Mar 24, 2011

Die WSPA stellt 150.000 US Dollar zur Verfügung, um japanischen Tieren in Not zu helfen. Leider werden nach Erdbeben generell die Tiere oft vergessen.
Schnellstmöglich wird die WSPA, gemeinsam mit der Japanese Animal Welfare Society (JAWS), etwa 30 Notunterkünfte für Haustiere bauen.
Direkt nach ihrer Ankunft in Japan, am 15. März 2011, kontaktierte das WSPA-Katastrophenhilfeteam lokale Tierschutzgruppen. Eine erste Einschätzung sollte klären, wo am dringendsten Hilfe benötigt wurde. Nach unserer Beurteilung fanden bis zu diesem Zeitpunkt 350.000 Menschen in Evakuierungszentren Unterschlupf, aber nur 10 % ihrer Tiere. Das bedeutet, dass zumindest etwa 30.000 Hunde und Katzen bereits gerettet wurden.

„Viele japanische Familien versuchten alles, um ihre Tiere nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Sicherheit zu bringen“, sagt Lindsay Fyffe, Managerin des WSPA-Katastrophenteams. „Die japanischen Behörden sind allerdings mit der Bereitstellung von Notunterkünften für Evakuierte und deren Haustiere überfordert. Unser Team vor Ort kümmert sich deshalb um tausende notleidende Tiere.“
Die WSPA errichtet in den kommenden Monaten 30 Notunterkünfte, nahe bestehenden Evakuierungszentren. In diesen Tierheimen wird es Futter und tierärztliche Versorgung geben. Es wird ein provisorisches Zuhause für Tiere geschaffen, wo sich die Familien selber um ihre Tiere kümmern.
Das WSPA-Katastrophenteam wird die japanischen Tierärzte unterstützen. Tiere, die durch das Erdbeben und den Tsunami verletzt wurden, werden weiterhin behandelt und gepflegt.
Unklar bleibt die Lage im Atomkraftwerk Fukushima. Die Evakuierungszone wurde auf einen Radius von 30 Kilometern erweitert. Da weiterhin die radioaktive Strahlung zu hoch für Rettungskräfte ist, lässt sich die unbekannte Anzahl von Vieh und Geflügel in dieser Zone schwer einschätzen.
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