Bärenfarmen in Asien

Asiatische Bärenfarm, in denen Bären wegen ihrer Galle in Käfigen gehalten werden

In asiatischen Bärenfarmen werden Bären in lebenslanger Gefangenschaft gehalten. Ihnen wird täglich - und ohne Betäubung - Gallensaft entnommen.

Dieser wird als Wirkstoff in der traditionellen asiatischen Heilmedizin benutzt. Die Methode der Gallensaftentnahme mit einem Katheder ist für die Bären eine peinigende Tortur. Zudem können sie sich in ihren kleinen Käfigen kaum bewegen. Teilweise verwachsen die Tiere mit den Gitterstäben. Werfen Sie einen Blick hinter die Mauern von Bärenfarmen >>

 

Bärenfarmen bedrohen wilde Bärenbestände

Ein zur Gewinnung von Gallensaft eingesperrter Bär in einer asiatischen Bärenfarm

Betreiber von Bärenfarmen argumentieren, dass ihre Branche die Nachfrage nach Bärengalle deckt und so zum Schutz wilder Bären beitrage. Untersuchungen der WSPA zeigen jedoch, dass Wilderer frei lebende Bären einfangen und an die Farmen verkaufen.

Durch die Farmen wird also nicht nur Tierquälerei praktiziert, sondern zusätzlich Wilderei gefördert. Bärenfarmen bedrohen akut die gefährdete Population wilder Bären, insbesondere in Südostasien.

 

Was wir tun

Die WSPA ist davon überzeugt, dass die Bärengalleentnahme eine überflüssige und inakzeptable Quälerei darstellt. In Zusammenarbeit mit Ärzten der traditionellen asiatischen Medizin fördert die WSPA die Entwicklung von pflanzlichen und synthetischen Ersatzstoffen für Bärengalle.

Immer mehr Menschen schließen sich unserer Meinung an und benutzen diese. Außerdem bestätigen aktuelle wissenschaftliche Tests ihre Wirksamkeit. Die WSPA verbreitete zudem einen Schnelltest zum Nachweis von Bärenproteinen. Damit können Zollbeamte in Asien illegale Importe von Bärengalle sofort erkennen.

 

Südkorea

Etwa 1.000 Bären werden in Südkorea noch wegen ihrer Galle gezüchtet und gequält. Doch über 155.000 Förderer der WSPA haben die südkoreanische Regierung aufgefordert, diese grausame Industrie gesetzlich zu verbieten.

Im September 2011 wird eine Anhörung in der Nationalversammlung die Verabschiedung eines neuen Gesetzes einleiten. Bis dahin präsentieren die WSPA und die örtliche Tierschutzorganisation Green Korea United (GKU) der Regierung eine Auslaufstrategie.

 

Vietnam

Die WSPA und unsere Mitgliedsorganisation Education for Nature Vietnam (ENV) waren sehr erfolgreich bei der Kampagne „Psyops“. Darin konnten sich Gegner der Bärengalleproduktion direkt an Farmer wenden, um sie davon zu überzeugen, ihre Tätigkeit einzustellen. Ein Farmer aus Dpong Nai bat kürzlich die ENV, seine Bären in eine staatliche Rettungseinrichtung zu bringen. In den letzten Monaten gab es schon mehrere solcher Erfolge!

Jeden Monat setzt sich die WSPA und die ENV schriftlich mit über 700 Bärenfarmern in Verbindung und fordert sie auf, die Extraktion von Galle zu stoppen.
Die mobilen Teams fahren gezielt in Gebiete mit vielen Bärenfarmen. Hier verteilen sie Informationsmaterial.

Die Aktionen werden durch Öffentlichkeitsarbeit im Fernsehen, Radio und in Zeitungen begleitet. Viele Prominente haben sich der Kampagne angeschlossen und protestieren öffentlich gegen Bärenfarmen.

 

Wie Sie uns helfen können

Wenn Sie nach der traditionellen asiatischen Medizin behandelt werden, vergewissern Sie sich, dass Ihr Therapeut auf Bärengalle verzichtet.

Die Ermutigung zur Verwendung von Alternativen trägt dazu bei, Bären vor der grausamen Gallensaftentnahme auf? Farmen zu bewahren.

Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit zur weltweiten Förderung des Tierschutzes.

 

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