
WSPA leistete Katastrophenhilfe, als Bangladesch im August 2007 die schlimmsten Überschwemmungen seit Menschengedenken erlebte. Mehr als eine Million Menschen und ihre Tiere mußten flüchten.
Die WSPA arbeitete mit ihren Partnern vor Ort Seite an Seite, um Tiere vor weiterem Leid zu schützen, und um das zu bewahren, was von der lokalen Landwirtschaft übriggeblieben war.
Hunderttausende Rinder und Ziegen waren von der Flut betroffen. Die WSPA traf auf Vieh, das unter Unterernährung litt und unter schmerzhaften Krankheiten. Milch, Hauptbestandteil der Ernährung der Bevölkerung, gab es nur in stark reduziertem Maße oder gar nicht. Kälber wurden tot geboren.
Heuvorräte und Weiden waren zerstört, sodaß die Bauern ihr Vieh mit allem Grünzeug fütterten, das sie finden konnten. Aber selbst wenn die Tiere dies verdauen konnten, hatte das Futter nur einen geringen Nährwert.
Nach den Fluten blieben Parasiten zurück, die Gewichtsverluste, Magenschmerzen oder Organversagen hervorriefen. Ihre Tiere dermaßen leiden zu sehen, war in höchstem Maße bedrückend für ihre Besitzer.
Viele der vertriebenen Menschen waren kleine Bauern, deren Einkommen vom Handel mit ihren Ziegen abhing. Aus Angst, ihre Tiere könnten sterben, verkauften manche ihr Vieh billig, um das, was sie selbst dringend benötigten, bezahlen zu können.
Dies verursachte für die armen Bauern das schlimmstmögliche Szenario – durch den Verlust ihrer wenigen Tiere war auch ihre Lebensgrundlage zerstört.
Die WSPA arbeitete mit verschiedenen regionalen Organisationen zusammen, um der von der Überschwemmung betroffenen Region effektive Hilfe zu bringen: mit einer Mitgliedsgesellschaft der "Bangladesh Animal Welfare Organisation", einem Entwicklungsprogramm ("Human Development Program"), dem Ministerium für Viehzucht, der tierärztlichen Universität von Chittagong und mit "BRAC"*.
Nach einer Bewertung der Lage durch das Krisenteam der WSPA wurden folgene Bemühungen unternommen:
Unterstützt wurden besonders solche Familien, die sich Futter oder die Behandlungen ihrer Tiere am wenigsten leisten konnten, und die am meisten darunter leiden würden, wenn ihre Tiere sterben sollten.
Hilfe kam dort an, wo die Gebiete am schlimmsten betroffenen waren, denn die Nothilfe sollte besonders den Tieren und ihren Besitzern etwas bringen, die sie am meisten benötigten.
Transport, Lieferungen und Verteilung
- Infizierter Kühe, Ziegen und Schafe wurden gegen Parasiten behandelt.
- Die WSPA stellte Futterhilfen zur Verfügung, um den Hunger der Tiere zu lindern, den Ernährungszustand zu verbessern und das Immunsystem zu stärken.
Tiere, die ihre Gesundheit wieder erlangten, konnten in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten wieder ihre wichtige Rolle einnehmen - den Aufbau voranbringen und einen Teil der Lebensgrundlage sichern.
Die WSPA blieb weiterhin in der Region präsent, um die Effiziens der Hilfsbemühungen zu überwachen und zu bewerten.