WSPA geführte Kampagne zur

Wohlergehen der Tiere trägt zu globaler Nachhaltigkeit bei

May 26, 2011

Keggfarms in Indien führt ein neues nachhaltiges Geschäftsmodell für den ländlichen Geflügelsektor ein

Bei einem UN-Treffen zeigte WSPA, welche Rolle das Wohlergehen der Tiere für eine humane, nachhaltige Landwirtschaft spielt.

Schon lange betont die WSPA, wie wichtig das Wohlergehen der Tiere ist. Jetzt arbeiten wir darauf hin, den Tieren auf der Agenda des Earth Summit 2012 zu ihrem Platz zu verhelfen. Dieses UN-Treffen ist auch als Rio +20 bekannt, da der letzte Gipfel in Rio 20 Jahre zurückliegt.

Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Bioregional veranstaltet WSPA bei der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung ein wichtiges Treffen.  Hier soll aufgezeigt werden, dass der Tierschutz ein bedeutender Bestandteil der weltweiten Lösungsansätze für Nachhaltigkeit ist.

Vicki Hird, WSPA-Aktivistin für Humane und Nachhaltige Landwirtschaft, stellte bei dem Treffen am 12. Mai die fünf Kernempfehlungen für die Agenda des Earth Summit vor:

  • Aufstellen von Richtlinien für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung;

  • Abbau der nicht nachhaltigen Nachfrage nach Produkten aus Massentierhaltung und Unterstützung von Herstellern, die ihre Produktion umstellen;

  • mehr Forschung und Unterstützung für die Humane und Nachhaltige Landwirtschaft;

  • stufenweise Abschaffung der Subventionen und Investitionen für nicht nachhaltige und inhumane Systeme;

  • Aufnahme von Tieren in Pläne für Katastrophenmanagement.

Die jüngste Sitzung der WSPA macht deutlich, warum ein humaner Umgang mit Nutztieren im Fokus der Themen steht, mit denen sich der Earth Summit 2012 auseinandersetzen wird – dazu zählen insbesondere Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Armutsbekämpfung. Das Dokument „Why livestock and humane, sustainable agriculture matter at Rio +20, können Sie hier einsehen >>

 

Humaner und nachhaltiger Umgang mit Geflügel hilft den Armen

Die WSPA hat damit begonnen, Fallstudien zu erstellen und die humane und nachhaltige Landwirtschaft zu untersuchen. Damit möchten wir aufzeigen, dass eine humane Landwirtschaft integraler Bestandteil einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion ist. Unsere erste veröffentlichte Fallstudie zur Hühner- und Eierproduktion veranschaulicht, wie eine humane Landwirtschaft auch das Leben und die Ernährung armer Familien in den ländlichen Gebieten Indiens positiv beeinflussen kann.

Das Projektteam Landwirtschaft der WSPA untersuchte den Fall Keggfarms in Indien – ein Eierproduzent, der ein neues nachhaltiges Geschäftsmodell für den ländlichen Geflügelsektor eingeführt hat. Keggfarms züchtete eine neue Hühnerart, die „Kuroiler“. Diese Art ist nicht nur deutlich strapazierfähiger als die normalen für den Verzehr gedachten Hühner aus der intensiven Landwirtschaft. Sie wächst auch schneller und legt viele Eier. Dadurch eignen sich die Tiere dieser Art besonders für eine dörfliche Umgebung, die arm an Futterressourcen ist. Die Kuroilers werden derzeit an etwa eine Million Haushalte in den entlegensten Gebieten Indiens verteilt.

Die Untersuchungen der WSPA zeigten, dass die Zucht von Kuroilers in den ländlichen Gebieten für das Wohlergehen der Tiere besser ist als die intensive Tierhaltung. Außerdem besteht eine geringere Abhängigkeit von nicht nachhaltigen Futterkonzentraten. Das untersuchte Modell verbesserte nicht nur das Leben der armen Menschen insgesamt sondern vor allem auch ihre Nahrungsmittel- und Versorgungssicherheit.

Das kommerzielle Eierproduktionsverfahren von Keggfarms kommt ohne Käfige aus und ist damit weitaus angenehmer für die Legehennen. Die Studie, Enhancing rural livelihoods and nutrition through higher welfare poultry production in India, können Sie hier lesen >>  

Wir werden Sie über das Thema weiterhin auf dem Laufenden halten.

 

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A free range broiler breeding hen