Jan 19, 2012

Wie in vielen Ländern, in denen Stierkampf noch legal ist, wird in Kolumbien heiß diskutiert, ob dieser blutige Sport noch in die moderne Gesellschaft passt oder in die Geschichtsbücher verbannt werden sollte.
Jetzt bekommt die Anti-Stierkampfbewegung von Kolumbien Unterstützung durch den neuen Bürgermeister von Bogota. Der Politiker besetzt das zweitwichtigste Amt des Landes und spricht sich deutlich gegen den Stierkampf aus. Er verhindert auch dieses Jahr die finanzielle Förderung der Stierkämpfe durch städtische Unternehmen. Seine Position: „Stierkämpfe sind eine veraltete Praxis, die Tiermisshandlung und -tötung verherrlicht“.
Bürgermeister Gustavo Petro betonte, dass die bekannte Stierkampfarena „La Santamaría“ lieber auf andere Weise genutzt werden sollte: „Hier sollten positive kulturelle Veranstaltungen der Stadt stattfinden. La Santamaría soll vor Aktivitäten geschützt werden, die sich um den Tod drehen. Shows und Kunstveranstaltungen, die das Leben bejahen sind herzlich willkommen in der La Santamaría.”
Für den 4. Februar organisiert die Anti-Stierkampfbewegung in mehreren Städten Kolumbiens Demonstrationen, um das gegenwärtige öffentliche Interesse für das Thema zu nutzen. Eine Kernforderung der Demonstranten ist, dass sich mehr Politiker öffentlich gegen den Stierkampf stellen und helfen, Kolumbien stierkampffrei zu machen.
Lesen Sie hier von der kürzlichen Durchsetzung des Stierkampfverbots im spanischen Katalonien >>