WSPA-Online-Shop für Tierfreunde - Jetzt können Sie Ihre Zugehörigkeit zur WSPA zeigen und gleichzeitig helfen!
Verschicken Sie kostenlos WSPA-eCards.

WSPA verurteilt sogenannte „Walfangoptionen“

Jan 30, 2012

WhWal beim Auftauchen

Der Artikel "Conversation Science: A market approach to saving the whales" in der aktuellsten Ausgabe des Magazins „Nature“ sorgte für große Aufregung. Darin schlagen drei Wissenschaftler ein System vor, bei dem sogenannte „Walfangoptionen“ an Länder verteilt werden. Interessensgruppen sollen dann um diese Optionen handeln.

Dies hätte zur Folge, dass die Interessentengruppen, zum Beispiel Regierungen, Walfänger, Tierschützer und alle, die in den Walfang involviert sind, Fangoptionen auf die Wale erwerben können. Das System sieht vor, dass diese Optionen von der Walfangkommission IWC ausgegeben werden. Auf diese Weise, so die Wissenschaftler, würden die Walbestände nicht gefährdet.

Die drei Wissenschaftler Christopher Costello und Steven Gaines von der University of California und Leah Gerber von der Arizona State University sind von dem System überzeugt. Sie haben, nach eigenen Angaben, bereits positive Resonanzen von der Walfangindustrie und von Umweltschützern erhalten.

Die Forscher schätzen, dass der Walfang jährlich ungefähr 31 Millionen US-Dollar einbringt. Umweltgruppen hingegen investierten jährlich 25 Millionen US-Dollar in ihre Antiwalfang-Kampagnen. Dieses Geld wäre besser investiert, wenn sie die Umweltschützer gleich Fangoptionen kaufen würden. Diese ständen den anderen Interessensgruppen folglich dann nicht mehr zur Verfügung, argumentieren Costello und seine Kollegen. Sie kalkulieren die Preise für Wale zwischen 13.000 US-Dollar für einen Zwergwal und bis zu 85.000 US-Dollar für einen Finnwal.


Wale sind fühlende Wesen, keine Handelsgüter

Die WSPA kritisiert jedoch das System, weil dabei eine fundamentale Tatsache missachtet wird: Wale sind intelligente Tiere. Sie erleiden einen langsamen, qualvollen Tod, wenn sie von Walfängern harpuniert werden. Auf hoher See ist es nicht möglich, den schnellen und schmerzfreien Tod der Wale zu garantieren.

Claire Bass, WSPA-Kampagnenleiterin für Ozeane betont: „Der Vorschlag beruht auf der überholten Annahme, dass Wale Handelsgüter sind wie Reis oder Korn. Doch Walfang ist grausam, veraltet und unnötig. Diese Tiere sind gefährdet und brauchen Schutz. Wir benötigen keine Initiative, um die Walfang-Industrie wiederzubeleben und sogar noch Länder zu ermutigen, mit Walfang Geld zu verdienen. Stattdessen muss das bestehende internationale Walfangverbot endlich durchgesetzt werden."


Größerer Nutzen aus Walbeobachtungen

s wirtschaftlicher Perspektive ist die Walbeobachtungsindustrie ohnehin am lukrativsten. Sie ist der humanste und rentabelste „Nutzen“, den die Menschen im 21. Jahrhundert aus dem „Geschäft“ mit den Walen ziehen können. Und diese Industrie wächst stetig.

„Forscher, Umweltschützer und Regierungen würden viel mehr davon profitieren, wenn sie sich endlich auf Projekte konzentrieren würden, die Wale schützen und den Walbestand erhalten“, erklärt Bass.

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print

Connect with WSPA on:

FacebookTwitterYouTubeFlickr