Rehabilitation und Auswilderung

Ein erholter Jungbär findet seinen Weg in die Freiheit

Bärenjunge, die infolge von Unfällen, Verstoßung, Jagd oder Wilderei verwaist sind, müssen heute nicht mehr unweigerlich getötet oder lebenslang in Gefangenschaft gehalten werden. Man verfügt mittlerweile über das nötige Wissen und die Erfahrung, um die Tiere wieder auswildern zu können.

 

Die WSPA unterstützt Programme zur Wiedereingliederung verwaister Bärenjungen in ihre natürliche Umgebung, die u.a. folgende Maßnahmen beinhalten:

  • Ausbildung von Fachkräften und Aufbau eines Netzwerks von Experten für die Rehabilitation und Auswilderung von Bären.

  • Erstellung von Unterlagen und Hilfsmitteln, einschließlich eines internationalen Berichts über Rehabilitationsmethoden und einer Schulungs-DVD.

  • Überzeugung der Behörden und der Öffentlichkeit, dass verwaiste Bärenjunge wieder ausgewildert werden können.

 

Aus Erfahrung lernen


Eines der Auswilderungsprogramme, an dessen Arbeit die WSPA beteiligt ist, ist das Idaho Black Bear Rehabilitation Centre (IBBR). Seit 1987 finanziert die WSPA das Projekt, hat einen Transporter angeschafft und den Bau einer Einrichtung für Bärenjunge unterstützt.

Aus der Zusammenarbeit haben wir viel gelernt: Das engagierte IBBR-Team hat bislang 129 Bärenjunge erfolgreich rehabilitiert und ausgewildert.

 

Rehabilitation: Erste Schritte

"Rehabilitation" bedeutet, den Bärenjungen die überlebenswichtigen Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in der Wildnis vom Muttertier gelernt hätten.

Bei Ankunft eines Bärenjungen im IBBR werden zunächst mögliche Verletzungen oder Krankheiten behandelt. Sobald das Tier entwöhnt ist, bekommt es langsam feste Nahrung und wird auf das Leben in der Wildnis vorbereitet. In der Rettungsstation gibt es mehrere künstliche Baue, Baumstämme und eine Schwimmgelegenheit zu entdecken, mit denen das Umfeld in der Wildnis nachgeahmt wird.

 

Leben in der Wildnis

Ein verwaister Bär ist nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms beim Überleben in der Wildnis den gleichen Risiken ausgesetzt wie jeder andere Bär. Dazu zählen die Bedrohungen durch die Jagd und den Verlust des Lebensraums aufgrund der Umweltbedingungen und des Vordringens des Menschen.

Nach der Auswilderung der verwaisten Bärenjungen kümmert sich die WSPA um die Sicherung ihrer Zukunft und der vieler anderer Tiere: Im Rahmen von Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit werden Wege ermittelt und aufgezeigt, wie Mensch und Tier konfliktfrei im selben Lebensraum koexistieren können.

 

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Hoffnung für die Zukunft

Unterstützen Sie die WSPA dabei, verletzten Bären ein sicheres Zuhause zu geben.

Bär Lidia im WSPA Milioane de Prieteni Schutzgebiet, Rumänien