Versenden Sie ecards an Freunde und Bekannte
Ihre Botschaft auf Ihrem T-Shirt

Korea möchte die Bärenzucht beenden

Jan 31, 2012

Ein asiatischer Braunbär, der wegen seines Gallensaftes im Käfig gehalten wird

Die WSPA begrüßt die gute Nachricht: Die koreanische Nationalversammlung zeigt tatkräftiges Interesse an der Beendigung der grausamen Bärenzucht.

Der Haushaltsausschuss der Nationalversammlung hat kürzlich einen neuen Antrag durchgebracht: Darin werden Maßnahmen gegen die Bärenzucht angekündigt. Es soll zudem eine Studie über den aktuellen Stand der Bärenzucht und die Wirtschaftlichkeit der Bärengalleprodukte durchgeführt werden.

Zur Bewilligung des Antrags erlässt die Koreanische Regierung ein Budget von 200 Millionen Koreanischer Won (ca. 175.000 USD). Dieses Geld soll zur Beendigung der Bärenzucht genutzt werden. Die Gewährung des Antrags ist ein Zeichen dafür, dass die koreanische Regierung endlich die Notwendigkeit zur Beendigung der grausamen Bärenzucht erkannt hat.

„Die koreanische Nationalregierung  hat einen großartigen Anfang gemacht: Hoffentlich wird damit endlich das Ende der Bärengallegewinnung eingeleitet“, sagt Chris Gee, WSPA Wildlife Campaign Manager. „Auch die koreanische Bevölkerung ist gegen die Qual der Bären: in einer WSPA Umfrage von 2011 stimmten 90 Prozent der Koreaner für die Beendigung der Bärenzucht. Der Druck, der durch die WSPA und ihren lokalen Partner Green Korea United ausgeübt wurde, war ausschlaggebend für diesen Erfolg.“

Es ist das erste Mal, dass das koreanische Umweltministerium öffentlich befürwortet, die Bärenzucht in Korea zu beenden und sogar Engagement zeigt. Die WSPA und Green Korea United streben eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium an. Wir wollen sicherzustellen, dass das Forschungsprojekt alle Fakten zur Bärengalle beinhaltet und die Forschungsphase so schnell wie möglich abgeschlossen wird.


Was bedeutet das für die Bären?

Der nächste Schritt wäre ein Verbot, Bären gefangen zu halten. Keine neuen Bären würden mehr in das qualvolle Leben auf koreanischen Bärenfarmen hineingeboren. Die WSPA möchte dies so schnell wie möglich realisieren.

In Südkorea werden offiziell Bären bis zum Alter von 10 Jahren aufgezogen und dann anschließend wegen Ihrer Gallenflüssigkeit geschlachtet. Die Entnahme des Gallenextrakts bei lebenden Bären ist verboten. Doch immer wieder wurden Fälle durch die Medien veröffentlicht, in denen Gallensaftentnahme durch einen Katheder gezeigt wurde. Die Bevölkerung war von der Rohheit dieser Praxis erschüttert. In Südkorea gibt es inzwischen nur noch weniger als zwanzig Bären in freier Wildbahn. Alle übrigen Bären leben in Gefangenschaft.

Als Teil der internationalen Kampagne zur Beendigung von Bärenzucht hat die WSPA eine Petition mit Fotoaktion ins Leben gerufen: 160.000 Personen weltweit haben von der koreanischen gefordert, die Bärenzucht aufzugeben. Der Druck von internationalen Regierungen im Jahr 2011 war enorm. Die WSPA konnte Korea auf Vietnam hinweisen – denn Vietnam hat als erste Regierung das Ende der Bärenzucht eingeleitet.

„Ohne die positive Mitwirkung der Südkoreanischen Regierung würden in Zukunft tausende Bären in ein Leben voll unsäglichem Leiden geboren werden“, betont Emily Reeves, Direktorin des WSPA Asien-Pazifik-Programms. „Sobald die Bärenzucht in Südkorea beendet ist, wird das Land ein Paradebeispiel für andere asiatische Länder sein. Leider wird die grausame Praxis immer noch von vielen Regierungen toleriert.“


Helfen Sie Bären auf Bärenfarmen >>


Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print

Connect with WSPA on:

FacebookTwitterYouTubeFlickr