit tagelang zur nächsten Wasserstelle wandern, um ihre Tiere wenigstens vorübergehend tränken zu können.

Die Lage vor Ort wurde immer ernster: Die Tiere fanden fast keine Nahrung mehr. Sie wurden krank oder starben. In den fünf Gebieten, auf die sich die Arbeit der WSPA konzentriert, sind bereits etwa dreißig Prozent der Tiere vom Hunger bedroht. Ihre Besitzer kann das gleiche Schicksal ereilen. Deshalb verkaufen die meistens ihre Tiere zu einem Bruchteil des eigentlichen Wertes. Die Kamele sind noch am resistentesten gegenüber der Trockenheit. Doch auch sie werden verkauft, damit ihre Besitzer überleben.

“Früher hatte ich Kühe und Schafe. Aber die sind nun gestorben,“ erzählte uns der Bauer Dakane. „Auch meine älteren Kamele sind tot. Ich habe viele Kinder, die auf mich angewiesen sind,” fuhr Dakane fort. “In meiner Kultur heißt es nichts Gutes, wenn man seine Tiere verkauft. Sie bedeuten ein Vermögen.”

Für Dakane kam die Hilfe rechtzeitig. Er ist dankbar: „Es ist, als ob Gott unsere Gebete erhört hat. Die Tierärzte helfen uns, unsere Tiere länger gesund zu halten und durch die Dürre zu bringen.“

 

Hilfe für die Nutztiere

Während der viertägigen Fütteraktion an verschiedenen Wasserstellen, wurden alle dortigen Tiere entwurmt. Sie erhielten Nahrung, Multivitamine und Mineralblöcke, zur Stärkung des Immunsystems. Kranke und verletzte Tiere wurden medizinisch versorgt. Während der kommenden Tage, werden die Tiere an den Wasserstellen von der WSPA mit Heu versorgt.

Auch dem Kamelhirten Omar Ali konnte geholfen werden. Er gibt Dakane Recht: „Es ist das erste Mal, dass meine Tiere so eine Behandlung erhalten haben. Ich freue mich sehr, denn das bedeutet, dass sie die Trockenheit hoffentlich überleben werden, weil sie gesund sind.“

Seit die ersten Hilfsmaßnahmen eingeleitet wurden, hat es im Mwingi-Distrikt endlich zu regnen angefangen. Die Farmer berichten, dass sich ihre Tiere schon in einem viel besseren Zustand befinden.

Für weitere Informationen zu unseren Katastrophenhilfsmaßnahmen schauen Sie in unseren Katastrophehilfeblog >>

 

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