
Als Zufluchtsort für befreite Bären leisten Schutzgebiete einen wichtigen Beitrag.
Bären, die aus jahrelanger Misshandlung befreit wurden, haben kaum eine Chance, sich wieder an ein Leben in der Wildnis zu gewöhnen. Diese Tiere sind am besten in bewaldeten Bärenschutzgebieten aufgehoben. Hier haben sie die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und ihre natürlichen Instinkte so gut wie möglich auszuleben.
Die WSPA macht sich gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen für die Einrichtung von Bärenschutzgebieten in Indien, Pakistan, Rumänien, Griechenland, Laos, Ungarn, Thailand und der Türkei stark.
Seit 2006 existiert das Bärenschutzzentrum in Zarnesti, Rumänien. Die WSPA unterstützt die rumänische Mitgliedsorganisation Asociatia Milioane de prieteni (AMP) bei der Pflege von momentan 56 Bären.
2010 sind elf Bären in das Schutzzentrum eingezogen: Acht Tiere kamen aus illegaler Haltung; drei Bären stammen aus dem Slatina Zoo, der 2010 von der Regierung geschlossen wurde. Er erfüllte nicht die EU-Richtlinien für die Haltung von Wildtieren.
Um das Zentrum finanziell abzusichern, plant die WSPA, zukünftig Touristen einzuladen. In organisierten Führungen können sich kleine Besuchergruppen über den Bärenschutz informieren. Allerdings müssen wir die bestehende Anlage des Schutzzentrums schnellstmöglich vergrößern: Die WSPA weiß von 25 weiteren Bären, die noch in kargen Privatzoos hausen. Wir möchten sie aus ihren Zwingern holen und in das Schutzgebiet entlassen.
Bauen Sie mit uns gemeinsam ein neues Zuhause für die rumäschen Bären >>
Lesen Sie unseren Tierschutz International 03/11 (PDF 1500 KB) >>
In Pakistan wurde Ende 2010 ein neues WSPA-Bärenschutzzentrum eröffnet. Es soll den letzten Kampfbären Pakistans ein sicheres Zuhause bieten. Das sieben Hektar umfassende Balkasar-Schutzgebiet liegt nahe der Hauptstadt Islamabad.
„Balkasar bietet allen übrigen Kampfbären Pakistans einen sicheren Lebensraum“, betont Dr. Jan Schmidt-Burbach, Veterinary Wildlife Programmes Manager der WSPA.
Die Bärenschutzzentren leisten wichtige Arbeit: Ohne ein geeignetes Reservat wäre die Unterbringung der in Gefangenschaft lebenden Bären nicht gewährleistet. Das wiederrum wäre für die Behörden ein Grund, sich gegen die Befreiung von Kampfbären auszusprechen.