
Die WSPA fand heraus, dass immer noch ungefähr 150 Bären in Indien täglich von Dorf zu Dorf ziehen und für das Publikum tanzen müssen. Diese Zahl sank von 400 Bären in den letzten Jahren, doch die restlichen Bärenertragen weiterhin ihr Leben lang körperliche und psychische Schmerzen.
Als Jungbären gefangen und seitdem illegal gehalten werden ihre elementarsten Bedürfnisse, wie ausreichende Ernährung, nicht erfüllt.
Den jungen Bären wird ein Ring durch Nase oder Gaumen gestochen. Dann wird ein Seil durch die offene Wunde gezogen. Das Ziehen an diesem Seil ist ein wirksames Vorgehen, um den Bären unter Kontrolle zu halten.
Durch jahrelanges Training gelingt es den Besitzern, die Bären auf Kommando tanzen zu lassen.
Die Kalandars – indische traditionelle Tanzbärenbesitzer – nutzen die Bärenshows, um ihre große Familie zu unterstützen. Der Beruf ist historisch bedingt und wird vom Vater zum Sohn weitergegeben. Es ist bei den Kalandars nicht üblich, einen anderen Weg zu gehen, um die Versorgung zu sichern.
Öffentliche Kampagnen gegen die Praktiken bei Bärentänzen verringerten die Zahl der Tanzbären, vor allem in den gut frequentieren indischen Touristengebieten.
Doch die halbnomadischen Kalandars sind immer noch aktiv. Besonders dort, wo ihre Shows guten Anklang finden. Üblicherweise ist es verboten, Bären gefangen zu halten. Doch die Besitzer finden für ihre Tanzbären weiterhin Publikum, vor allem in ländlichen Gegenden. Gerade dort sind Bildung und Tierschutzbewusstsein kaum ausgeprägt, so dass den Behörden nicht von den Bärentänzen berichtet wird.
Und selbst da, wo die Beamten der Forstwirtschaft Tierschutzgesetze umsetzen wollen, fehlt es an Mitteln. Denn für die beschlagnahmten Tanzbären gibt es kaum Einrichtungen zur Unterbringung.
Die WSPA arbeitet mit der Wildlife Trust of India, einer Stiftung, die sich für den Tierschutz in Indien einsetzt, zusammen. Gemeinsam wollen wir das Problem der Bärentänze nachhaltig aus der Welt schaffen, indem wir:
die Öffentlichkeit aufklären und das soziale Bewusstsein stärken
Maßnahmen zur Strafverfolgung schaffen, um Bärenjunge vor der Gefangenschaft und einer Zukunft als Tanzbär zu bewahren
dafür sorgen, dass befreite Bären eine sichere Unterkunft und Betreuung erhalten
den Kalandars neue Wege aufzeigen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können
Bitte helfen Sie uns. Mit Ihrer Hilfe werden wir es schaffen, mehr Tiere vor einem elenden und schmerzvollen Leben zu bewahren.
Informieren Sie sich über unser Tierschutzprojekt mit der WTI, besuchen Sie die Website der Integrated Sloth Bear Conservation and Welfare Project (ISBCW).